+
Bei mehreren Razzien im belgischen Molenbeek wurden laut Polizei zehn Rekrutierer für den Islamischen Staat festgenommen.

Keine Verbindung zu Paris-Attacken

Belgische Polizei verhaftet zehn IS-Rekrutierer

Brüssel - Bei einer Razzia in Belgien sind zehn Verdächtige festgenommen worden, die Kämpfer für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angeworben haben sollen.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden sie am Dienstag bei neun Hausdurchsuchungen im Brüsseler Brennpunktviertel Molenbeek sowie in den Gemeinden Koekelberg, Schaerbeek und Etterberg festgenommen. Eine Verbindung zu den Anschlägen von Paris besteht den Angaben zufolge nicht.

Die Razzia wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft von einem Untersuchungsrichter aus Lüttich in Auftrag gegeben, der auf Terrorismus spezialisiert ist. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen ein Rekrutierungsnetzwerk, das "zahlreiche" Kämpfer für den IS in Syrien angeworben haben soll. Bei der Razzia wurden den Angaben zufolge auch Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt. Die zehn Verdächtigen sollten noch im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.

Aus Belgien sind Schätzungen zufolge bislang rund 500 Dschihadisten zum Kämpfen nach Syrien und in den Irak gereist. Aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek kamen auch mehrere der Attentäter von Paris, die bei der Angriffsserie in der französischen Hauptstadt am 13. November 130 Menschen getötet hatten. Zu den Anschlägen hatte sich der IS bekannt. In Belgien sitzen wegen der Pariser Anschläge elf Verdächtige in Haft.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als 300 000 minderjährige Flüchtlinge in Deutschland

Berlin (dpa) - In Deutschland leben einem Bericht zufolge gegenwärtig mehr als 300.000 Flüchtlinge unter 18 Jahren. Gut ein Drittel sei jünger als sechs Jahre, heißt es …
Mehr als 300 000 minderjährige Flüchtlinge in Deutschland

Tiefe Trauer nach Tod von Schimon Peres

Für seinen Kampf um eine Lösung des Nahost-Konfliktes hat er den Friedensnobelpreis bekommen. Israels ehemaliger Präsident Peres ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Er …
Tiefe Trauer nach Tod von Schimon Peres

Hier gratulieren Weggefährten, Kollegen und Kontrahenten

Von Ruhestand will er nichts wissen – auch wenn der CSU-Ehrenvorsitzende heute seinen 75. Geburtstag feiert. Hier gratulieren Gegner, Weggefährten - und sein Alter Ego.
Hier gratulieren Weggefährten, Kollegen und Kontrahenten

Schimon Peres im Alter von 93 Jahren gestorben

Jerusalem - Israel trauert um seinen ehemaligen Präsidenten Schimon Peres. Der Friedensnobelpreisträger sei am Mittwochmorgen im Alter von 93 Jahren gestorben.
Schimon Peres im Alter von 93 Jahren gestorben

Kommentare