Sichern den Tatort: Einsatzkräfte machen sich nach der Schießerei in einer Bar ein Bild von der Situation.
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Sichern den Tatort: Einsatzkräfte machen sich nach der Schießerei in einer Bar ein Bild von der Situation.

Fahndung nach Täter

Schießerei in Tel Aviv fordert zwei Todesopfer

Tel Aviv - Bei einer Schießerei in Tel Aviv werden zwei Menschen getötet und weiter verletzt. Der Täter befindet sich auf der Flucht.

Ein israelischer Araber hat im Zentrum von Tel Aviv das Feuer eröffnet und auf Menschen in einer Bar geschossen. Bei dem Anschlag am Freitag wurden zwei Menschen getötet und mindestens sechs weitere verletzt, wie die Nachrichtenseite ynet berichtete. Andere Medien sprachen von sieben Verletzten. Die Sicherheitskräfte stuften die Tat als Terrorakt ein. Schwerbewaffnete Spezialeinheiten fahndeten am Abend weiter nach dem Täter, wie die Polizei mitteilte.

Bei dem Angreifer soll es sich Medienberichten zufolge um einen 29-jährigen Araber mit israelischer Staatsbürgerschaft handeln. Demnach identifizierte ihn sein Vater anhand von Videoaufnahmen. Auf Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie der Mann eine automatische Waffe aus seinem Rucksack holt und losfeuert. Zeugen sagten laut Nachrichtenseite Times of Israel, er habe rund zehn Schüsse abgegeben.

Bei der jüngsten Gewaltwelle in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten sind seit Anfang Oktober mehr als 20 Israelis und mehr als 140 Palästinenser getötet worden.

"Alles dauerte 20 Minuten"

Die Inhaberin eines benachbarten Friseursalons, Osnat David, sagte, sie habe Schüsse, Schreie und weinende Menschen gehört. "Meine Kunden und ich haben uns in der Vorratskammer versteckt und waren still", sagte die Friseurin am Telefon. "Wir hatten nicht mal Zeit, den Laden zu schließen. Wir haben uns auf den Boden gelegt, damit der Terrorist uns nicht sieht. Das alles dauerte 20 Minuten. Wir haben gezittert, wir haben uns aneinandergeklammert."

Zwei Minuten vor der Tat habe sie noch vor dem Salon eine Zigarette geraucht, fügte David hinzu. "Es ist ein Wunder. Wenn ich draußen geblieben wäre, wäre ich jetzt tot."

AFP/dpa

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