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Nach dem Angriff in Kopenhagen sprechen Politiker von einem Terrorakt.

Nach Schießerei in Kopenhagen

Reaktionen auf Anschlag von Kopenhagen: "Akt des Terrorismus"

Kopenhagen - Nach der Schießerei bei einer Veranstaltung über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit haben Politiker und Künstler den Anschlag als terroristischen Akt verurteilt. Die Reaktionen im Überblick.

Die dänische Regierung geht bei dem Angriff auf eine Diskussionsveranstaltung in Kopenhagen von einem Terrorakt aus. „Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind“, sagte Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt am Samstagabend in Kopenhagen. Sie hatte nach dänischen Medienberichten unmittelbar nach den Schüssen mit Frankreichs Präsident François Hollande telefoniert.

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Anschlag auf eine Konferenz zur Meinungsfreiheit in Kopenhagen als terroristischen Akt verurteilt. „Die internationale Gemeinschaft wie die Staaten jeder für sich werden sich dieser Art von Terrorismus nicht beugen“, sagte Steinmeier am Samstag bei einem Besuch in Peru. „Wir stehen ein für die Freiheit und wir wollen sie für die Menschen in unseren Staaten erhalten.“ Zusammen mit dem peruanischen Außenminister Gonzalo Gutierrez sprach er zugleich Dänemark sein Mitgefühl aus.

Westergaard: "Ich wurde ganz wütend"

Der dänische Zeichner Kurt Westergaard (79) hat sich schockiert über den Anschlag auf eine Konferenz für Meinungsfreiheit in Kopenhagen gezeigt. „Das ist ja ganz furchtbar“, sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Vielleicht konnte man es erwarten nach dem, was in Paris geschah, aber es ist doch ganz nah. Mein erstes Gefühl war: Ich wurde ganz wütend.“

Die Mohammed-Karikaturen, die Westergaard für die Zeitung „Jyllands-Posten“ zeichnete, lösten 2005 gewaltsame Proteste in der islamischen Welt aus. Mehrfach waren Westergaard und die Zeitung in den Jahren darauf Ziel von Anschlägen.

Er fühle sich seit dem Anschlag auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“ mehr bedroht, sagte der 79-Jährige. „Und so ist es auch, glaube ich, mit all meinen Kollegen.“ Bedroht zu werden, sei ein absurder Gedanke. „Journalisten, Zeichner und Karikaturisten arbeiten natürlich weiter“, sagte Westergaard. „Man kann sie nicht verhindern, aber man kann ihnen natürlich drohen, und das macht auch einen sehr tiefen Eindruck.“

Den schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks, dem die Schüsse in Kopenhagen offensichtlich galten, habe er mehrmals getroffen. „Er ist ein sehr scharfer Karikaturist, und man kann ihn auch nicht stoppen“, sagte Westergaard.

Nach Angaben der dänischen Polizei wurden bei der Schießerei ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Die Schüsse fielen am Samstag während einer Veranstaltung über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit.

Schießerei in Kopenhagen: Ein Toter, drei Verletzte

Zwei Tote bei Attentaten in Kopenhagen

dpa/sr

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