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In Ottawa wurde ein Soldat niedergeschossen. Auch im Parlament sollen Schüsse gefallen sein.

Terror-Alarm +++ Mehrere Angreifer +++ 

Schießerei im Parlament in Ottawa - Soldat tot

Ottawa - Erst werden Soldaten angegriffen, dann das Parlament. Kanada wird erneut von Gewalt erschüttert. Die Hintergründe sind zunächst rätselhaft. Alle Entwicklungen im News-Ticker zum Nachlesen.

+++ Nach dem Angriff auf das Regierungsviertel in Ottawa hat die Polizei alle Kanadier zur Wachsamkeit aufgerufen. „Bitte achten Sie auf verdächtige Vorgänge und melden Sie sie der örtlichen Polizei“, sagte Gilles Michaud von der Royal Canadian Mounted Police am Mittwoch in Ottawa. Zugleich versicherte er den Kanadiern, dass sie sicher seien. „Das sind die Situationen, für die wir Polizisten ausgebildet wurden. Wir werden alles tun, um Ihre Sicherheit zu garantieren.“ Noch könnten viele Fragen nicht beantwortet werden. „Aber ich verspreche Ihnen diese Antworten, sobald wir sie haben.“

+++ Bei dem Angriff mit Schusswaffen auf das Regierungsviertel im kanadischen Ottawa ist ein Täter getötet worden. Die Polizei bestätigte vier Stunden nach der Attacke, dass ein Schütze tot sei. Unklar blieb, ob er Komplizen hatte.

+++ Die nordamerikanische Eishockey-Liga NHL hat das für Mittwochabend (Ortszeit) angesetzte Spiel zwischen den Ottawa Senators und den Toronto Maple Leafs verschoben. Die Liga reagierte damit auf die Schießereien im Regierungsviertel von Kanadas Hauptstadt.

+++ Der bei dem Angriff auf das Regierungsviertel im kanadischen Ottawa getötete Soldat war ein Reservist. Der Mann stamme aus Hamilton bei Toronto, 500 Kilometer westlich von Ottawa, wie der Sender CBC am Mittwoch meldete.

+++ Abgeordnete der CSU haben den bewaffneten Angriff auf das kanadische Parlament am Mittwoch vor Ort miterlebt. Zum Zeitpunkt der Attacke in Ottawa habe die Delegation gerade ihr Hotel neben dem Parlamentsgebäude verlassen, sagte Richard Teltschik von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. "Es kamen aus allen Straßen fast parallel Polizeiautos gefahren."

+++ Der bei einem Angriff in der kanadischen Hauptstadt Ottawa niedergeschossene Soldat ist tot. Das teilte der kanadische Arbeitsminister Jason Kenney am Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

+++ Hinter den mindestens drei Schießereien in der kanadischen Hauptstadt Ottawa stecken nach Angaben des Bürgermeisters Jim Watson möglicherweise mehrere Angreifer.  Sicherheitsbehörden und Polizei verfolgten derzeit „den oder die Kriminellen, die diese bösartige und unvertretbare Attacke verübt haben“, teilte Watson per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er sei „schockiert und traurig“ wegen der Ereignisse. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten.“

+++ Nach den Schüssen im kanadischen Parlament ist ein Angreifer nach Medienberichten getötet worden. Das berichteten mehrere kanadische Medien am Mittwoch aus Ottawa unter Berufung auf Quellen innerhalb der Polizei. Offiziell wollte die Polizei das nicht bestätigen. Es gebe aber drei unterschiedliche Tatorte: Das Parlamentsgebäude, ein nahes Weltkriegsdenkmal und ein Einkaufszentrum, in dem auch Schüsse gefallen waren.

+++ Nach dem Angriff auf das kanadische Parlament hat sich einer der Täter nach Angaben der Polizei wahrscheinlich auf dem Dach des Gebäudes in Ottawa verschanzt. Ein Schütze sei "wahrscheinlich auf dem Dach", sagte ein Polizist. Die Polizei suche nach bis zu drei Angreifern. Der Fernsehsender CBC meldete, mindestens einer der Angreifer sei bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden.

Angriff auf das Parlamentsgebäude in Ottawa

Ein Mann hatte das Parlament in Kanadas Hauptstadt Ottawa mit einem Gewehr angegriffen. Es kam zu einer Schießerei mit Sicherheitskräften. Zuvor war nur wenige Meter vom Regierungssitz entfernt ein Soldat am Weltkriegsdenkmal niedergeschossen worden.

Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Erst am Montag hatte ein mutmaßlicher Islamist zwei kanadische Soldaten mit dem Auto überfahren. Ein Soldat starb, der Täter wurde nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen.

Von der Schießerei kurisiert bereits ein Video auf Youtube!

Premierminister Stephen Harper war während der Schießerei am Mittwoch im Parlamentsgebäude. Er wurde in Sicherheit gebracht. Einige Parlamentarier twitterten, dass während der Sitzung etwa 30 Schüsse zu hören gewesen seien. Sie seien sicher, aber in Angst, hieß es in mehreren Nachrichten.

Die ersten Schüsse fielen laut Polizei um 9.52 Uhr Ortszeit (15.52 deutscher Zeit) am Denkmal. Passanten versuchten, den getroffenen Soldaten mit Erster Hilfe zu retten. Sein Zustand war zunächst unklar.

Medien zufolge berichteten Zeugen, ein langhaariger Mann habe mehrere Schüsse abgefeuert und sei dann mit einem Gewehr zum Parlamentsgebäude gegangen. Am Eingang soll er mit dem Gewehr mehrfach in das Gebäude geschossen haben. Anfangs hieß es, auch im Gebäude selbst seien Schüsse gefallen.

Parlament abgeriegelt

Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und forderte alle Passanten auf, sich vom Parlamentshügel fernzuhalten. Das Gebäude selbst wurde abgeriegelt; niemand kam hinein oder heraus. Das Gebiet in einem Park unmittelbar am Fluss Ottawa ist sonst frei zugänglich, Tausende Touristen lassen sich jeden Tag mit den Wachen fotografieren.

Die Polizei gab zunächst keine Details zu den Ermittlungen bekannt. Alle Wachen schlossen ihren Besucherverkehr. Die Polizei forderte alle in der Innenstadt von Ottawa auf, sich nicht am Fenster zu zeigen oder auf Dächer zu gehen.

Angriff mit Gewehr auf Parlament in Kanada

Angriff mit Gewehr auf Parlament in Kanada

Das Denkmal für die Kriegstoten ist unmittelbar am Parlamentspark, nur durch eine Straße getrennt. Die Ehrenwache ist zwar bewaffnet, die Sturmgewehre dienen aber rein repräsentativen Zwecken. Unklar war, ob sie normalerweise überhaupt geladen sind. Das Denkmal wurde 1939 für die Toten des Ersten Weltkrieges eingeweiht und dient inzwischen auch dem Gedenken der Opfer anderer Kriege.

Weitere Schießerei in Einkaufszentrum in Ottawa

Die Polizei hat eine weitere Schießerei in der kanadischen Hauptstadt Ottawa bestätigt. Auch in einem Einkaufszentrum in der Innenstadt nahe dem Parlamentsgebäude seien Schüsse gefallen, berichteten kanadische Medien unter Berufung auf Polizeiangaben. Das Einkaufszentrum sei evakuiert worden, teilten die Betreiber per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zuvor hatte ein Mann mit einem Gewehr das Parlament angegriffen. Wenige Meter vom Regierungssitz entfernt war ein Soldat am Weltkriegsdenkmal niedergeschossen worden.

dpa/afp

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