Unterstützer des oppositionellen Hohen Verhandlungskomitees demonstrieren in Genf. Foto: Salvatore Di Nolfi/Archiv
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Unterstützer des oppositionellen Hohen Verhandlungskomitees demonstrieren in Genf.

Waffenruhe ziemlich stabil

Syrische Opposition bei Genfer Gesprächen dabei

Damaskus - Die Waffenruhe in Syrien ist bislang überraschenderweise recht stabil - für die Opposition nach anfänglichen Zweifeln Grund genug, wieder an den Verhandlungstisch in Genf zurückzukehren.

Das größte Oppositionsbündnis im syrischen Bürgerkrieg will an der Fortsetzung der Friedensgespräche teilnehmen. Man werde zwischen Freitag und Sonntag nach Genf reisen, bestätigte Suheir al-Attasi, ein Mitglied des Hohen Verhandlungskomitees (HNC) der Regimegegner, der dpa.

Vor einigen Tagen hatte die Opposition ihre Teilnahme noch in Frage gestellt und auf Verletzungen der gerade geltenden Waffenruhe verwiesen.

Die Friedensgespräche waren Anfang Februar nach nur wenigen Tagen ausgesetzt worden und sollten ursprünglich an diesem Mittwoch fortgesetzt werden - dieses Datum wird sich aber kaum halten lassen. Nach Angaben aus Oppositionskreisen sollen die Gespräche erst am Montag beginnen. Dieses Datum stehe auf verschickten Einladungen.

Die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe war vor knapp zehn Tagen in Kraft getreten. Sie hält bisher weitestgehend. Allerdings werfen sich Regime und Opposition gegenseitig Verstöße vor.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Montag von anhaltendem Beschuss kurdischer Truppen durch extremistische Islamisten nordwestlich der umkämpften Großstadt Aleppo. Bei dieser "ernsthaften Verletzung" der Feuerpause seien seit Sonntag neun Zivilisten getötet und 30 verletzt worden.

HNC-Mitglied Al-Attasi sagte, die Opposition wolle in Genf über eine Übergangsregierung mit vollen Befugnissen verhandeln. Die Regimegegner fordern, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad in der neuen Führung keinen Platz hat.

Die Genfer Verhandlungen sollen nach fünf Jahren Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten und Millionen Vertriebenen einen stabilen Frieden in das zerrüttete Syrien bringen.

dpa

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