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Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif.

Westliche Sanktionen

Teheran macht Druck für Atomverhandlungen

Teheran - Die Sanktionen belasten die iranische Wirtschaft schwer. Spätestens bis zum persischen Neujahr Ende März braucht Teheran im Atomstreit ein Erfolgsergebnis. Sonst könnte der Druck der Regierung auch politisch gefährlich werden.

Der Iran will die Atomverhandlungen mit dem Westen intensivieren, um sie doch noch zum Erfolg zu führen. Nach Ende der zweitägigen Verhandlungen mit den USA am Samstag in Zürich sollen bereits am Donnerstag Unterhändler des Irans mit dem EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien in Istanbul sprechen. Ein Treffen in großer Runde und mit Vertretern aller fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands könnte Anfang Februar bei der Sicherheitskonferenz in München stattfinden.

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi zeigte sich nach den Verhandlungen mit den USA vorsichtig optimistisch. „Die Differenzen sind zwar immer noch vorhanden, aber beide Seiten sind ernsthaft bemüht, die auszuräumen“, sagte er am Samstag.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatten sich US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Mohammed Dschawad Sarif für eine Beschleunigung der Verhandlungen ausgesprochen. Nur noch bis März haben der Westen und der Iran nach einem selbst auferlegten Terminplan Zeit, eine Grundsatzeinigung in dem zwölfjährigen Konflikt zu erzielen. Eine umfassende Einigung soll bis Juli stehen.

Bei dem Treffen mit Kerry hatte Sarif mit einer harten Reaktion des iranischen Parlaments gedroht, falls der US-Kongress mit den Stimmen der Republikaner neue Sanktionen gegen den Iran verhängen sollte. Dann könne es zur Annullierung aller bisherigen Einigungen kommen, sagte der iranische Chefdiplomat. Unterstützt von Israel versucht die amerikanische Rechte, die Atomgespräche zu bremsen. Das Parlament in Teheran hatte für den Fall neuer US-Sanktionen gedroht, die Uran-Anreicherung von 5 auf 60 Prozent zu steigern.

Das würde Teheran dem Bau einer Atombombe ein großes Stück näherbringen. Der Westen will bei den Verhandlungen aber sicherstellen, dass Teheran keine Atombomben entwickelt. Dem Iran, der diese Absicht stets dementiert, geht es um die Aufhebung der für den Gottesstaat lähmenden Wirtschaftssanktionen.

dpa

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