+
Kanzlerin Angela Merkel hat ihren Urlaub abgebrochen um am Donnerstag vor Journalisten zu treten.

Pressekonferenz zur Sicherheitslage

Merkels Neun-Punkte-Plan gegen Terror und Amok

Berlin - Als Reaktion auf die jüngsten Anschläge hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit präsentiert. So sieht er aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach den jüngsten Gewalttaten ihren Urlaub für eine Pressekonferenz unterbrochen. Dabei präsentierte sie auch einen Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit in Deutschland. Die gesamte Pressekonferenz der Kanzlerin zum Nachlesen finden Sie hier.  Reaktionen der Medien auf ihre Worte sind hier nachzulesen.

Mit diesen neun Punkten will die Kanzlerin Terror und Gewalt in Deutschland entgegentreten.

FRÜHWARNSYSTEM: 

Dies soll verbessert werden, damit Behörden tätig werden können, sobald es in Asylverfahren oder Integrationsmaßnahmen Hinweise auf eine mögliche Radikalisierung gibt.

PERSONAL:

„Wo immer notwendig“, soll auch der Bund personelle Maßnahmen verstärken oder die technische Ausstattung verbessern.

INFORMATION: 

Die bereits beschlossene zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich zur Entschlüsselung der Internet-Kommunikation sollte schnellstmöglich aufgebaut werden.

BUNDESWEHR: 

Es ist laut Merkel „jetzt an der Zeit“ für Übungen für terroristische Großlagen, bei der unter Führung der Polizei auch die Bundeswehr eingebunden werden könne.

FORSCHUNG/PRÄVENTION: 

Alle bestehenden Forschungsvorhaben zum islamistischen Terror und zur Radikalisierung von Menschen müssten fortgesetzt und gegebenenfalls erweitert werden.

EUROPA: 

Auf europäischer Ebene sollten alle bestehenden Dateien schnellstmöglich vernetzt werden.

WAFFENRECHT:

Das neue europäische Waffenrecht müsse schnellstmöglich verabschiedet werden. Auf nationaler Ebene werde rasch der Handel oder Kauf von Waffen online nicht mehr möglich sein.

NACHRICHTENDIENSTE: 

Die Kooperation mit befreundeten Diensten soll verstärkt und Aufklärung beschleunigt werden.

RÜCKFÜHRUNG: 

Die Anstrengungen zur Rückführung von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer müssten verstärkt werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bevölkerung steht hinter Steinmeier und Merkel

Berlin - Sowohl die Aufstellung von Frank-Walter Steinmeier für die Wahl zum Bundespräsidenten, als auch die erneute Kandidatur von Angela Merkel als Bundeskanzlerin, …
Bevölkerung steht hinter Steinmeier und Merkel

Martin Schulz legt an Beliebtheit zu

Berlin (dpa) - Der in die Bundespolitik wechselnde EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat in Deutschland kräftig an Beliebtheit zugelegt. Nach der jüngsten …
Martin Schulz legt an Beliebtheit zu

Tsipras will ärmeren Rentnern Weihnachtsgeld zahlen

Athen - Das um weitere Milliarden-Hilfe kämpfende Euro-Sorgenkind Griechenland zahlt ärmeren Rentner ein Weihnachtsgeld. Ruheständler, die weniger als 850 Euro im Monat …
Tsipras will ärmeren Rentnern Weihnachtsgeld zahlen

Finanzreform-Paket: Länder verärgert über den Bund

Der Ton im Bund-Länder-Streit über Details des Finanzpaket wird rauer. "Unverantwortlich" und "abenteuerlich" sei das, wettern die Länder. Gemeint ist das Vorgehen von …
Finanzreform-Paket: Länder verärgert über den Bund

Kommentare