+
Gabriela Zapata Montano (re.), die Ex-Freundin von Boliviens Staatschef Morales wurde wegen des Verdachts der Korruption verhaftet.

Vorwürfe wegen Korruption und Vetternwirtschaft

Skandal um Ex-Freundin von Boliviens Staatschef Morales

La Paz - Es geht um mögliche Vetternwirtschaft und ein Kind: Bolivien wird von einem Skandal um eine frühere Geliebte von Staatschef Evo Morales erschüttert.

Gabriela Zapata, 2006 und 2007 mit Morales liiert, war am Wochenende wegen des Vorwurfs der unrechtmäßigen Bereicherung und Vetternwirtschaft verhaftet worden. Am Dienstag ließ Morales mitteilen, er werde juristisch dafür kämpfen, ein gemeinsames Kind mit Zapata kennenzulernen. Sie habe ihm damals gesagt, das Kind sei bald nach der Geburt gestorben. Eine Verwandte hatte vor kurzem dann aber behauptet, das Kind lebe.

Zapata soll ab 2013 als Managerin der bolivianischen Filiale des chinesischen Konzerns CAMC Staatsaufträge ohne öffentliche Ausschreibung über insgesamt 566 Millionen Dollar erhalten haben. Morales bestreitet, hiervon etwas gewusst zu haben.

Zapata habe aber zeitweise in einem Büro der Präsidentschaft Gespräche mit verschiedenen Unternehmern geführt, räumte Vizepräsident Álvaro García Linera ein. Es habe jedoch keine von der Regierung unterstützte Vetternwirtschaft gegeben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Anschlag in Kirche: Zweiter Terrorist identifiziert

Paris - Zwei Tage nach dem islamistischen Mord an einem Priester ist die Identität des zweiten Täters geklärt. Er soll bereits im Visier der Anti-Terror-Behörden …
Anschlag in Kirche: Zweiter Terrorist identifiziert

Erhöhung der Renten in Ostdeutschland: Schäuble will nicht zahlen

Berlin -Bis 2020 sollen die Renten in Ostdeutschland an das Niveau im Westen angeglichen werden. Doch wer soll das bezahlen? Der Bund jedenfalls nicht, teilte …
Erhöhung der Renten in Ostdeutschland: Schäuble will nicht zahlen

Herrmann: Ansbach-Bomber bekam Anweisung aus dem Nahen Osten

Ansbach/Gmund - Wie am Mittwoch bekannt wurde, stand der Selbstmordattentäter bis kurz vor der Tat in Kontakt mit einem Unbekannten. Die Ermittler lokalisierten den …
Herrmann: Ansbach-Bomber bekam Anweisung aus dem Nahen Osten

Großrazzia in Hildesheim: Moschee soll zum Dschihad aufrufen

Hildesheim - In einem Großeinsatz hat die Polizei einen Moscheeverein in Hildesheim durchsucht. Er soll Muslime radikalisieren und zum Dschihad motivieren.
Großrazzia in Hildesheim: Moschee soll zum Dschihad aufrufen

Kommentare