Befürwortet eine Teilnahme islamistischer Rebellengruppen an den Syrienverhandlungen: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen. Foto: Soeren Stache/Archiv
+
Befürwortet eine Teilnahme islamistischer Rebellengruppen an den Syrienverhandlungen: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen. Foto: Soeren Stache/Archiv

Röttgen: Für Frieden in Syrien mit Islamisten verhandeln

Berlin (dpa) - Im Streit über die Teilnehmer der anstehenden Syrienverhandlungen hat sich Norbert Röttgen (CDU) für eine Beteiligung islamistischer Rebellen ausgesprochen.

Wenn man ein relevantes Verhandlungsergebnis wolle, dann müsse man mit denjenigen reden, die vor Ort Macht ausübten, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag im Deutschlandfunk. "Das ist keine Anerkennung von diesen Gruppen im Sinne ihrer Werte, aber es ist eine Respektierung ihrer Macht", sagte Röttgen.

Der Beginn der eigentlich angesetzten Verhandlungen könnte sich wegen eines Streits über die Liste der teilnehmenden Regimegegner verschieben. Vor Röttgen hatte bereits Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) eine Teilnahme islamistischer Rebellengruppen befürwortet. Die Gespräche sollen den Weg für eine Übergangsregierung ebnen und den bald fünfjährigen Syrienkrieg beenden. In dem Konflikt sind bisher mehr als 250 000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben.

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer distanziert sich von Merkels "Wir schaffen das"

Nach den Bluttaten in Bayern greift der Ministerpräsident die Kanzlerin für die Wiederholung ihres inzwischen berühmten Satzes zur Flüchtlingskrise an. Er wolle die …
Seehofer distanziert sich von Merkels "Wir schaffen das"

Belgische Polizei nimmt Terror-Verdächtige fest

Auch Belgien scheint weiter im Visier von Terroristen zu stehen. In Deutschlands Nachbarland gilt derzeit die zweithöchste Terror-Alarmstufe. Fahnder nehmen jetzt zwei …
Belgische Polizei nimmt Terror-Verdächtige fest

Seehofer distanziert sich von Merkels „Wir schaffen das“

Gmund - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich deutlich von der Haltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise distanziert.
Seehofer distanziert sich von Merkels „Wir schaffen das“

Erdogan nimmt Beleidigungs-Klagen im Ausland nicht zurück

Ankara - Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei sinnt Präsident Erdogan offenbar auf Rache und ist bereit, die Todesstrafe wieder einzuführen. Auch Deutschland soll …
Erdogan nimmt Beleidigungs-Klagen im Ausland nicht zurück

Kommentare