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In der Hafenstadt Piräus trafen am Wochenende Tausende Migranten und Flüchtlinge an. 

Griechenland kritisiert Türkei

Tausende Flüchtlinge in Piräus angekommen

Athen/Piräus - Angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms aus der Türkei hat die griechische Regierung die EU appelliert, den Schleusern das Handwerk zu legen.

Die Türkei habe bislang ihre Versprechen gegenüber Europa nicht eingehalten, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des Migrationsministeriums in Athen weiter. Erst am Vortag waren in der Ägäis bei der gefährlichen Überfahrt von der Türkei zu den nahe gelegenen griechischen Inseln mindestens 45 Menschen - darunter 17 Kinder - ums Leben gekommen. Dutzende Menschen werden noch vermisst. Drei mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen, teilte die Küstenwache am Sonntag mit.

Die EU hatte der Türkei zur Bewältigung der Flüchtlingskrise drei Milliarden Euro zugesagt und verlangt im Gegenzug, dass das Land syrische Bürgerkriegsflüchtlinge stärker am Zug in die EU hindert.

Griechenland fordert, den Zustrom von Flüchtlingen aus der Türkei zu stoppen, Flüchtlinge direkt aus der Türkei, Jordanien und dem Libanon nach Europa umzusiedeln und die versprochene schnelle Umsiedelung der bereits in Griechenland eingetroffenen Flüchtlinge sofort umzusetzen. Zudem sollten Menschen, die ihre Heimat aus wirtschaftlichen Gründen verlassen hätten, "in Würde" in ihre Länder zurückgeführt werden.

In der Hafenstadt Piräus trafen am Wochenende Tausende Migranten und Flüchtlinge an. Heute lief eine Fähre mit 1707 Schutzsuchenden von den Inseln Chios und Lesbos in Piräus ein. Am Samstag waren auf diesem Weg 4400 Menschen angekommen. Die hohe Zahl der Ankünfte in Piräus hängt mit einem zweitägigen Streik der griechischen Seeleute zusammen: Zwischen Mittwoch und Freitagmorgen war keine Fähre in der Ägäis ausgelaufen. In ihrer Mehrheit stammen die Flüchtlinge aus Syrien. Es seien aber auch viele Migranten aus nordafrikanischen Staaten wie Marokko und Algerien angekommen, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur weiter.

dpa

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