+
Ilse Aigner will das Kreuz in ihrem Ministerium nicht abhängen.

Religion in der Politik

Streit um Kruzifix in Aigners Ministerium

Saarbrücken - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat offenbar wegen eines Kruzifixes in ihrem Ministerium erheblichen Ärger. Die Linksfraktion fordert, dass das Kreuz entfernen solle.

Wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag) berichtet, fordert die Linksfraktion die CSU-Politikerin auf, das Holzkreuz im Besucherraum des Ministeriums wieder abzuhängen. „Ministerien sind weder Gottes- noch Parteihäuser“, sagte der Abgeordnete Ilja Seifert der Zeitung.

Hintergrund ist eine Beschwerde aus den Reihen einer Besuchergruppe der hessischen Grünen. „Mit Verwunderung“ habe man festgestellt, das in dem öffentlichen Raum ein „den christlichen Glauben symbolisierendes Kreuz aufgehängt war“. Das widerspreche der klaren Trennung von Staat und Kirche, so zwei Teilnehmerinnen in einem Brief an die Ministerin. Sie solle deshalb dafür sorgen, „dass das Kreuz aus dem Raum entfernt wird“.

Wie die Zeitung weiter berichtet, lehnt Aigner dies ab. Die Ministerin verweise auf eine Einschätzung des Innenministeriums, wonach das Kreuz die Religionsfreiheit nicht beeinträchtige. Seifert kündigte an, den Vorgang in den Bundestag einbringen zu wollen. Aus der Grünen-Bundestagsfraktion hieß es, Aigner müsse die „religiöse Neutralität des Staates“ akzeptieren.

kna

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Achtklässlerin seit Jahren mit Nikab in der Schule

Belm - Eine Achtklässlerin in Niedersachsen erscheint bereits seit drei Jahren vollverschleiert zum Unterricht. Die Schule meldete das aber erst jetzt. Nun soll das …
Achtklässlerin seit Jahren mit Nikab in der Schule

BKA plant Bundestrojaner fürs Handy

Berlin - Das Bundeskriminalamt (BKA) will einem Medienbericht zufolge künftig Smartphones und Tablets von Verdächtigen überwachen können.
BKA plant Bundestrojaner fürs Handy

CDU nahm unzulässige Spenden von Ex-Agent Mauss an

Mainz - Die CDU hat über eine Anwaltskanzlei Spenden von dritter Seite erhalten, mehrere zehntausend Euro. Zumindest über den Spender gibt es nun mehr Klarheit.
CDU nahm unzulässige Spenden von Ex-Agent Mauss an

AfD-Chef Holm soll gegen Landeswahlrecht verstoßen haben

Berlin/Schwerin - Dem Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, droht der Verlust seines Parlamentsmandats.
AfD-Chef Holm soll gegen Landeswahlrecht verstoßen haben

Kommentare