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Alex Salmond.

Nach Referendum

Schottlands Ministerpräsident tritt zurück

Edinburgh - 55,3 Prozent der Wähler stimmten im Schottland-Referendum für den Verbleib des Landes im Vereinigten Königreich. Der schottische Ministerpräsident zog nun seine Konsequenzen.

Nach dem verlorenen Referendum zur Unabhängigkeit hat Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond seinen Rücktritt als Regierungschef und als Parteivorsitzender der SNP angekündigt. Er werde auf dem Parteitag in Perth nicht mehr kandidieren, sagte Salmond am Freitag.

2,0 Millionen Wähler haben am Donnerstag „Nein“ geantwortet auf die Frage, ob Schottland unabhängig werden soll, 1,6 Millionen stimmten mit „Ja“. Die Wahlbeteiligung lag mit 84,6 Prozent letztlich doch nicht ganz so hoch wie erwartet. Die Unabhängigkeitsbewegung konnte im größten Stimmbezirk Glasgow eine Mehrheit von 53,5 Prozent gewonnen, lag aber insgesamt nur in vier von 32 Stimmbezirken vorn.

Ministerpräsident Alex Salmond räumte in einer erster Stellungnahme die Niederlage ein. „Danke Schottland für 1,6 Millionen Stimmen für die Unabhängigkeit Schottlands“, sagte Salmond vor Anhängern. „Wir wissen jetzt, dass es eine Mehrheit für die „No“-Kampagne geben wird. Ich akzeptiere das Urteil des Volkes, dass es zu diesem Zeitpunkt keine Unabhängigkeit geben soll.“

Die Befürworter der Unabhängigkeit um Ministerpräsident Salmond konnten zwar einige ihrer Hochburgen etwa in Dundee und in Schottlands größter Stadt Glasgow halten. Die Wahlbeteiligung dort war aber nicht groß genug, um die Ergebnisse anderer Regionen auszugleichen.

"Jedes Mitglied der Yes-Kampagne ist tief enttäuscht"

„Jedes Mitglied der Yes-Kampagne ist tief enttäuscht. Aber Schottland hat sich für immer verändert“, sagte Sturgeon. Der Regierung in London um Premierminister David Cameron ist es damit gelungen, die Abspaltungstendenzen des ölreichen Schottlands erfolgreich abzuwehren.

Die Meinungsumfragen vor der Abstimmung hatten wochenlang ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen beider Lager vorhergesagt.

Die Gegner der Unabhängigkeit feiern: Mit knapper Mehrheit haben die Schotten mit "No" gestimmt.

Die Schottische Nationalpartei von Ministerpräsident Alex Salmond, die vehement für die Unabhängigkeit eingetreten war, konnte in ihren Hochburgen nach ersten Analysen nicht genügend Wähler mobilisieren. „Gut gemacht, Glasgow, unsere Commonwealth-Stadt, und an die Menschen von Schottland für solch eine unglaubliche Unterstützung“, schrieb Salmond bei Twitter. Große Städte wie die Metropole Glasgow oder Dundee stimmten zwar mehrheitlich für die Abspaltung von Großbritannien. Glasgow, die mit rund 600 000 Einwohnern größte Stadt Schottlands, hatte mit 53 Prozent für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Wahlbeteiligung war aber hier nicht hoch genug, um das Ergebnis aus anderen Regionen umkehren zu können.

Bei einer insgesamt sehr hohen Wahlbeteiligung hatten sich am Donnerstag in Stoßzeiten lange Schlangen vor den Wahllokalen in den 32 Wahlbezirken Schottlands gebildet. Das Thema hatte die Bevölkerung in dem Fünf-Millionen-Einwohner-Land im Norden Englands monatelang elektrisiert.

Insgesamt hatten sich fast 4,3 Millionen Wähler registriert - mehr als jemals zuvor in Schottland. Bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung hatten sich am Donnerstag in Stoßzeiten lange Schlangen vor den mehr als 5500 Wahllokalen in 2608 Einrichten der 32 Wahlbezirke Schottlands gebildet. Das Thema hatte die Bevölkerung in dem Fünf-Millionen-Einwohner-Land im Norden Englands monatelang elektrisiert.

Schottland: Referendum gescheitert, Gegner feiern Sieg

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Großbritannien wird sich nach dem Referendum in Schottland dennoch verändern. Premierminister Cameron hatte dem ohnehin bereits teilautonomen Schottland weitere Befugnisse versprochen. Gleichzeitig wurden Rufe vor allem aus englischen Regionen laut, ebenfalls mehr föderale Macht zugesprochen zu bekommen.

Premier Cameron gratulierte dem Anführer der schottischen Unabhängigkeitsgegner, Alistair Darling. „Ich habe mit Alistair Darling gesprochen - und ihm zu einem gut geführten Wahlkampf gratuliert“, schrieb Cameron via Twitter. Der Premierminister hatte den Labour-Politiker Darling mit dem Wahlkampf in Schottland beauftragt, weil seine eigene Konservative Partei im sozialdemokratisch geprägten Norden keine Wählerbasis hat.

dpa

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