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Sigmar Gabriel.

Ziel von Sanktionen war anders

Russland: Gabriel warnt vor weiteren Sanktionen

Berlin - Vizekanzler Sigmar Gabriel warnt davor, Russland mit den Wirtschaftssanktionen des Westens weiter zu destabilisieren.

Im Zusammenhang mit den Wirtschaftssanktionen gegen Russland hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vor einer Destabilisierung des Landes und den möglichen außenpolitischen Folgen einer Isolation Moskaus gewarnt. "Das Ziel war nie, Russland wirtschaftlich und politisch ins Chaos zu stürzen", sagte der SPD-Parteichef und Vizekanzler der "Bild am Sonntag". Wer dies wolle, provoziere "eine noch viel gefährlichere Lage für uns alle in Europa".

Mit den bislang beschlossenen Sanktionen habe Russland "nur zurück an den Verhandlungstisch" gebracht werden sollen, sagte Gabriel. Manche in Europa und den USA wollten "den alten Supermacht-Rivalen endgültig am Boden sehen". "Das ist nicht das deutsche und das europäische Interesse", fügte Gabriel hinzu.

Eine Isolation Moskaus könne weitreichende Folgen haben, warnte der Vizekanzler. "Wenn Russland als Partner dauerhaft ausfällt, beispielsweise im Irak im Kampf gegen Isis, in Syrien bei den Bemühungen zur Beendigung des Bürgerkriegs, im Iran bei den Verhandlungen über das Atomprogramm, wird die Situation für die ganze Welt brandgefährlich."

Gabriel äußerte zudem den Wunsch, dass der russische Präsident Wladimir Putin an dem nächsten G-7-Treffen teilnehmen könne. "Es wäre für die Welt gut, wir hätten bis dahin im Ukraine-Konflikt so große Fortschritte erzielt, dass sich auch die großen acht Staaten (G-8) der Weltwirtschaft wieder treffen können", sagte Gabriel der "BamS". Russland war wegen der Annexion der Krim im März aus dem G-8-Format ausgeschlossen worden. Der G-7-Gipfel unter deutscher Präsidentschaft wird am 4. und 5. Juni im oberbayerischen Schloss Elmau stattfinden.

AFP/dpa

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