Flüchtlinge an der Grenze zwischen Serbien und Mazedonien warten darauf passieren zu dürfen. Laut Medienberichten erlauben serbische Behörden Menschen aus Afghanistan nicht die Grenze zu passieren. Foto: Nake Batev
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Flüchtlinge an der Grenze zwischen Serbien und Mazedonien warten darauf passieren zu dürfen. Laut Medienberichten erlauben serbische Behörden Menschen aus Afghanistan nicht die Grenze zu passieren.

Tausende Migranten sitzen an mazedonischer Grenze fest

Athen - Kinder weinen, Flüchtlinge flehen um Einlass. Doch Mazedonien öffnet seine Grenze für immer weniger Migranten. Ist das der letzte Schritt vor der vollständigen Schließung der Grenze?

An der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien stranden immer mehr Flüchtlinge auf ihrem Weg Richtung Norden. Mehr als 5000 Migranten irrten am Montag an der Grenze entlang und suchten einen Durchlass, wie Augenzeugen berichteten.

Mazedonien erlaubt seit einigen Tagen nur noch Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak die Durchreise. Afghanen, die bislang „automatisch“ als Flüchtlinge galten, werden seit zwei Tagen nach Griechenland zurückgeschickt.

Hunderte versuchten, den Eisenbahn-Grenzübergang bei Idomeni-Gevgelija zu stürmen. Mazedonien riegelte daraufhin die Grenze an dieser Stelle komplett ab.

Das griechische Fernsehen zeigte am Abend weinende Kinder und verzweifelte Menschen, die am Grenzzaun die mazedonischen Grenzpolizisten anflehten: „Macht die Grenze auf!“

Menschen müssen am Kai ausharren

Gleichzeitig machten sich Hunderte zu Fuß auf dem Pannenstreifen entlang der wenige Kilometer westlich liegenden Autobahn auf den Weg in Richtung Grenze. Einige setzten ihre Kinder auf Decken, die sie hinter sich her zogen - weil sie diese offenbar nicht mehr tragen konnten.

Auch in der Hafenstadt Piräus, wo Flüchtlinge per Fähre von den Ägäis-Inseln ankommen, mussten Tausende Menschen am Kai ausharren. Die Polizei ließ sie nicht weiterfahren, um die Lage an der Grenze zu Mazedonien nicht weiter zu verschlimmern.

Hilfsorganisationen versuchten, die Menschen notdürftig zu versorgen. „Seit heute Morgen durften nur 200 Menschen (nach Mazedonien) rübergehen“, sagte ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation im Fernsehen. Noch bis vergangenen Freitag konnten am griechisch-mazedonischen Grenzübergang Idomeni-Gevgelija mehr als 2000 Menschen täglich weiterreisen.

Angespannt war die Situation auch in der Hafenstadt Piräus. Am Morgen kamen dort mehr als 4000 Migranten per Fähre an. Obwohl sie bereits Tickets für 50 Euro pro Person und 25 Euro für Minderjährige für die Busfahrt nach Mazedonien bezahlt hatten, durften sie nicht weiter.

Zahl der Flüchtlinge gesunken

Den Flüchtlingen bieten die Behörden an, in ein Lager nahe Piräus zu gehen. Das lehnten viele aber ab. Sie befürchten, dass sie interniert werden könnten.

In den ersten 20 Februar-Tagen sind in Griechenland trotz schlechten Wetters 33 767 Migranten auf Booten angekommen. Seit Jahresbeginn hätten 94 269 Menschen von der Türkei übergesetzt, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag mit.

Laut EU-Grenzschutzagentur Frontex sank die Zahl der in Griechenland ankommenden Flüchtlinge im Januar auf rund 68 000 - ein Rückgang um fast 40 Prozent im Vergleich zum Dezember. Der Rückgang sei vor allem auf das schlechte Wetter zurückzuführen.

Mazedonien lässt nach griechischen Informationen Afghanen nicht weiterreisen, weil Serbien seine Grenze für Afghanen seit Sonntag geschlossen halte. Mazedonien macht es aber auch für die Flüchtlinge aus Syrien und Irak immer schwieriger: Es weist auch Flüchtlinge ab, die nur Registrierungspapiere der griechischen Behörden haben, aber keinen Pass oder Ausweis.

Athen hofft nun auf einen Erfolg des Nato-Einsatzes in der Ägäis. Für einen Bericht der Athener Zeitung „Ta Nea“, wonach die Türkei einen Punkt in einer Vereinbarung bestreite, wonach von Nato-Schiffen gerettete Bootsflüchtlinge in die Türkei zurückgebracht werden sollen, gab es keine Bestätigung aus der Türkei. Für die Nato ist es ganz klar, dass aus der Türkei kommende Flüchtlinge in die Türkei zurückgebracht werden, wenn sie gerettet werden.

dpa

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