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Das von Sky News getwitterte Bild zeigt den Amokläufer vermutlich direkt nach seiner schrecklichen Tat am Strand.

Deutscher unter den Toten

Tunesien: Hier läuft der Amokläufer über den Strand

Sousse - Terroranschlag in Tunesien: Unter den 39 Toten im Badeort Sousse ist mindestens ein Deutscher. Nun macht bei Twitter ein Bild des Attentäters die Runde.

Update vom 19. Juli 2016: Schon wieder hat sich ein Amoklauf ereignet: Ein 17-jähriger Afghane hat in einem Regionalzug bei Würzburg Fahrgäste mit Axt und Messer angegriffen. In unserem Ticker zum Amoklauf in Würzburg bleiben Sie weiter auf dem Laufenden.

An den Stränden des Badeortes Sousse, in dem am Freitag 38 Menschen von einem mutmaßlich islamistischen Täter erschossen worden waren, herrschte vor allem Leere. Am Samstagabend machte im sozialen Netzwerk Twitter ein verstörendes Bild des Amokläufers die Runde. Der britische Fernsehsender zeigte ein Foto von Seifeddin R. wie er mit seinem Gewehr in der einen Hand und einem Sprengsatz in der anderen am Strand entlangläuft. Auf seiner Homepage veröffentlichte der Sender weitere Bilder.

Unter den Opfern des Anschlags ist mindestens ein Deutscher. Wie Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstagabend in Berlin mitteilte, wurde zudem mindestens eine weitere Deutsche verletzt. Es werde zudem nicht völlig ausgeschlossen, dass noch einige weitere Deutsche unter den Opfern sind. Nach Angaben des tunesischen Gesundheitsministeriums dürfte es sich bei der Mehrzahl der Opfer um Briten handeln.

Zu dem Angriff auf das Strandhotel „Imperial Marhaba“ am Mittelmeer bekannten sich Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). In einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung hieß es, ein „Soldat des Kalifats“ habe den „abscheulichen Hort der Prostitution, des Lasters und des Unglaubens“ angegriffen. Der Attentäter war von Sicherheitskräften erschossen worden.

Der Angreifer studierte nach bisherigen Erkenntnissen Elektro-Ingenieurswesen in der Stadt Kairouan, einer Hochburg von Salafisten. Er hatte das Hotel in dem Mittelmeerort überfallen und am belebten Strand das Feuer eröffnet.

Tunesiens Regierungschef Habib Essid kündigte an, der Kampf gegen den Terrorismus sei nun nationale Aufgabe. Der nationale Sicherheitsrat beschloss, bis zu 80 Moscheen zu schließen, in denen Extremisten verkehren sollen. Außerdem sollen verdächtige Parteien oder Vereine eventuell aufgelöst werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte Tunesien in einem Telefonat mit Präsident Beji Caid Essebsi Unterstützung im Kampf gegen den Terror zu. Bundesinnenminister Thomas de Maizière will am Montag an den Ort der Terrorattacke reisen.

Auch Frankreich will als Konsequenz aus dem Terroranschlag von Lyon die Sicherheitskräfte aufstocken. Bei Polizei und Gendarmerie sollen 500 neue Stellen pro Jahr geschaffen werden, die Nachrichtendienste mit 1500 neuen Mitarbeitern verstärkt werden. Der 35-jährige Yassin S. hatte zuvor ein Werk für Industriegase in Saint-Quentin- Fallavier überfallen und seinen 53 Jahre alten Chef enthauptet. Möglicherweise plante er, die Fabrik in die Luft zu sprengen.

In Kuwait wurden die 27 Opfer des Selbstmordanschlags auf eine schiitische Moschee am Samstagabend beigesetzt. Behörden hatten 18 Tatverdächtige festgenommen, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete. Die Terrormiliz IS hatte sich zu dem Angriff auf das Freitagsgebet bekannt. Eine unabhängige Bestätigung gab es nicht.

Engländer wirft sich vor Freundin und wird von Kugeln getroffen

Ein junger Engländer hat seiner Frau während des Anschlags vermutlich das Leben gerettet. Wie "The Guardian" berichtet, habe sich der Mann schützend vor seine Frau geworfen, als der Attentäter auf Touristen schoss. Er wurde dreimal getroffen: in Schulter, Hüfte und Brustkorb. Eine Notoperation rettet ihm schließlich das Leben. Die 26-jährige Saera schildert den dramatischen Moment so: Sie hätten sich auf den Liegestühlen gesonnt, als sie die ersten Schüsse hörten. Sie habe den schwarz gekleideten Schützen gesehen, der umher feuerte. Da habe sich ihr Lebensgefährte auf sie geworfen und wurde getroffen. "Wir schrien, überall war Chaos", erzählt Saera. Das Paar rutschte auf den Boden neben der Liege, der Mann forderte Saera auf zu flüchten. "Er sagte: Geh, schau nach den Kindern und dass er mich liebt." Sie sei losgerannt, vorbei an Leichen. Im Pool vor dem Hotel habe sie auch eine Leiche gesehen. "Der Pool war voll Blut."

Im Hotel versteckte sich die Frau dem Bericht nach zunächst in einem Schrank. Als Ruhe einkehrte machte sie sich auf die Suche nach ihrem Freund - und konnte ihn nicht finden. "Es war Chaos." Auch unter Leichentüchern schaute sie nach, um zu sehen, ob er bei den Toten war. Der 30-jährige Matthew war jedoch inzwischen in eine Klinik gebracht worden. Nach zwei Stunden bekam Saera die erlösende Nachricht: Ihr Mann lebt. Er hatte ein zertrümmertes Becken und einen Herzinfarkt erlitten. Nun hofft das Paar, bald ausreisen zu können. "Wir hatten so viel Glück."

IS bekennt sich zu Anschlag

In einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung übernahmen Unterstützer der IS-Terrormiliz die Verantwortung für den Anschlag. Ein "Soldat des Kalifats" habe den "abscheulichen Hort der Prostitution, des Lasters und des Unglaubens" angegriffen, hieß es. Der tunesische Regierungschef Essid wollte sich dazu nicht äußern.

Im Internet kursiert ein Twitter-Foto, das angeblich den Attentäter von Sousse zeigt. Auf dem Bild ist ein junger Mann zu sehen, der zwischen zwei Gewehren sitzt und in die Kamera grinst. Für die Behörden war Seifeddin R. bislang offenbar ein völlig Unbekannter.

Der nationale Sicherheitsrat Tunesiens beschloss bei einer nächtlichen Sitzung eine Reihe von Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus. Unter anderem sollten innerhalb einer Woche bis zu 80 Moscheen geschlossen werden, in denen weiterhin "Gift zum Terrorismus" verbreitet werde. Daneben sollten verdächtige Parteien oder Vereine überprüft und eventuell aufgelöst werden. "Wir mögen den einen Kampf gewinnen und den anderen Kampf verlieren, aber unser Ziel ist es, den Krieg zu gewinnen", sagte Essid. Der Kampf gegen den Terrorismus sei nun eine nationale Aufgabe.

Der Attentäter - Student aus Salafistenhochburg

Der Attentäter von Sousse, der 24-jährige Seifeddin R., war für die tunesischen Behörden nach Angaben von Regierungschef Habib Essid ein Unbekannter. Der junge Mann wurde nicht mit terroristischen Vereinigungen in Verbindung gebracht - bis er am Freitag am Strand des Badeortes an Mittelmeer auftauchte und ein Blutbad anrichtete.

Fotos zeigen Seifeddin R. während der Tat. Er trägt eine kurze Hose und ein schwarzes T-Shirt - und in der Hand das Sturmgewehr, mit dem er Dutzende Menschen tötete, bevor er selbst erschossen wurde.

Viele Informationen über den Werdegang des jungen Mannes gibt es nicht. Den Ferienort Sousse kannte der 24-Jährige der Zeitung „Al-Chourouk“ zufolge, weil er in der Hafenstadt einmal gearbeitet hatte.

Der Attentäter stammt aus einer armen Gegend in der nordtunesischen Provinz Siliana. Laut „Al-Chourouk“ war er einst Religionsschüler in einer nichtstaatlichen Einrichtung. Zudem hatte er Elektro-Ingenieurswesen studiert, und zwar in der Stadt Kairouan, einer Hochburg von Salafisten.

So lässt sich auch der angebliche Kampfname des Attentäters erklären, den die Terrormiliz IS verbreitete: Abu Jahja al-Kairuani. Ob sich R. tatsächlich dem IS angeschlossen hatte, ist aber nicht unklar. Nach Angaben der Regierung hatte er Tunesien nie verlassen.

Nach dem Anschlag in Tunesien: Bilder

Tote bei Anschlag an Badestrand in Tunesien

Merkel sagt Tunesien Unterstützung zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Tunesien deutsche Unterstützung zugesichert. In einem Telefonat mit dem tunesischen Präsidenten Beji Caid Essebsi sagte Merkel, Deutschland stehe in diesen schweren Stunden an der Seite Tunesiens und werde die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus weiter intensivieren. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag mit. Dabei werde ein Schwerpunkt auf der Unterstützung der Grenzsicherung liegen.

Thomas de Maizière reist nach Tunesien

Nach dem blutigen Attentat im tunesischen Badeort Sousse reist Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Montag an den Ort der Terrorattacke. Damit wolle er „sein tiefempfundenes Mitleid mit den Angehörigen der Opfer des verachtenswerten Anschlags und seine Solidarität mit dem tunesischen Volk“ ausdrücken, teilte sein Ministerium am Samstag mit. De Maizière (CDU) erklärte: „Ich verachte die brutalen und ruchlosen Morde an unschuldigen Menschen.“

Aus den aktuellen Ereignissen ergebe sich „nach derzeitigen Erkenntnissen keine weitere Verschärfung der Sicherheitslage“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Gefährdung durch Dschihadisten und internationalen Terrorismus sei aber auch in Deutschland „unverändert hoch“. „Taten wie jüngst in Frankreich müssen in Betracht gezogen werden.“ Dort hatte am Freitag ein Attentäter bei einem Anschlag in einem Werk für Industriegase seinen Chef enthauptet.

Zentralrat der Muslime: Anschläge könnten auch organisiert sein

Bei den drei jüngsten islamistischen Terroranschlägen schließt der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) eine Absprache nicht aus. „Mit diesen drei entsetzlichen Taten an einem Tag wird eingeschüchtert, es werden die Insignien des Islam und der Ramadan diskreditiert, und es wird den Muslimen ein großer Schaden zugefügt“, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Da kommt man schon auf den Gedanken, dass es eine Absprache der Terroristen gab.“ Am Montag nächster Woche jährt sich zum ersten Mal, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) das Kalifat ausgerufen hat.

Vor dem Hintergrund der Anschläge in Tunesien, Kuwait und Frankreich, bei denen am Freitag mindestens 67 Menschen ums Leben kamen, erinnerte Mazyek auch an den „Terror fernab des Scheinwerferlichtes“, unter anderem in Syrien und Irak. „Die jüngsten Vorfälle sind schockierend. Aber wir haben bereits diese Welle von fürchterlichen Anschlägen“, sagte Mazyek.

Sicherheitsexpertin warnt vor Trittbrettfahrern

Die Londoner Terrorismus-Expertin Margaret Gilmore hält nach den Terroranschlägen in Tunesien, Frankreich und Kuwait Nachahmer-Taten für möglich. „Es ist durchaus möglich, dass es Trittbrettfahrer geben wird“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in London. Die Polizei tue gut daran, weitere Kräfte auf die Straßen zu schicken, betonte die Wissenschaftlerin des von der britischen Regierung unterstützten Royal United Services Institutes (RUSI).

Der bevorstehende Jahrestag der Ausrufung eines Kalifats durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), sei ein gefährlicher Zeitpunkt. „Diese Leute haben im Irak und in Syrien zuletzt einige Niederlagen einstecken müssen“, sagte Gilmore. „Sie brauchen jetzt vermutlich Publicity.“ Deshalb habe der IS seine Sympathisanten in aller Welt dazu aufgerufen, Attentate in ihren Heimatländern zu begehen.

Ob es zu einer Terrorwelle komme, sei fraglich. Es gebe bereits seit Monaten einen „steten Fluss“ an Gewaltakten. Mögliche Gegenmaßnahmen seien begrenzt. „Es wurde sehr viel bei den Geheimdiensten getan“, sagte Gilmore. „Dank dieser Erkenntnisse werden andauernd irgendwo Anschläge verhindert.“ Aber die Demokratie setze auch Grenzen. „Wenn man keine Geheimpolizei will, dann sind die Möglichkeiten limitiert.“

Cameron: Viele Todesopfer in Tunesien waren Briten

Der britische Premierminister David Cameron hat die Öffentlichkeit auf weitere schlimme Nachrichten aus Tunesien vorbereitet. „Viele von denen, die starben, waren Briten“, sagte er am Samstag im BBC-Fernsehen. Das Außenministerium in London hatte zunächst fünf britische Todesopfer bei dem Anschlag auf einen Hotelkomplex an der tunesischen Mittelmeerküste nahe der Stadt Sousse bestätigt, es werden aber weitere befürchtet.

„Wir werden alles Notwendige tun, um die Leute nach Hause zu holen“, sagte Cameron zum Schicksal weiterer britischer Urlauber in Tunesien. Zugleich kündigte er einen entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus an. „Diese Terroristen werden keinen Erfolg haben. So sehr sie versuchen, die Menschen in aller Welt zu entzweien, so sehr werden sie uns nur enger zueinander bringen und in unserer Entschlossenheit vereinen, diese islamistischen Extremisten zu besiegen - und alles, wofür sie stehen.“

Putin bietet Tunesien Zusammenarbeit im Terrorkampf an

Nach dem Anschlag mit mindestens 39 Toten in Tunesien hat Kremlchef Wladimir Putin der Führung des nordafrikanischen Landes die Unterstützung Russlands im Kampf gegen Terrorismus angeboten. Moskau sei bereit zur engst möglichen Zusammenarbeit im Ringen mit dieser Bedrohung, schrieb Putin dem Kreml zufolge in einem Telegramm.

Der Präsident übermittelte darin auch sein Beileid für die Angehörigen der Opfer des Anschlags auf ein Touristenhotel in Sousse. Moskauer Behörden zufolge waren auch je eine Urlauberin aus Russland und der Ukraine verletzt worden. Russlands Außenministerium sprach am Samstag von einem „grausamen Attentat auf die Stabilität Tunesiens“.

Tui holt erste Urlauber aus Tunesien zurück

Der Reisekonzern Tui hat die ersten Urlauber aus der Region zurückgeholt. In der Nacht zum Samstag seien 80 Gäste ausgeflogen worden, sagte ein Tui-Sprecher.

Weitere 120 sollten am Wochenende folgen - darunter auch einige Urlauber, deren Rückreise ohnehin planmäßig anstand. Insgesamt zählt Tui am Ort des Anschlags rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Tunis entfernt nach eigenen Angaben 260 Gäste in vier Hotels. In ganz Tunesien machen derzeit etwa 3800 Menschen Urlaub mit der Tui.

Der Reisekonzern schickte ein Krisenteam aus 19 speziell geschulten Experten nach Sousse, darunter Psychologen. Zur Zahl der deutschen Opfer unter den Getöteten konnte der Sprecher am Samstag noch nichts sagen.

Tui-Urlauber, die Tunesien gebucht haben, können ihre Reise umbuchen oder stornieren. Nach Angaben des Sprechers hatten von diesem Angebot jedoch bis Samstagvormittag erst etwa 300 Gäste Gebrauch gemacht.

Reisebranche steht weiter zu Tunesien

Nach dem Terroranschlag im Badeort Sousse steht die deutsche Reisebranche weiter zum Urlaubsland Tunesien. „Seit Jahrzehnten zählt Tunesien mit über 400.000 deutschen Urlaubern pro Jahr zu den beliebtesten Reiseländern in Nordafrika“, sagte der Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV), Torsten Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Bereits in Folge des Arabischen Frühlings habe es 2011 einen Besucherrückgang aus Deutschland geben. „Das Land erholte sich aber recht schnell, und seit 2012 steigen die Gästezahlen wieder stetig an“, so Schäfer. Nach dem Islamistenanschlag auf das Nationalmuseum in der Hauptstadt Tunis im März habe der Tourismus zwar einen „Dämpfer“ erfahren, im Mai habe es aber erneut einen Buchungszuwachs gegeben. „Die deutsche Reisebranche steht (weiter) zu dem nordafrikanischen Land“, betonte Schäfer.

„Der Tourismus ist eine der tragenden Säulen für das Land und sichert weiteres Wirtschaftswachstum“, erklärte der DRV-Vorsitzende. Damit trage die Branche auch zur Beschäftigungssicherung bei, vor allem in den Strandregionen um Monastir, Djerba und Sousse.

Blutige Anschläge in Tunesien, Kuwait und Frankreich

Medienbericht: Festnahmen in Kuweit

Neben dem Anschlag in Tunesien war es am Freitag auch in Kuwait und Frankreich zu mutmaßlich islamistischen Anschlägen mit mindestens 27 Toten gekommen. Weitere 227 Menschen seien bei dem Angriff während des Freitagsgebets verletzt worden, teilte das kuwaitische Innenministerium mit. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich in sozialen Medien zu dem Anschlag auf die Imam-Sadik-Moschee im Osten der Hauptstadt Kuwait-Stadt. Eine unabhängige Bestätigung gab es nicht.

Arabische Medien sprachen am Samstag von einem "schwarzen Freitag des Terrorismus". Unter anderem schrieb die libanesische Zeitung "An Nahar", dass "die Welt von drei Anschlägen geschockt" sei.

Nach Angaben des arabischen Nachrichtenkanals Al-Arabija sind mindestens 18 Tatverdächtige festgenommen worden. Die Polizei hätte sie bei einer landesweiten Suchaktion in Gewahrsam genommen, berichtete der Sender am Samstag. Das kuwaitische Innenministerium teilte zunächst lediglich mit, dass Verdächtige befragt würden. Zahlen wurden nicht genannt.

Ob die drei Anschläge in Zusammenhang stehen, war zunächst unklar. Am Montag nächster Woche jährt sich zum ersten Mal, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) das Kalifat ausgerufen hat.

Der australische Premier Tony Abbott äußerte sich entrüstet über die Anschläge, die zeigten dass "der Todeskult" der Islamisten allmählich "nach uns greift". "Wir mögen uns nicht im Krieg mit ihnen fühlen, aber sie sind sicherlich der Ansicht, dass sie sich im Krieg mit uns befinden", sagte er am Samstag. Für Terror würden lediglich "ein Messer, eine Fahne, eine Telefon mit Kamera und ein Opfer" benötigt. "Das ist die düstere Realität, vor der die Welt steht."

dpa

Reisehinweis zu Tunesien

Tui zu Anschlag in Tunesien

Homepage des Hotels "Imperial Marhaba"

Twitter-Mitteilung IS

Bericht Akhbar Tounis; Französisch

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