Reaktion auf EU-Sanktionen

Russischer Import-Stop von Rindfleisch ist Rumänien gleich

Moskau - Nach dem Einfuhrverbot polnischer Äpfel darf nun kein rumänisches Rindfleisch mehr nach Russland. Das Verbot trifft die rumänischen Hersteller allerdings gar nicht.

Das von Russland verhängte Importverbot gegen Rindfleisch aus Rumänien trifft das Karpatenland nach eigenen Angaben gar nicht. Dem rumänischen Statistikamt (INS) zufolge exportiert Rumänien ohnehin kein Rindfleisch nach Russland.

Inmitten wachsender Spannungen mit dem Westen hatte Moskau am Mittwoch die Einfuhr von rumänischem Rindfleisch gestoppt und den Schritt mit dem Auftreten der Rinderseuche BSE in dem EU-Land begründet. Moskau wiederholte damit ein bereits Anfang Juli ausgesprochenes Verbot von Rindfleisch-Importen aus Rumänien. Auch Saudi-Arabien hatte mit derselben Begründung die Einfuhr von Rindfleisch aus Rumänien gestoppt.

Nach Angaben der rumänischen Veterinärbehörde ANSVSA hat es tatsächlich einen Fall von BSE in Rumänien gegeben, allerdings einen „atypischen“. Der Erreger sei am 1. Mai dieses Jahres bei einem geschlachteten Rind festgestellt worden. Inzwischen habe aber das EU-Referenzlabor im britischen Weybridge festgestellt, dass dies ein ungefährlicher Sonderfall sei. Es handle sich um eine BSE-Form, die nicht durch Ansteckung, sondern „natürlich und spontan“ bei Rindern vorkomme. Deswegen habe dieser Fall auch keinerlei Konsequenzen für die Rindfleischexporte aus Rumänien in EU-Länder, erklärte ANSVSA.

dpa

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