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Viele Millionen Opfer forderte der Konflikt in Kolumbien.

Der Konflikt forderte Millionen Opfer

Juan Manuel Santos: "Kolumbianer, das ist euer Preis" 

Bogotá - Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos nimmt den Friedensnobelpreis an. Er widmet ihn den Opfern des Krieges in seinem Land.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat den Friedensnobelpreis den Opfern des seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikts in dem südamerikanischen Land gewidmet. „Ich bedanke mich von vollem Herzen für diese ehrenvolle Auszeichnung“, sagte der Staatschef am Freitag in einer kurzen Radio- und Fernsehansprache. „Ich nehme sie an - nicht in meinem Namen - sondern im Namen aller Kolumbianer, vor allem im Namen der Millionen Opfer, die dieser Konflikt zurückgelassen hat, unter dem wir seit mehr als 50 Jahren leiden. Kolumbianer, das ist euer Preis.“ 

Zuvor war bekannt geworden, dass Santos für seine Bemühungen um Frieden in Kolumbien mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden soll. Nach dem Scheitern des Referendums über den Friedensvertrag mit der linken Guerillaorganisation Farc steckt der Aussöhnungsprozess derzeit allerdings fest. Regierung und Rebellen müssen das Abkommen nun nachverhandeln. 

In dem bewaffneten Konflikt zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Rebellengruppen und rechten Paramilitärs kamen seit Mitte der 1960er Jahre mehr als 220 000 Menschen ums Leben. Über fünf Millionen Kolumbianer wurden aus ihren Heimatorten vertrieben. Nach Afghanistan ist Kolumbien das Land mit den meisten Landminen-Opfern.

dpa

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