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Sollen die Lage im Südsudan wieder stabilisieren: UN-Soldaten sind im Land stationiert.

154 Menschen außer Landes gebracht

Südsudan: Evakuierung Deutscher erfolgreich beendet

Juba - Die deutschen Staatsbürger sind wie geplant erfolgreich aus dem Südsudan ausgeflogen worden. Auch verletzte Soldaten wurden so gerettet.

Nach den heftigen Kämpfen im Südsudan hat die Bundeswehr dort lebende Deutsche und Bürger anderer Staaten ausgeflogen. Die 32 Bundesbürger und 122 anderen Ausländer wurden am Mittwoch mit Transall-Maschinen vom Flughafen der Hauptstadt Juba ins Nachbarland Uganda gebracht, wie die Bundeswehr mitteilte. Gegen mögliche Raketenangriffe sind die Militärtransporter besonders geschützt.

Die meisten Deutschen, die zuletzt noch in dem ostafrikanischen Krisenstaat ausharrten, waren Diplomaten und Entwicklungshelfer. Die Mitarbeiter der Botschaft wurden nach Angaben des Auswärtigen Amts mit dem letzten der insgesamt vier Flüge außer Landes gebracht. Die Botschaft wurde vorübergehend geschlossen.

Zusammen mit den Deutschen brachten die Bundeswehr-Flieger Bürger aus 31 anderen Staaten in Sicherheit. Darunter waren drei verletzte chinesische Soldaten der UN-Friedensmission im Südsudan (UNMISS) und ein äthiopischer UN-Soldat. An Bord der Maschinen war auch ein Krisenunterstützungsteam mit Bundeswehr-Ärzten und Sanitätern sowie Mitarbeitern des Auswärtigen Amts, das die Ausreise am Flughafen unterstützte und die Passagiere auf dem Flug betreute.

Heftige Kämpfe seit Freitag - Lage etwas beruhigt

Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit der jüngsten Nation der Welt waren am Freitag heftige Kämpfe zwischen regulären Streitkräften und ehemaligen Rebellen ausgebrochen. Dabei wurden nach Regierungsangaben in Juba mindestens 270 Menschen getötet. Nach Anordnung einer Waffenruhe durch Präsident Salva Kiir hat sich die Lage inzwischen einigermaßen beruhigt.

Die Evakuierung wurde bereits seit mehreren Tagen von einem Krisenstab im Auswärtigen Amt vorbereitet. Internationale Fluggesellschaften hatten ihre Flüge nach Juba schon am Sonntag eingestellt.

15 Militärbeobachter sollen im Land bleiben

Die insgesamt 15 deutschen Militärbeobachter im Südsudan sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Land bleiben. Sieben Bundeswehr-Beobachter sind in der Hauptstadt Juba, acht sind über den Rest des Landes verteilt.

Nach offiziellen Angaben wird die Waffenruhe weitgehend respektiert. In Juba waren Läden und Märkte wieder geöffnet. Die Menschen wagten sich nach tagelangen Gefechten wieder auf die Straße. Präsident Kiir forderte Ex-Rebellenführer und Vizepräsident Riek Machar unterdessen zu Gesprächen auf. Machar hatte sich zunächst nicht zu der Waffenruhe geäußert.

Mindestens 36 000 Menschen wurden nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) durch die jüngsten Kämpfe in die Flucht getrieben. Das ostafrikanische Land war Ende 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Seither haben Zehntausende Menschen ihr Leben verloren, rund 2,5 Millionen weitere sind nach UN-Angaben auf der Flucht.

dpa

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