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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Mittwoch bei einer Kabinettssitzung in Berlin.

Politbarometer

Bürger mit Start von Schwarz-Rot unzufrieden

Berlin - Eine Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Bundesbürger bescheinigt der großen Koalition im ZDF-"Politbarometer" einen holprigen Start:

62 Prozent bewerten den Auftakt von Schwarz-Rot negativ, wie das ZDF am Freitag mitteilte. Nur für 29 Prozent stellt sich der Anfang positiv dar (weiß nicht: neun Prozent).

Ganz anders war die Einschätzung zu Beginn der großen Koalition 2005: Damals sprachen 59 Prozent von einem guten und 32 Prozent von einem schlechten Auftakt. Dennoch erwarten jetzt 54 Prozent, dass CDU/CSU und SPD in den nächsten Jahren gut zusammenarbeiten werden.

Bei der Frage nach dem wichtigsten Problem steht die Zuwanderung zum ersten Mal auf Platz eins. Mit 22 Prozent hat es im Vergleich zum Dezember (zehn Prozent) stark an Bedeutung gewonnen und liegt nun knapp vor dem Bereich Arbeitsmarkt und Jobs (21 Prozent). Danach belasten die Deutschen die Themen Rente und Alterssicherung (16 Prozent), Preisentwicklung und Löhne (elf Prozent) sowie Schule und Bildung (zehn Prozent). Weit abgeschlagen hingegen bleibt der Bereich Datenschutz und Datensammlung durch Geheimdienste, mit nur drei Prozent der Nennungen kommt dieses Thema nur auf Platz 15.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU laut "Politbarometer" auf 43 Prozent, das ist ein Plus von einem Prozentpunkt. Die SPD gäbe erneut einen Punkt ab und käme auf 24 Prozent. Das ist ihr schlechtester Wert in der "Politbarometer"-Projektion seit Dezember 2009. Die Linke bliebe bei zehn Prozent, die Grünen verharrten bei neun Prozent. Die FDP bliebe ebenso wie die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) bei vier Prozent.

Auf der Liste der zehn beliebtesten Politiker können alle dort vertretenen Regierungsmitglieder zulegen.  Auf Platz eins ist weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sie erreicht auf der Skala von plus fünf bis minus fünf die Bewertung von 2,6. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der neue Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Den größten Sprung nach oben in der Bewertung macht die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), deren Bewertung sich von 0,7 im Dezember auf jetzt 1,4 verbessert.

Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1237 zufällig ausgewählten Wahlberechtigte.

AFP

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