+

Gespräche in Tunis

Steht Bundeswehr-Einsatz in Tunesien bevor?

Tunis - Die Bundeswehr steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einem möglichen neuen Auslandseinsatz.

Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, reisen am kommenden Donnerstag und Freitag Vertreter des Verteidigungsministeriums und des Auswärtigen Amtes nach Tunis. In Gesprächen mit tunesischen Regierungsvertretern soll demnach ausgelotet werden, wie Bundeswehrsoldaten tunesische Sicherheitskräfte ausbilden können.

In einem zweiten Schritt könnten die Ausbildungslager auf tunesischem Boden auch für das Traning libyscher Sicherheitskräfte genutzt werden, heißt es in dem Bericht weiter. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte der "BamS": "Der ISIS-Terror bedroht ganz Nordafrika." Daher sei es wichtig, "um Demokratie ringende Länder wie Tunesien nach Kräften zu stützen".

Sollte Deutschland künftig dort mit anderen Partnern ein Ausbildungscamp für tunesische Sicherheitskräfte betreiben, wäre das ein Stabilitätsgewinn für die gesamte Region, wird von der Leyen weiter zitiert. "Und wenn sich eines Tages im direkten Nachbarland Libyen eine Einheitsregierung bildet, könnten deren Sicherheitskräfte auch von etablierten Ausbildungskapazitäten in Tunesien profitieren", sagte die Ministerin weiter.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer distanziert sich von Merkels "Wir schaffen das"

Nach den Bluttaten in Bayern greift der Ministerpräsident die Kanzlerin für die Wiederholung ihres inzwischen berühmten Satzes zur Flüchtlingskrise an. Er wolle die …
Seehofer distanziert sich von Merkels "Wir schaffen das"

Belgische Polizei nimmt Terror-Verdächtige fest

Auch Belgien scheint weiter im Visier von Terroristen zu stehen. In Deutschlands Nachbarland gilt derzeit die zweithöchste Terror-Alarmstufe. Fahnder nehmen jetzt zwei …
Belgische Polizei nimmt Terror-Verdächtige fest

Seehofer distanziert sich von Merkels „Wir schaffen das“

Gmund - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich deutlich von der Haltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise distanziert.
Seehofer distanziert sich von Merkels „Wir schaffen das“

Erdogan nimmt Beleidigungs-Klagen im Ausland nicht zurück

Ankara - Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei sinnt Präsident Erdogan offenbar auf Rache und ist bereit, die Todesstrafe wieder einzuführen. Auch Deutschland soll …
Erdogan nimmt Beleidigungs-Klagen im Ausland nicht zurück

Kommentare