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Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger hat zu einer politischen Lösung im Syrienkonflikt aufgerufen.

Besonders Russland muss vermitteln

Siko-Vorsitzender wirbt für politische Lösung in Syrien

Moskau - Vor einer Syrien-Konferenz hat der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, die Konfliktparteien zu einer politischen Lösung aufgerufen.

Die internationalen Vermittler, darunter Russland, müssten alle Hebel in Bewegung setzen, damit Regierung und Opposition in Syrien klar werde, dass sie ihre politischen Ziele nicht militärisch lösen könnten, sagte Ischinger der russischen Zeitung „Kommersant“ (Mittwoch). „Nur so können wir eine Waffenruhe, ein Ende des Bürgerkrieges und politische Reformen erreichen“, betonte er.

Für diesen Donnerstag sind Syrien-Gespräche in München geplant. Erwartet werden die Außenminister aus mehr als einem Dutzend Staaten, darunter Syriens wichtigste Verbündete, Russland und Iran.

Ischinger bekräftigte die Hoffnung, dass die Sicherheitskonferenz (12.-14. Februar) einen Beitrag zu mehr Stabilität leisten werde. Das Treffen, zu dem auch der russische Regierungschef Dmitri Medwedew und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erwartet werden, könne auch ein Gesprächsforum im Ukraine-Konflikt bieten, sagte er.

Überdies sei es eine gute Gelegenheit für einen Dialog zwischen Russland und Deutschland. Die Beziehungen seien derzeit nicht im besten Zustand, meinte Ischinger.

dpa

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