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Die AfD um Hans-Olaf Henkel (links) und Peter Lucke kann sich ein Bündnis mit der SPD vorstellen.

Nach Wahlerfolg

Sachsen-Wahl: AfD offen für Koalition mit SPD

Dresden - Der Chef der AfD, Bernd Lucke zeigt sich kurz nach der Landtagswahl in Sachsen bereit, mit der SPD über eine Koalition zu verhandeln.

Eineinhalb Wochen vor den Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg hat sich der Chef der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, offen für Koalitionen auch mit der SPD gezeigt. "Wir sind keineswegs der geborene Koalitionspartner der CDU", sagte Lucke am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die AfD könne sich "durchaus auch andere Koalitionen vorstellen - mit der SPD beispielsweise". Seine Partei laufe aber niemandem hinterher, fügte Lucke hinzu, sondern warte ab, ob jemand auf sie zukomme.

Hier können Sie in unserem Wahl-Ticker alles rund um die Landtagswahl in Sachsen nachlesen 

Die AfD hatte bei der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag aus dem Stand fast zehn Prozent geholt. Auch bei den anstehenden Wahlen in Thüringen und Brandenburg kann sie auf gute Ergebnisse hoffen.

Lucke bestritt zudem, dass es parteiinternen Streit um die Russland-Politik gebe. Auch er halte Sanktionen gegen Moskau derzeit für verfrüht, betonte der Parteichef. Es sei dafür, "das Pulver trocken zu halten" für den Fall, dass ein russischer Einmarsch in der Ukraine "wirklich unstreitig" festgestellt werde. Deswegen sei er "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht für Sanktionen.

Parteivize Alexander Gauland, der auch Spitzenkandidat für die Wahl in Brandenburg ist, hatte vor einigen Tagen Lucke in einem Interview mit der rechtsgerichteten Zeitung "Junge Freiheit" attackiert. Gaulands Ärger entzündete sich demnach an der Zustimmung Luckes und weiterer Europaabgeordneter zu einer russlandkritischen Resolution des Europaparlaments.

"Ich halte die Abstimmung für völlig falsch und empfinde sie als sehr unloyal gegenüber der Parteibasis", sagte Gauland dem Blatt. Er verwies auf den Beschluss des AfD-Parteitags in Erfurt, wonach die Partei Sanktionen gegen Russland ablehne. Die EU arbeitet derzeit daran, die bereits seit längerem geltenden Sanktionen gegen Moskau wegen der Eskalation der Lage in der Ukraine zu verschärfen.

AFP

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