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Ende 2014 empfing Gauck den chinesischen Ministerpräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin. 

Er trifft auch Studenten und Künstler

Staatsbesuch in kritischer Zeit: Gauck in China 

Berlin - Diesmal geht es nicht in erster Linie um die Wirtschaft. Bundespräsident Joachim Gauck trifft in China auch Künstler, Studenten und kritische Intellektuelle. Menschenrechte und Umweltprobleme sind Thema.

Bundespräsident Joachim Gauck ist zu einem Staatsbesuch in China eingetroffen. In der Hauptstadt Peking trifft er am Montag mit Staatspräsident Xi Jinping, Ministerpräsident Li Keqiang sowie weiteren Repräsentanten von Staat und Regierung zusammen.

Aber auch Gespräche mit Künstlern und Intellektuellen, Studenten, Vertretern von Religionsgemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind geplant. Es ist das erste Mal, dass Gauck die Volksrepublik besucht. Er wird von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet.

Neben der Weiterentwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen will Joachim Gauck bei dem Besuch auch Defizite bei Bürgerrechten und im Umweltschutz ansprechen, hieß es aus dem Präsidialamt. Auch das umstrittene NGO-Gesetz, mit dem die kommunistische Regierung die Tätigkeiten ausländischer Organisation und Stiftungen stärker kontrollieren will, dürfte Thema der Gespräche sein. Experten des Merics-Instituts kritisieren eine "neue innenpolitische Härte" des Regimes in Peking.

Gauck wird unter anderem von der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Bärbel Kofler, begleitet. "Es ist ein Besuch in spannender Zeit", hieß es aus der Umgebung des Bundespräsidenten. Auch internationale Konflikte und die Ansprüche Pekings auf Inselgruppen im Chinesischen Meer dürften zur Sprache kommen.

Gemeinsam mit Präsident Xi wird Gauck das "Deutsch-Chinesische Jahr für Schüler- und Jugendaustausch 2016" eröffnen. In der Hauptstadt Peking besucht Gauck die zentrale Parteischule. In Shanghai spricht er vor Studenten der Tongji-Universität. In Xi'an trifft er Vertreter christlicher und muslimischer Religionsgruppen. Menschenrechtler riefen Gauck dazu auf, sich auch für Glaubensfreiheit und verfolgte Minderheiten einzusetzen.

dpa

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