Kollision knapp vermieden

Russischer Zerstörer: Warnschüsse gegen türkisches Boot

Athen - In der Nähe der griechischen Insel Lemnos ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums am Sonntag nur knapp eine Kollision zwischen einem türkischen Fischerboot und einem russischen Zerstörer vermieden worden.

Der Zerstörer "Smetliwi" habe nach mehreren vergeblichen Versuchen, das Boot mit Lichtsignalen und über Funk zu warnen, schließlich Warnschüsse abgefeuert, teilte das Ministerium in Moskau mit. Das Fischerboot sei bereits bis auf 600 Meter an den Zerstörer herangefahren, habe nach den Schüssen abgedreht und sei in 540 Metern Entfernung vorbeigefahren. Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow bestellte den türkischen Militärattaché ein, um gegen den Vorfall zu protestieren, der sich 22 Kilometer vor Lemnos zutrug. Zwischen Russland und der Türkei schwelt derzeit eine schwere diplomatische Krise, nachdem die Türkei am 24. November nahe der syrisch-türkischen Grenze ein russisches Militärflugzeug abgeschossen hatte.


afp

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Personenkult“: Scharfer Gegenwind für Merkel

Jena - Wenige Tage vor dem CDU-Parteitag muss sich Angela Merkel heftiger Kritik aus der ostdeutschen Parteibasis erwehren. Am Ende bekommt sie trotzdem Standing …
„Personenkult“: Scharfer Gegenwind für Merkel

Drei Länder - drei Wahlen: Europa vor Rechtsruck?

München - Drei europäische Staaten stehen vor wegweisenden Wahlen. Sowohl in Österreich als auch in Italien und Frankreich könnten Rechtspopulisten vorpreschen. Eine …
Drei Länder - drei Wahlen: Europa vor Rechtsruck?

Kommentar zu Hollande: Der Gescheiterte

Frankreichs Staatschef François Hollande will nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren. In seinem Lager sorgt das für Erleichterung - aber auch für große …
Kommentar zu Hollande: Der Gescheiterte

Bayerns Staatsanwaltschaft richtet eine Extremismus-Stelle ein

München - Bayerns Staatsanwaltschaft richtet eine Extremismus-Stelle ein – auch um dem überlasteten Generalbundesanwalt zu helfen. 
Bayerns Staatsanwaltschaft richtet eine Extremismus-Stelle ein

Kommentare