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Merkel und Obama beim G7-Gipfel. Beide hatten jetzt offenbar ein Telefongespräch über eine Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes.

Über 2016 hinaus

Spiegel: Merkel will Bundeswehr länger in Afghanistan lassen

Berlin - Wenn auch die Amerikaner ihren Einsatz in Afghanistan verlängern, dann soll auch die Bundeswehr länger dort bleiben. Das habe Merkel US-Präsident Obama erklärt, so der "Spiegel".

Offenbar ist die Entscheidung über einen längeren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gefallen. Deutsche Soldaten sollen länger in dem Land bleiben, wenn auch die USA sich dazu verpflichten, berichtet der "Spiegel". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe bereits mit US-Präsident Barack Obama über das Thema gesprochen, hieß es weiter. Merkel befürchte, dass die afghanischen Sicherheitskräfte nicht in der Lage sein werden, die Taliban in wichtigen Teilen des Landes aufzuhalten.

Auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte angesichts der Ereignisse in Kundus betont, der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan müsse von der Sicherheitslage vor Ort abhängig gemacht werden. Sie sprach sich dagegen aus, "am starren Muster" eines Rückzugs festzuhalten. Erfahrungen aus der Region hätten gezeigt, "dass es wichtig ist, nicht zu früh ein Land gerade bei der Herstellung der Sicherheit sich selbst zu überlassen, das noch fragil ist".

Gegenoffensive gegen die Taliban

Afghanische Soldaten bei der Rückeroberung von Kundus.

Hunderte Talibankämpfer hatten am Montag die Stadt Kundus überrannt, ohne auf nennenswerte Gegenwehr zu stoßen. Am folgenden Tag startete die Armee eine Gegenoffensive. Am Mittwoch bekam sie Unterstützung durch die Nato. Spezialkräfte trafen nach Angaben des westlichen Militärbündnisses in Kundus ein, um die Regierungstruppen zu beraten. Sondereinheiten der afghanischen Armee sind am Donnerstag bis ins Zentrum von Kundus vorgestoßen und haben mit der Vertreibung der Taliban aus der nördlichen Provinzhauptstadt begonnen.

dpa/AFP

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