+
Im Februar traf sich der Untersuchungsausschuss bereits und begutachtete den "Tatort".

Mehr als 1000 Anzeigen

Silvester in Köln: Untersuchungsausschuss beginnt Vernehmung

Düsseldorf - Der Untersuchungsausschuss "Silvesternacht" des nordrhein-westfälischen Landtags beginnt mit Zeugenvernehmungen. Geladen ist auch die ehemalige Pressesprecherin der Polizei Köln.

Der Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags zu den Verbrechen in der Kölner Silvesternacht hat am Montag mit der Vernehmung des ersten Zeugen begonnen. Das Gremium befragt im nordrhein-westfälischen Landtag einen Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamts zur Einsatzplanung am Silvesterabend. In der Nacht zum Neujahrstag hatten offenbar überwiegend aus Nordafrika stammende Täter am Kölner Hauptbahnhof hunderte sexuelle Übergriffe und Diebstahlsdelikte begangen.

Als weitere Zeugin wollen die Mitglieder des Untersuchungsausschusses am Donnerstag die frühere Chefin der Kölner Polizeipressestelle befragen. Dabei dürfte es vor allem um eine Pressemitteilung gehen, die das Kölner Polizeipräsidium am Neujahrsmorgen um kurz vor 9.00 Uhr herausgegeben hatte.

Unter der Überschrift "Die Polizei Köln zieht Bilanz" heißt es darin unter anderem, die Einsatzlage am Hauptbahnhof sei insgesamt "entspannt" gewesen - "auch weil die Polizei sich an neuralgischen Orten gut aufgestellt und präsent zeigte".

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss soll vor allem die zentrale Frage klären, warum die Polizei die Opfer in der Silvesternacht nicht schützen konnte und ob es Defizite im Zusammenwirken von Landes- und Bundespolizei gab. Besondere Bedeutung wird dabei den Vernehmungen der Einsatzleiter von Landes- und Bundespolizei beigemessen, die am 18. März vor dem Düsseldorfer U-Ausschuss aussagen sollen.

Wegen der massenhaften Übergriffe und Raubstraftaten liegen laut Kölner Staatsanwaltschaft unterdessen weit mehr als 1000 Anzeigen vor. Die Kölner Vorfälle hatten eine bundesweite Debatte über ein mögliches Versagen der staatlichen Behörden in der Silvesternacht und über die künftige Flüchtlingspolitik ausgelöst.

AFP/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So reagiert Sigmar Gabriel auf den Hype um Martin Schulz

Berlin - Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat in der Debatte über die Kanzlerkandidatur seiner Partei zurückhaltend auf die guten Umfragewerte von …
So reagiert Sigmar Gabriel auf den Hype um Martin Schulz

Zahl der Islamisten in Gefängnissen nimmt deutlich zu

Berlin (dpa) - Wegen der häufiger gewordenen Festnahmen von Islamisten in Deutschland nimmt ihre Zahl auch in den Gefängnissen zu. Nach Recherchen der "Rheinischen Post" …
Zahl der Islamisten in Gefängnissen nimmt deutlich zu

Trump-Forderung sorgt für heftige Kritik

New York - Donald Trumps Team sorgt mit einer Forderung ans Energieministerium für heftige Kritik. Zudem hat der künftige US-Präsident eine weitere wichtige …
Trump-Forderung sorgt für heftige Kritik

Regierungskrise in Italien kurz vor einer Lösung?

Rom - Die Suche nach einer neuen Regierung in Italien könnte in absehbarer Zeit erledigt sein. Die Konsultationen von Präsident Mattarella gehen in die vorerst letzte, …
Regierungskrise in Italien kurz vor einer Lösung?

Kommentare