+
Um Jahrzehnte zurückgeworfen: Während im Hintergrund zerschossene Autos vor sich hin rosten, transportieren zwei Männer in Donezk ihre Last per Schubkarre. Foto: Alexander Ermochenko

Moskau fordert mit Nachdruck Sonderstatus für die Ostukraine

Moskau (dpa) - Russland hat die Ukraine mit Nachdruck zur sofortigen Umsetzung des Sonderstatus' für das Konfliktgebiet Donbass aufgefordert.

Die besonderen Rechte für die russisch geprägten Regionen Luhansk und Donezk seien im Minsker Friedensplan festgelegt, betonte Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview im russischen Fernsehen. Er warnte Kiew davor, die abtrünnigen Gebiete mit militärischer Gewalt zurückzuerobern. "Die öffentlichen Mitteilungen der ukrainischen Führung säen keinen Optimismus", sagte Lawrow einem am Samstag veröffentlichten Manuskript zufolge.

Der Chefdiplomat kritisierte die jüngsten Erklärungen Kiews zu geplanten Wahlen nach ukrainischen Bedingungen als "Nonsens". Lawrow sagte: "Wenn die Machthaber das in Kiew erreichen wollen, dann will dort wohl auch niemand einen besonderen Status gewähren."

Das ukrainische Parlament hatte die Separatistengebiete als "okkupiert" bezeichnet und einen Sonderstatus erst nach freien Wahlen in Aussicht gestellt. Die Aufständischen und Russland sehen in dem Vorgehen einen Verstoß gegen die Friedensvereinbarungen vom 12. Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

Interview, Manuskript des Außenministeriums

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Gabriel wendet sich auch Paris vom Handelspakt TTIP ab

Paris/Berlin -TTIP-Abgesang nun auch an der Seine: Die französische Regierung sieht keine Chance mehr auf eine rasche Einigung. Das Reizthema dürfte auch bei der …
Nach Gabriel wendet sich auch Paris vom Handelspakt TTIP ab

Sprecher des Islamischen Staates in Nordsyrien getötet

Istanbul - Die IS-Terrormiliz hat in diesem Jahr viele Niederlagen erlitten. Zugleich wurden mehrere ihrer höchsten Anführer getötet. Jetzt kommt der durch …
Sprecher des Islamischen Staates in Nordsyrien getötet

Merkel über Flüchtlingspolitik: "Haben das Problem zu lange ignoriert"

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel gesteht ein Jahr nach der Öffnung der Grenzen Fehler in der Flüchtlingspolitik der Vergangenheit ein. Was die Kanzlerin zu sagen …
Merkel über Flüchtlingspolitik: "Haben das Problem zu lange ignoriert"

Wirtschaftsminister Macron tritt zurück - Präsidentschaftskandidatur?

Paris - Er gilt als smarter Blitzaufsteiger der französischen Politik. Seit Monaten wird in Paris gerätselt, ob Emmanuel Macron nach dem höchsten Amt im Staate greifen …
Wirtschaftsminister Macron tritt zurück - Präsidentschaftskandidatur?

Kommentare