Neues Gerät für den Kampf gegen russische Separatisten im Osten der Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko
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Neues Gerät für den Kampf gegen russische Separatisten im Osten der Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko

Ukraine bewaffnet Zehntausende Soldaten

Kiew/Donezk (dpa) - Ungeachtet von Friedensbemühungen im blutigen Ukraine-Konflikt sollen ab kommendem Dienstag bei einer umstrittenen Teilmobilmachung 50 000 Ukrainer zusätzlich bewaffnet werden.

Das Parlament in Kiew stimmte in letzter Instanz den Plänen zu, die Präsident Petro Poroschenko zuvor unterzeichnet hatte. In zwei weiteren Wellen sollen von April und Juni an erneut mehr als 50 000 Soldaten im Kampf gegen prorussische Separatisten eingezogen werden.

Die Aufrüstung der Armee läuft den internationalen Friedensbemühungen für die Ostukraine zuwider. Ein geplanter Krisengipfel zwischen Deutschland, Russland, der Ukraine und Frankreich war diese Woche geplatzt. Ob es zu einem für diesen Freitag angedachten Treffen der Kontaktgruppe in Minsk kommt, ist offen. Das weißrussische Außenministerium teilte mit, es habe keine Bestätigung der Teilnehmer erhalten.

Zur Kontaktgruppe gehören neben der Ukraine und den Separatisten auch Russland und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Ein Schlüssel für neue Gespräche ist der Abzug der ukrainischen Soldaten vom seit Monaten umkämpften Flughafen der Großstadt Donezk. Eine Anweisung für einen Rückzug gab es nach Angaben aus Kiew bislang nicht. Militär und Separatisten nahmen sich erneut unter Beschuss.

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