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Mit einer Kundgebung protestiert der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND am 4. April in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) gegen den Boom von Massentierhaltungsanlagen. Nach Ansicht des BUND entstehen in Mecklenburg-Vorpommern die größten Tierfabriken der Bundesrepublik.

Tierschützer protestieren

Protest gegen Massentierhaltung

Rostock - Tierschützer haben am Freitag in Rostock gegen den Bau weiterer großer Stallanlagen zur Massentierhaltung protestiert.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation BUND, die zu der Kundgebung aufgerufen hatte, entstehen in Mecklenburg-Vorpommern die größten „Tierfabriken“ der Bundesrepublik. Die „Fleischfabriken“ Europas benötigten mehr als 17 Millionen Hektar Flächen für den Futteranbau, erklärte der BUND- Bundesvorsitzende Hubert Weiger. „Dafür werden Regenwälder abgeholzt und Böden und Gewässer werden mit Pestiziden belastet.“

Riesige Schweineställe wie in Alt Tellin und Medow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind Weiger zufolge eine Sackgasse. „Denn der globale Wettbewerb um das billigste Fleisch ist für Deutschland nicht zu gewinnen. Wer mit den Preisen von Hormonfleisch aus den USA, Brasilien, Thailand konkurrieren will, muss soziale Fortschritte wie den Mindestlohn wieder abschaffen und Tiere und Umwelt bis zum letzten auspressen“, sagte Weiger.

In Mecklenburg-Vorpommern laufen dem Bund für Umwelt und Naturschutz zufolge mehr als 70 Antragsverfahren für den Neubau großer Anlagen, darunter Schweineställe mit bis zu 33 000 Mastplätzen sowie Geflügelhaltungen mit bis zu 400 000 Masthähnchen-Plätzen.

dpa

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