Idomeni an der griechischen Grenze, Foto vom Dienstag.
+
Idomeni an der griechischen Grenze. Aufnahme vom Dienstag.

Flüchtlingskrise

Spannungen im Elendslager von Idomeni

Athen/Idomeni - Laut einem Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) tun die Menschen sich selbst aus lauter Verzweiflung Schlechtes an. 

Im Flüchtlingslager von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze ist es am Dienstagabend zu Spannungen gekommen: Aufgebrachte Migranten und Flüchtlinge weigerten sich, das Abendessen zu sich zu nehmen und hinderten andere Menschen daran, es sich zu holen. „Wenn wir hier nicht weg kommen, dann wollen wir hier alle sterben“, sagten sie Reportern vor Ort.

„Die Menschen hier tun sich aus lauter Verzweiflung selbst Schlechtes an“, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Babar Baloch, aus Idomeni. Aus Protest gegen die Schließung der Balkanroute hatte sich am Dienstagnachmittag ein Mann im Flüchtlingslager von Idomeni mit Benzin begossen und selbst angezündet. „Der Mann ist außer Lebensgefahr“, sagte Baloch.

In Idomeni harren nach jüngsten Schätzungen des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise gut 13 000 Menschen aus. Sie weigern sich, in andere, besser ausgestattete Lager zu gehen und fordern immer wieder lautstark die Öffnung der Grenze zu Mazedonien.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Clinton bedankt sich per Videobotschaft - warum eigentlich?

Philadelphia - Am Mittwoch hat Hillary Clinton Geschichte geschrieben. Sie wird als erste Frau eine Kandidatin für das Präsidentenamt im Weißen Haus. Doch die Dame der …
Clinton bedankt sich per Videobotschaft - warum eigentlich?

Nach Bluttaten: CSU fordert schärferen Umgang mit Flüchtlingen

Gmund – Nach den Bluttaten in Bayern verschärft die CSU nicht nur ihre Wortwahl. Auch die Gesetze will sie ändern.
Nach Bluttaten: CSU fordert schärferen Umgang mit Flüchtlingen

Sicherheit für alle? Fünf wichtige Fragen und Antworten

München - Nach den Anschlägen bei Würzburg und in Ansbach sowie dem Amoklauf von München wird das Sicherheitskonzept unter die Lupe genommen. Was könnten die Folgen …
Sicherheit für alle? Fünf wichtige Fragen und Antworten

Terror in Echtzeit: Die Angst nimmt zu

München - Jeder muss sich selbst beruhigen - zum Beispiel mit der banalen Erkenntnis, dass deutlich mehr Verkehrs- als Terroropfer zu beklagen sind. Noch mehr hilft zu …
Terror in Echtzeit: Die Angst nimmt zu

Kommentare