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Polens damaliger Präsident Kaczynski wurde bei dem Absturz getötet.

Abgestürzte Präsidentenmaschine

Ermittler zu Absturz in Smolensk kritisieren "Manipulation"

Warschau - Die polnischen Ermittler zum Absturz der Präsidentenmaschine im russischen Smolensk im April 2010 haben eine "Manipulation" der Flugschreiber bei der ersten Untersuchung kritisiert.

"Gewisse Daten wurden manipuliert", sagte der Leiter der von Verteidigungsminister Antoni Macierewicz eingesetzten Untersuchungskommission, Waclaw Berczynski, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Warschau. Laut einem anderen Kommissionsmitglied wurden die Tonaufnahmen der letzten Momente vor dem Absturz gekürzt.

Bei dem Absturz der Tupolew-154 am 10. April 2010 waren Präsident Lech Kaczynski, seine Ehefrau und 94 weitere Insassen ums Leben gekommen. Unter den Opfern waren ranghohe Militärs und Politiker, die zum 70. Jahrestag des Massakers von Katyn bei Smolensk an einer Gedenkfeier teilnehmen wollten. In Katyn waren im Zweiten Weltkrieg mehrere tausend polnische Offiziere von der sowjetischen Geheimpolizei ermordet worden.

Die erste Untersuchung unter der Leitung des damaligen Innenministers Jerzy Miller war zu dem Ergebnis gekommen, dass das Flugzeug abstürzte, weil die Piloten trotz dichten Nebels zu landen versuchten. Eine Auswertung des Stimmrekorders zeigte, dass mehrere Militär- und Regierungsvertreter die Piloten im Cockpit trotz des schlechten Wetters zur Landung drängten. In Polen ranken sich aber zahlreiche Verschwörungstheorien um den Absturz.

Nachdem die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Kaczynskis Zwillingsbruder Jaroslaw im Oktober 2015 an die Macht zurückkehrte, wurde eine neue Untersuchung eingeleitet. Die Mitglieder der Untersuchungskommission führten am Donnerstag weitere Hinweise dafür an, dass das Flugzeug nicht wegen einer Kollision mit Bäumen, sondern aus einem anderen Grund abstürzte.

AFP

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