Ukraine

Separatisten schießen erneut Militärmaschinen ab

Lugansk/Kiew - Prorussische Separatisten haben in der umkämpften Ostukraine nach eigener Darstellung erneut drei Militärmaschinen abgeschossen.

Der ukrainische Sicherheitsrat in Kiew bestätigte am Mittwochabend zunächst nur den Abschuss eines Kampfjets vom Typ Suchoi Su-25. Das Schicksal des Piloten sei unklar. Die Aufständischen in der nicht anerkannten Volksrepublik Lugansk sprachen zudem von Abschuss zweier Militärhubschrauber vom Typ Mi-24.

Die prorussischen Kräfte schießen seit Wochen auf die Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe. Die prowestliche Regierung in Kiew wirft den Separatisten vor, auch eine malaysische Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord Mitte Juni im Konfliktgebiet abgeschossen zu haben. Eine Expertenkommission untersucht den Absturz der Boeing.

In der Kampfzone warten Zehntausende Menschen noch immer auf humanitäre Hilfe. Mehrere Lastwagen eines russischen Konvois trafen am Abend am Grenzpunkt Donezk auf dem Gelände des ukrainischen Zolls ein. Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat in Kiew sagte, dass für die Einfuhr der Hilfsgüter noch immer Papiere fehlten. Er schloss einen Grenzübertritt der Lastwagen für diesen Donnerstag nicht aus. Die 280 Lastwagen mit mehr als 2000 Tonnen Fracht warten seit Tagen auf die Einreise.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump schimpft über Mikro und Moderator

München - Das erste TV-Duell der Spitzenkandidaten ist vorbei. Viele sehen Hillary Clinton als Gewinner der Debatte, so auch Grünen-Chef Cem Özdemir. Alle News finden …
Trump schimpft über Mikro und Moderator

Schulz und Juncker sehen noch kein Ende der EU-Krise

Sie sind vielleicht die profiliertesten Brüsseler Köpfe: Die EU-Veteranen Martin Schulz und Jean-Claude Juncker. Bei der Europawahl waren sie Rivalen, jetzt scheinen sie …
Schulz und Juncker sehen noch kein Ende der EU-Krise

Bericht: Türkei sagt Treffen mit deutschem Geheimdienst ab

Berlin - Die Türkei hat einem Bericht zufolge ein für diese Woche geplantes Treffen des Bundeskriminalamts mit dem türkischen Nachrichtendienst MIT kurzfristig abgesagt.
Bericht: Türkei sagt Treffen mit deutschem Geheimdienst ab

Neue Vorschläge für Strom-Autobahnen durch Bayern

Erdkabel statt „Monstertrassen“ - mit dieser Formel will die Politik auf Druck der CSU und Bayerns die Blockade beim dringend nötigen Ausbau der Stromnetze auflösen.
Neue Vorschläge für Strom-Autobahnen durch Bayern

Kommentare