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Zahl der Toten auf 129 gestiegen

Terror in Paris im News-Ticker: Frankreich will Feind zerstören

Paris - Frankreich sieht sich nach der Anschlagserie von Paris im Krieg gegen den Terrorismus. Die Massaker waren wohl eine Aktion von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

  • Mindestens 129 Tote bei Terroranschlägen in Paris
  • IS bekennt sich zu Attacken und droht mit neuen Anschlägen
  • Erste Spuren weisen nach Belgien

  • Womöglich wollten die Attentäter ein noch größeres Blutbad anrichten

  • Einer der Täter war als Flüchtling registriert

Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse nach dem Terror in Paris

in unserem News-Ticker

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8.40 Uhr:  Der französische Präsident François Hollande sprach von einem "Kriegsakt" des IS und kündigte "angemessene Entscheidungen" an. Premierminister Manuel Valls sagte am Samstagabend dem Sender TF1: "Ja, wir sind im Krieg." Frankreich werde handeln, um diesen Feind zu zerstören.

23.45 Uhr: Der Freizeitpark Disneyland Paris bleibt nach der Anschlagserie in der französischen Hauptstadt bis zum Dienstag geschlossen. Dies sei Teil der dreitägigen Staatstrauer in Frankreich, erklärte Euro-Disney-Chef Tom Wolber am Samstag auf der Internetseite des Parks. „Wir trauern um diejenigen, die wir durch die schrecklichen Anschläge in Paris verloren haben“, ergänzte er. „Wir beten für die Verletzten, und wir halten sie alle in unseren Herzen.“

23.38 Uhr: Französische Ermittler haben Vater und Bruder eines Selbstmordattentäters aus dem Pariser Konzertsaal „Bataclan“ in Polizeigewahrsam genommen. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstagabend unter Berufung auf das Umfeld der Ermittlungen. Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht. Der Bruder des 29-jährigen Attentäters lebt demnach in einem Ort südlich von Paris, der Vater gut 100 Kilometer weiter östlich.

Der bei dem Anschlag gestorbene Franzose war anhand eines Fingerabdrucks identifiziert worden. Er war den Behörden nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen seiner Radikalisierung bekannt und mehrfach vorbestraft, allerdings nie im Zusammenhang mit Terror-Netzwerken..

23.00 Uhr: Hunderte von Menschen haben am Samstagabend auf dem Pariser Platz der Republik Solidarität und Mitgefühl mit den Opfern der jüngsten Terroranschläge in der französischen Hauptstadt demonstriert. Trotz des nach den Attentaten ausgerufenen Versammlungsverbotes auf öffentlichen Plätzen gruppierten sie sich um das Denkmal für das nationale Symbol Marianne, um Botschaften auf Zetteln, Plakaten oder Transparenten zu hinterlassen. „Wir haben keine Angst“, war zu lesen, „Wir sind die Republik“ oder „Widerstand gegen die Barbarei“. Die Botschaften sollten Mut machen: „Unsere Freiheit wird immer stärker sein als ihr Terror.“

Bei den Attacken am Freitagabend waren nach jüngsten Angaben des für Terrorismus zuständigen Staatsanwaltes François Molins 129 Menschen getötet worden. Anschließend hatte die Polizeipräfektur von Paris ein öffentliches Versammlungsverbot auf Basis des von Präsident François Hollande verhängten Ausnahmezustandes erlassen.

Auf dem Platz der Republik hatten sich nach der Terrorserie im Januar, die mit dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ begann, mehrere Millionen Menschen zu einer Demonstration gegen den Terrorismus versammelt.

22.40 Uhr: Ein Sprecher des französischen Innenministeriums hat Entwarnung gegeben: Der Polizeieinsatz beim Pullman-Hotel in der Nähe des Eiffelturms geht auf einen Fehlalarm zurück. Rund um das Luxus-Hotel Pullmann in Paris hatte sich schwer bewaffnete Polizei versammelt. Eine Metro-Station in der Nähe wurde zeitweise abgeriegelt.

22.20 Uhr: Der Bereich um den Eiffelturm und die U-Bahn-Station Champs de Mars in unmittelbarer Nähe sind am Samstagabend evakuiert worden. Das berichtet der englische Nachrichtensender "Sky News. Zeugen berichten außerdem von einem schwer bewaffneten Polizei-Aufgebot im Bereich des Luxus-Hotels Pullman, das sich in der Nähe befindet.

21:50 Uhr: Frankreichs Premierminister Manuel Valls spricht: er sieht sein Land im Krieg mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). „Ja, wir sind im Krieg“, sagte der Regierungschef am Samstag dem Sender TF1. Frankreich werde handeln, um diesen Feind zu zerstören. „Wir ergreifen daher außergewöhnliche Maßnahmen. Und diesen Krieg werden wir gewinnen“, schrieb Valls auf Twitter.

21:30 Uhr: Tausende Menschen zur Trauer am Brandenburger Tor: Nach den verheerenden Terroranschlägen in Paris haben in Berlin Tausende Menschen Trauer und Mitgefühl bekundet. Der Pariser Platz vor der französischen Botschaft verwandelte sich bis zum Samstagabend in ein wahres Blumen- und Kerzenmeer. Seit Anbruch der Dämmerung war das nahegelegene Brandenburger Tor in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot angestrahlt. Wie die Polizei mitteilte, waren zur Spitzenzeit rund 2000 Menschen gleichzeitig am Platz.

20:46 Uhr: Frankreich mobilisiert weitere Soldaten: Als Reaktion auf die Anschläge in Paris schickt die französische Regierung 3 000 zusätzliche Soldaten auf die Straße. Das teilte die französische Präsidentschaft am Samstagabend nach einer Kabinettssitzung in Paris mit. In der Nacht direkt nach den Anschlägen seien bereits 500 Soldaten mobilisiert worden, hieß es aus dem Umfeld von Staatschef François Hollande. 1000 weitere Soldaten seien am Samstag eingesetzt worden, bis Dienstag sollten 1500 weitere folgen.

19:57 Uhr: Festnahme in Belgien: Nach den Anschlägen von Paris haben belgische Anti-Terror-Ermittler eine Person festgenommen, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Das bestätigte der belgische Premierminister Charles Michel am Samstagabend nach einem Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.

In Paris war nach den Anschlägen ein Mietwagen mit einer Verbindung nach Molenbeek entdeckt worden, wie ein Sprecher von Justizminister Koen Geens nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga sagte. Schwer bewaffnete Polizisten durchsuchten demnach in Molenbeek mehrere Wohnungen. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

19:50 Uhr: Einer der Angreifer im Musiksaal „Bataclan“ ist als 29-jähriger Franzose identifiziert worden, der den Behörden wegen seiner Radikalisierung bekannt war. Er sei mehrfach vorbestraft, allerdings niemals wegen Verbindungen in dschihadistische Netzwerke, sagte der Staatsanwalt. Bei einem der Selbstmordattentäter vom Stade de France wurde zudem ein syrischer Pass gefunden, bestätigte Molins.

19:23 Uhr: 129 Todesopfer und sieben tote Terroristen: Die Terrorwelle in Paris hat nach einer neuen Bilanz der Staatsanwaltschaft 129 Tote gefordert. Diese Zahl sei angesichts der großen Zahl von Schwerverletzten allerdings vorläufig, sagte Staatsanwalt François Molins am Samstag in Paris. Es gebe 352 Verletzte, 99 davon akute Notfälle. Sieben Terroristen seien gestorben.

Am Stadion Stade de France haben sich nach Angaben von Staatsanwalt François Molins drei Explosionen ereignet. Die Leiche eines Selbstmordattentäters wurde in der Nähe gefunden.

Paris-Attentäter am Stadioneingang von Ordner aufgehalten

19:04 Uhr: Die Attentäter von Paris wollten einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge offenbar einen Anschlag direkt im Fußballstadion beim Länderspiel  Deutschland-Frankreich verüben. Mindestens ein Attentäter habe ein Ticket für das Spiel gehabt. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aufgehalten worden, berichtet die Zeitung am Samstag (Online) unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten.

Bei dem Attentäter sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoff-Weste entdeckt worden. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht.

Der Polizist vermutetet laut „Wall Street Journal“, dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik bei den Zuschauern gewesen, hieß es weiter

18.55 Uhr: Frankreich hat „alle Sicherheitskräfte mobilisiert“, wie Innenminister Bernard Cazeneuve sagte. Insgesamt 3000 zusätzliche Soldaten sollen nach Regierungsangaben von Samstagabend in den kommenden drei Tagen zum Einsatz kommen. Alle Bahnhöfe werden überwacht, ebenso die Häfen und wichtige Straßen wie etwa Autobahnen. Auch die Grenzkontrollen wurden verschärft. Frankreich hat die europäischen Partner gebeten, Zug- und Flugreisende auf dem Weg ins Land stärker zu kontrollieren.

18.44 Uhr: Der Chef der Länder-Innenministerkonferenz, Roger Lewentz (SPD), sieht vorerst keinen Zusammenhang zwischen den Anschlägen in Paris und Flüchtlingen als mutmaßlichen Tätern. „Es gibt bisher keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass diese Terroranschläge in Verbindung zu Flüchtlingen stehen“, sagte Lewentz nach Angaben eines Sprechers nach einer Telefonkonferenz der Innenminister am Samstag. „Ich warne davor, vorschnelle Schlüsse zu ziehen.“ Die Ressortchefs vereinbarten unter anderem eine sicherere Ausrüstung von Streifenpolizisten sowie eine Trauerbeflaggung.

18.25 Uhr: Eine Spur der Attentäter von Paris führt nach Behördenangaben nach Belgien. Nach den Anschlägen sei ein Mietwagen mit einer Verbindung in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek in Paris entdeckt worden, sagte ein Sprecher von Justizminister Koen Geens am Samstag nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris haben belgische Sicherheitskräfte am Samstag ein Viertel der Hauptstadt Brüssel durchkämmt. Der Fernsehsender RTBF berichtete am Samstagabend von drei noch laufenden Razzien in Molenbeek, bei denen ein Mann festgenommen worden sei.

18.16 Uhr: Nach den Terroranschlägen von Paris verschärft Estland die Sicherheitsmaßnahmen an seinen Grenzen. „Wir werden die Kontrollen von Passagieren am Flughafen, am Hafen und den Übergängen an den Landgrenzen verstärken“, sagte Innenminister Hanno Pevkur am Samstag in Tallinn. Die Beamten werden dafür mit zusätzlicher Ausrüstung einschließlich Waffen ausgestattet. Auch öffentliche Veranstaltungen sollen nach Angaben von Polizeichef Elmar Vaher stärker überwacht werden, berichtete die Zeitung „Postimees“ online. 

18.08 Uhr: Vor der französischen Botschaft in Teheran hat es am Samstag eine spontane Trauerfeier für die Opfer der Terroranschläge von Paris gegeben.  Dutzende iranische Jugendliche legten Blumen vor der diplomatischen Vertretung nieder, zündeten Kerzen an und klebten Schilder mit der Aufschrift „Nous sommes unis“ („Wir sind vereint“) an die Wand des Botschaftsgebäudes. Die iranische Regierung hatte die Anschläge zuvor scharf verurteilt. Die verantwortlichen Islamisten seien keine Muslime, erklärte das Außenministerium in Teheran. Sie hätten auch nichts mit den Kriterien und Werten des Islams gemeinsam.

17: 53 Uhr: Auch in England liegen die Nerven blank: Nachdem aus Sicherheitsgründen ein Terminal am Londoner Flughafen geräumt wurde, haben die Behörden einen 41 Jahre alten Mann aus Frankreich festgenommen. Es war ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden. Sprengstoffexperten führten eine kontrollierte Explosion durch und stellten "wahrscheinlich eine Feuerwaffe" sicher, sagte die Polizei. Der Mann wird derzeit verhört und das Terminal ist nun wieder geöffnet.

17.48 Uhr: In der Niederlande wurde ein Flug nach Paris gestoppt  - die Drohung erwies sich jedoch als falsch, bei einer Durchsuchung des Airbus sei jedoch nichts Gefährliches entdeckt worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

17.33 Uhr: Einer der mutmaßlichen Terroristen von Paris könnte Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein. „Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden“, teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit. 

16.54 Uhr: Bei den weiteren Playoff-Partien zur EM 2016 und Länderspielen unter der Regie der UEFA wird es jeweils vor dem Anpfiff eine Schweigeminute geben. Das kündigte die Europäische Fußball-Union am Samstag an. Zudem werden „alle Mannschaften, die in den kommenden Tagen in UEFA-Wettbewerben spielen, nach den Vorfällen in Paris mit Trauerflor auflaufen“, hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Zuvor hatte der Verband bereits dem Gastgeberland der EM 2016 Unterstützung und Solidarität zugesagt und sich „zutiefst schockiert und traurig“ gezeigt.

UEFA-Chef Michael Platini, selbst Franzose, sagte: „Ich möchte meine tiefe Trauer und tiefe Empörung über solche Taten der blinden Barbarei zum Ausdruck bringen.“

Bei den Terroranschlägen in Paris wurden am Freitagabend nach jüngsten Angaben mindestens 128 Menschen getötet.

16:15 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht Deutschland nach den Anschlägen von Paris weiter im Visier des internationalen Terrorismus. „Die Lage ist ernst. Jetzt gilt es, zusammenzustehen in Regierung und Parlament, in der Bevölkerung und in Europa“, sagte er am Samstag nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und anderen zuständigen Ministern zu den Konsequenzen aus den Terrorattacken von Paris. „Auch Deutschland steht unverändert stark im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus.“

16:10 Uhr: Der für Terrorismus zuständige französische Staatsanwalt François Molins hat für Samstagabend eine Pressekonferenz angekündigt. Molins will demnach um 19.00 Uhr im Justizpalast von Paris über die Anschläge vom Freitagabend mit mindestens 128 Toten informieren.

15:55 Uhr: Nur Stunden nach den Terroranschlägen in Paris ist ein Terminal des Londoner Flughafens Gatwick aus Sicherheitsgründen geräumt worden (siehe Eintrag von 13:23 Uhr). Passagiere saßen am Samstag stundenlang fest. Britischen Medienberichten zufolge waren Sprengstoffspezialisten vor Ort. Wann der Flughafen wieder seinen regulären Betrieb aufnehmen wird, war nicht bekannt. Gatwick ist der zweitgrößte Flughafen in Großbritannien.

15:47 Uhr: Der Sender BFMTV berichtet von einem ägyptischen Ausweis. Dieser sei in der Nähe des Körpers eines der Attentäter am Stade de France gefunden worden.

15:30 Uhr: Die Pariser Krankenhäuser haben nach der Terrorwelle 300 Menschen versorgt. 80 Opfer seien als akute Notfälle behandelt worden, teilte die Krankenhausverwaltung am Samstag mit. 43 Menschen wurden als Zeugen oder Angehörige von Opfern in Behandlung genommen. Bis zum frühen Nachmittag hätten 53 Menschen die Krankenhäuser bereits wieder verlassen können. Die Mehrheit der Betroffenen stehe unter Schock und litt unter Traumata, die eine längerfristige Versorgung nötig machen könnten.

15:25 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehrere Minister in Berlin haben sich in ein Kondolenzbuch der französischen Botschaft eingetragen. „In tiefer Trauer und in großer Freundschaft“, schrieb die Kanzlerin am Samstag. In dem Kondolenzbuch unterschrieben auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Innenminister Thomas de Maizière (CDU), Justizminister Heiko Maas (SPD), Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wurde von Staatssekretär Stephan Steinlein vertreten.

15:05 Uhr: Angesichts der Anschlagsserie in Paris fürchtet der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, eine neue Welle der Islam-Feindlichkeit. "Im Moment herrscht in Deutschland wegen der Flüchtlingskrise sowieso eine sehr angespannte Situation, und rechtspopulistische Gruppen wie Pegida oder die AfD werden das für sich ausnutzen", sagte Sofuoglu der "Stuttgarter Zeitung". "Sie werden sich in ihrer Anschauung und in ihren Argumenten bestärkt fühlen und damit auch noch lauter in der Öffentlichkeit auftreten".

15:03 Uhr:  In Spanien haben Unbekannte in der Nacht zum Samstag einen Brandanschlag auf eine Moschee verübt. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris sei nicht völlig ausgeschlossen, dass es sich um einen Racheakt handelte, sagte José Luis Quintana, der Bürgermeister der 40 000-Einwohner-Stadt Don Benito. Die Flammen hätten schnell gelöscht werden können. Ein Eingangstor der Moschee wurde beschädigt, Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Ein Sprecher der muslimischen Gemeinde von Don Benito, Mohammed Kattabi?, sagte: "Wer das gemacht hat, hat sich das falsche Ziel ausgesucht. Unsere etwa 500-köpfige Gemeinde ist in Don Benito völlig integriert."

15:02 Uhr: Nach den Terroranschlägen in Paris bleibt der Eiffelturm bis auf weiteres für Besucher gesperrt. Dies teilten die Betreiber des berühmtesten Wahrzeichens der französischen Hauptstadt am Samstag mit. „Der Eiffelturm ist derzeit geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis“, hieß es auf der Webseite des Turms.

15:00 Uhr: Für Merkur.de und tz.de hat Chefredakteur Markus Knall einen Kommentar mit der Überschrift "Jetzt sind wir alle Flüchtlinge" geschrieben. Diesen lesen Sie hier.

"Das Risiko ist da"

14:59 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte dem BR, er halte das Anschlagsrisiko für vorhanden. "So ein Anschlag wie in Paris kann natürlich morgen in Rom oder Madrid, aber auch in Berlin oder München stattfinden. Das Risiko ist da."

Mutmaßlicher Attentäter identifiziert

14:48 Uhr: Mutmaßlicher Attentäter aus Konzerthalle in Paris identifiziert: Einer der mutmaßlichen Attentäter in der Pariser Konzerthalle Bataclan ist identifiziert worden. Es handele sich um einen Franzosen, der dem Geheimdienst bekannt war, hieß es am Samstag aus Ermittlerkreisen.

14:47 Uhr: Nach der Serie von Anschlägen ist die Anteilnahme auch im Internet groß. Viele Künstler drücken ihre Trauer in Bildern aus, auch Prominente melden sich zu Wort. Ein Überblick via Storify, erstellt von den Kollegen der HNA.

14:46 Uhr: Schon jetzt ist klar, dass die Terrorserie von Paris mit mehr als 120 Todesopfern verheerende Auswirkungen hat. Viele Fragen sind aber auch noch offen: Was wir wissen und was nicht.

14:20 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft hat eine gemeinsame Erklärung herausgegeben.

14:14 Uhr: Das Krisentreffen der Bundesregierung zu den Terroranschlägen von Paris ist am Samstag nach gut einer Stunde zu Ende gegangen. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will Innenminister Thomas de Maizière (CDU) in Kürze die Öffentlichkeit unterrichten.

14:06 Uhr: In den ersten Meldungen aus Paris hieß es in der Nacht zu Samstag, das Attentat habe beim Konzert einer Pop-Band im Club Bataclan stattgefunden. Eine andere Nachricht sprach von einer Death-Metal-Formation. Wenn der Anlass nicht so schrecklich gewesen wäre, hätte Sänger Jesse Hughes über die Genres sicher lachen müssen. Seit 1998 treibt er mit seiner Band Eagles of Death Metal (EODM) wilde Späße, ihr Sound klingt aber weder nach Pop noch nach Death Metal. Dieser Artikel auf hna.de charakterisiert die Band.

13:47 Uhr: Die französischen Zeitungen haben sich am Samstag einig in ihrer Reaktion auf die Welle der Anschläge in Paris gezeigt: eine Auswahl der Schlagzeilen.

13:47 Uhr: Angesichts der Anschläge in Paris hat die Bundespolizei in Deutschland an der Grenze zu Frankreich wieder selektive Grenzkontrollen eingeführt. Dies sei bereits in der Nacht zum Samstag geschehen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam. Zudem seien seit Samstagmorgen um 07.00 Uhr die Kontrollen auf den deutschen Flughäfen und in internationalen Zugverbindungen verstärkt worden.

13:44 Uhr:  Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich gemacht. Die Terrorangriffe vom Freitag seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagte Assad der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge am Samstag bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter.

„Die fehlgeleitete Politik der westlichen Staaten, vor allem Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen“, sagte Assad. In Wien suchen derzeit die Außenminister und Vertreter aus 17 Staaten Auswege aus dem Bürgerkrieg in Syrien. Darunter sind die fünf UN-Vetomächte, Deutschland, der Iran und Saudi-Arabien. Die Rolle Assads ist ein Streitpunkt, westliche Länder fordern seinen Rücktritt.

13:39 Uhr: Das ZDF verschiebt seine für diesen Samstagabend um 20.15 Uhr vorgesehene Show zum 50-jährigen Bühnenjubiläum von Komiker Otto Waalkes auf einen späteren Zeitpunkt, teilte der Sender mit. „Wir bitten die Fans um Verständnis dafür, dass wir die bereits aufgezeichnete Comedy-Show nach den schrecklichen Anschlägen in unserem Nachbarland heute Abend nicht ausstrahlen wollen“, sagte Programmdirektor Norbert Himmler. „Wir werden einen geeigneten Ersatztermin dafür finden.“

13:35 Uhr: Nahe einem der Urheber der Terroranschläge in Paris ist nach Angaben aus Polizeikreisen ein syrischer Pass gefunden worden. Der Pass sei in der Nähe der Leiche eines der Angreifer entdeckt worden, sagte ein Polizeivertreter am Samstag. Laut Polizeikreisen gehen die Ermittler zusammen mit französischen und ausländischen Geheimdiensten derzeit einer "syrischen Spur" nach.

Zwischenfall in London

13:23 Uhr:  Ein Terminal des Londoner Flughafens Gatwick ist am Samstagvormittag aus Sicherheitsgründen geräumt worden. Nach Angaben der Polizei wurde ein Mann festgenommen; ein verdächtiger Gegenstand werde untersucht. „Wegen eines Vorfalls wurde das Nordterminal als Vorsichtsmaßnahme evakuiert“, teilte der Flughafen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Zusätzliche Mitarbeiter sind vor Ort und kümmern sich um die Passagiere.“

Der Polizei zufolge wurde das Terminal wegen des „verdächtigen Verhaltens“ eines Mannes geräumt, der einen Gegenstand am Flughafen zurückgelassen habe. „Wir untersuchen die Umstände des Vorfalls“, sagte Nick May von der Polizei in Sussex. „Es ist jedoch noch zu früh zu sagen, worum es sich handelt.“ Aufgrund der Terroranschläge in Paris vom Freitagabend sei man bei solchen Vorfällen besonders aufmerksam. „Es ist daher am besten, wenn wir die Sache sehr ernst nehmen.“

13:16 Uhr: "Beruhige mich: Du bist nicht am Platz der Republik?!!" Diese SMS hat Birgit Holzer am Freitag von einem Freund bekommen. Sie ist Paris-Korrespondentin der HNA. Wie sie die Terrorserie erlebte, lesen Sie hier.

13:13 Uhr: Papst Franziskus hat die Terroranschläge von Paris gegenüber einem TV-Sender scharf verurteilt und den Hinterbliebenen sein Mitgefühl ausgesprochen. Auf die Frage, ob damit der Dritte Weltkrieg in Stücken fortgesetzt werde, vor dem Franziskus bereits oft gewarnt hatte, sagte er: „Das ist ein Teil davon.“

13:11: Paris-Besucher konnten ihren Freunden während der Terrorserie mit einer speziellen Facebook-Funktion mitteilen, ob sie in Sicherheit waren. Die Nutzer konnten sich auf einer eigens eingerichteten Seite als „sicher“ markieren und nach Bekannten suchen, erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in der Nacht zum Samstag. Wer dank Ortungsdiensten etwa am Smartphone in der Krisenregion vermutet wurde, sollte von Facebook eine Benachrichtigung erhalten. Die Nutzer konnten auch ihre Freunde als sicher markieren. Ursprünglich hatte das US-Unternehmen die Funktion „Safety Check“ für Naturkatastrophen entworfen. Sie wurde unter anderem nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal im April eingesetzt.

13:09 Uhr: Die Anschläge von Paris stellen nach Expertenansicht eine neue Dimension des Terrorismus dar. Es handele sich um eine koordinierte Aktion und eine synchrone Anschlagsserie einer ganzen Zelle, sagte der Terrorexperte Rolf Tophoven am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das operative Vorgehen der Terroristen zeige zunehmend „kriegsmäßige Planungen“, bei dem die Täter an mehreren Orten gleichzeitig zuschlagen.

Merkel telefoniert mit Hollande

12:52 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Staatspräsidenten François Hollande in einem Telefonat die Anteilnahme der Bundesregierung und des deutschen Volkes übermittelt. „Deutschland trauert mit den Opfern und wünscht den vielen Verletzten baldige Genesung“, sagte Merkel nach einer Mitteilung von Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag. Die Kanzlerin verurteilte demnach in dem Gespräch am Vormittag die „barbarischen terroristischen Anschläge“ und betonte, dass Deutschland fest an der Seite Frankreichs stehe und Paris bei der Bekämpfung des Terrorismus jede gewünschte Unterstützung zukommen lassen werde.

12:47 Uhr: Die Blutspendezentren im Großraum Paris sehen sich nach den tödlichen Angriffen einem Andrang von Spendewilligen gegenüber. 19 Zentren hätten am Samstagmorgen geöffnet und alle seien „überlaufen durch den Zustrom an Parisern und Touristen, die spontan gekommen sind, um Blut zu spenden“, sagte Djamel Benomar vom französischen Blutspendedienst EFS der Nachrichtenagentur AFP.

12:29 Uhr: Derzeit gibt es - trotz Ausnahmezustands im Nachbarland - noch keine Einschränkungen für Passagiere, die aus Deutschland kommen.

12:20 Uhr: Nach Ligapräsident Reinhard Rauball hat sich auch sein Kollege als DFB-Interimschef, Rainer Koch, für eine Austragung des Testländerspiels der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) gegen die Niederlande in Hannover ausgesprochen. „Natürlich haben wir bei allem die Vorgaben der Sicherheitsbehörden zu beachten. Grundsätzlich sehe ich den DFB und die Nationalmannschaft aber auch in der gesellschaftspolitischen Verantwortung, das klare Zeichen auszusenden, dass unser Rechtsstaat dem Terror nicht weichen darf“, sagte Koch am Samstag nach der Rückkehr der DFB-Auswahl aus Paris.

12:17 Uhr: Eine Karte der bisher bekannten Anschlagsorte sehen Sie hier:

IS bekennt sich zu Terroranschlägen in Paris

12:00 Uhr: Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für die Anschlagsserie von Paris übernommen. In einer am Samstag im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, "acht Brüder" mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen "gesegneten Angriff" auf das "Kreuzzug-Frankreich" verübt. Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident François Hollande den IS für die Anschläge verantwortlich gemacht, bei denen am Freitagabend mindestens 128 Menschen getötet wurden.

11:53 Uhr: Putin ruft zu gemeinsamem "Kampf gegen den Teufel" auf

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach den Anschlägen von Paris die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen "Kampf gegen den Teufel" aufgerufen. "Diese Tragödie ist ein erneuter Beweis für die Barbarei des Terrorismus, der eine Herausforderung für die menschliche Zivilisation ist", hieß es in einem am Samstag vom Kreml veröffentlichten Beileidstelegramm Putins an den französischen Präsidenten François Hollande. "Die internationale Gemeinschaft muss sich zu einem effektiven Kampf gegen den Teufel vereinen." Putin bot Frankreich Unterstützung bei den Ermittlungen an.

11:52 Uhr: Der Polizeipräfektur von Paris hat für die französische Hauptstadt ein öffentliches Versammlungsverbot verhängt. Die Anordnung für den Großraum Paris auf Basis des von Präsident François Hollande verhängten Ausnahmezustandes gilt nach Angaben der Polizeipräfektur bis 12.00 Uhr am kommenden Donnerstag (19. November).

11:48 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat Frankreich nach den Attentaten von Paris seine tiefe Anteilnahme ausgesprochen und zugleich an die Verteidigungsbereitschaft der Demokratien appelliert. „Europa hat eine Nacht des Schreckens erlebt“, sagte das deutsche Staatsoberhaupt am Samstag in Berlin. Frankreichs Herz sei das Ziel von Menschenfeinden geworden. „Diese Trauer macht am Rhein nicht halt, sie hat uns alle erfasst“, sagte Gauck. „Selten habe ich so eine Nähe zu unseren französischen Nachbarn empfunden wie in dieser Nacht.“

Unzählige Deutsche seien in tiefem Schmerz mit den Menschen in Frankreich verbunden. „Wir Deutsche trauern mit den Familien der Getöteten, wir trauern mit Frankreich.“ Aber auch bei der Entschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft im Kampf gegen den Terrorismus „stehen wir an der Seite Frankreichs“, sagte der Bundespräsident und betonte: „Aber die Terroristen werden nicht das letzte Wort haben, diese Nacht wird nicht das letzte Wort haben.“

11:39 Uhr: Nach der verheerenden Terrorserie in Paris soll das Brandenburger Tor in Berlin am Samstagabend in den französischen Nationalfarben leuchten. „Wir werden jetzt solidarisch sein mit unseren französischen Freunden“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten. Das Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt soll in den Trikolore-Farben Blau, Weiß und Rot angestrahlt werden.

11:37 Uhr: Details zur Festnahme in Oberbayern: Bei einer Kontrolle entdeckten Schleierfahnder der Polizei im Kleinwagen eines 51-Jährigen unter anderem mehrere Maschinenpistolen, Handgranaten und Sprengstoff. Der aus Montenegro stammende Mann sitzt seitdem in U-Haft und schweigt, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Samstag sagte. Ob der Mann möglicherweise sogar zum Kreis der Attentäter von Paris gehören soll, wollte der Sprecher jedoch nicht sagen. Dies sei reine Spekulation. „Waffenschmuggel ist ein gängiges Geschäft“, betonte er.

11:35 Uhr: Nach der verheerenden Terrorserie in Paris hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Trauerbeflaggung angeordnet.

Augenzeugen-Videos von Terroranschlägen zeigen Schüsse und Chaos

11:34 Uhr: Die schockierende Anschlagsserie haben Augenzeugen mit ihren Handy gefilmt. Hier die Zeugnisse der dramatischen Nacht in Paris.

11:30 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat wegen der verheerenden Terrorattacken in Paris für diesen Samstag Trauerbeflaggung an den Bundesbehörden in Deutschland angeordnet. Dies geschehe als Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit dem französischen Volk nach der abscheulichen Anschlagsserie, teilte das Bundesinnenministerium am Samstag in Berlin mit.

11:23 Uhr: Die ARD verschiebt nach den Anschlägen von Paris die für diesen Samstagabend geplante Premiere des Films „Die Diplomatin“ mit Natalia Wörner in der Hauptrolle. Das teilte die Programmdirektion in München mit. Um 20.15 Uhr ist stattdessen nach der „Tagesschau“ um 20.15 Uhr ein „Brennpunkt“ zum Thema „Terror in Paris“ vorgesehen.

Um 21.00 Uhr folgt eine Extra-Ausgabe der Talkshow „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg. Die Wiederholung des Krimis „Mordkommission Istanbul - In deiner Hand“ beginnt erst um 22.35 Uhr nach den „Tagesthemen“ und dem „Wort zum Sonntag“. „Inas Nacht“ mit Entertainerin Ina Müller entfällt dafür.

Der Nachrichtensender n-tv kündigte bis Mitternacht für diesen Samstag regelmäßig Sondersendungen zum Thema Paris an. Der Privatsender RTL bringt ab 18.45 Uhr ein „RTL aktuell Spezial“ mit Peter Kloeppel bis 20.15 Uhr. Das Magazin „Explosiv“ entfällt. Die Sondersendungen seien werbefrei, teilte der Sender mit.

RTL II kündigte an, seinen für Samstag (20.15 Uhr) geplanten Kriegsfilm „Jarhead - Willkommen im Dreck“ aus dem Programm zu nehmen. An einem Ersatzprogramm werde gearbeitet.

11:09 Uhr: Seehofer und Tillich fordern schärfere Sicherheitsmaßnahmen

Nach den Anschlägen von Paris fordern Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) schärfere Sicherheitsmaßnahmen auch in Deutschland. Neben der Sicherung der EU-Außengrenzen müsse auch über durchgehende Kontrollen an den deutschen Grenzen nachgedacht werden, sagte Seehofer am Samstag beim Landesparteitag der sächsischen CDU in Neukieritzsch. „Wir müssen wissen, wer bei uns ist und wer durch unser Land fährt.“ Tillich sprach sich ebenfalls für Kontrollen aus. „Eine faktisch längere unkontrollierte Einreise darf es nicht länger geben“, sagte er.

Hollande macht IS für Anschlagsserie von Paris verantwortlich

10:58 Uhr: Frankreichs Staatschef François Hollande hat die Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) für die Anschlagsserie von Paris verantwortlich gemacht. "Das ist ein Kriegsakt, der von einer terroristischen Armee, dem IS, verübt wurde", sagte Hollande am Samstag bei einer kurzen Ansprache in Paris. Die "barbarischen" und "feigen" Anschläge mit fast 130 Todesopfern seien im Ausland "vorbereitet, organisiert, geplant" worden, mit Hilfe von Komplizen in Frankreich. Bislang hat sich der IS nicht zu den Anschlägen bekannt.

Hollande kündigte einen "unerbittlichen" Kampf gegen Dschihadisten in Frankreich und im Ausland an. Die Franzosen rief der Staatschef zur "Einheit" auf. Zugleich kündigte er eine dreitägige Staatstrauer an. Wann diese beginnen wird, sagte Hollande nicht. Kundgebungen im Großraum Paris wurden bis zum Donnerstag untersagt.

10:42 Uhr: Sicherheitskabinett tritt gegen Mittag im Kanzleramt zusammen

Angesichts der Anschläge von Paris tritt am Samstag gegen Mittag das Sicherheitskabinett im Bundeskanzleramt in Berlin zusammen. Ein Regierungssprecher wollte keine Angaben zu den Teilnehmern und der genauen Uhrzeit machen.

10:38 Uhr: Papst Franziskus hat bestürzt und tief betroffen auf die Terroranschläge von Paris reagiert. „Wir sind erschüttert von dieser neuen Demonstration irrsinniger terroristischer Gewalt und des Hasses, die wir gemeinsam mit dem Papst auf die radikal möglichste Art und Weise verurteilen“, sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi am Samstagmorgen laut Radio Vatikan. „Wir beten für die Opfer und für das gesamte französische Volk“, ergänzte er. „Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit, der eine entschlossene uns solidarische Reaktion von uns allen verlangt.“

10:33 Uhr: Ligapräsident und DFB-Interimschef Reinhard Rauball hat sich gegen eine Absage des Testländerspiels gegen die Niederlande am kommenden Dienstag in Hannover ausgesprochen. „Es gibt noch keine Entscheidung, aber ich bin dafür, dass gespielt wird“, sagte Rauball am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur und ergänzte: „Man darf denen, die uns das angetan haben, nicht den Triumph gönnen.“

10:24 Uhr: Angesichts der Anschlagsserie in Paris hat die Polizei in Berlin ihre Sicherheitsvorkehrungen insbesondere bei französischen Einrichtungen verstärkt.

10:09 Uhr: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach einem knapp einstündigen Flug wieder zurück in Deutschland.

10:06 Uhr: Die Sicherheitsmaßnahmen in Berlin sind in der Nacht verstärkt worden.

Zahl der Todesopfer nach Terroranschlägen gestiegen

9:58 Uhr: AFP: Zahl der Toten nach Terrorserie steigt auf mindestens 127.Bei den Terrorattacken in Paris sind nach neuesten Erkenntnissen mindestens 127 Menschen getötet worden. Etwa 180 wurden verletzt, 80 davon lebensgefährlich, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Samstag unter Berufung auf Polizeiquellen.

9:54 Uhr: Unter dem Eindruck der Terroranschläge in Paris am Freitagabend sind am Wochenende im Großraum der französischen Hauptstadt sämtliche Sportveranstaltungen abgesagt worden. Dies beschlossen die Sportverbände und die lokale Verwaltung. Auch öffentliche Orte wie Museen und Freizeitparks bleiben an diesem Wochenende geschlossen. Landesweit setzte zudem der französische Eishockeyverband (FFHG) sämtliche Spiele bis inklusive Sonntag aus.

Attentäter im Raum Rosenheim gefasst?

9:41 Uhr: Nach BR-Informationen wurde ein Mann bei Bad Feilnbach von Schleierfahndern der Rosenheimer Polizei festgenommen. Er gehöre vermutlich zum Kreis der Attentäter, so der BR. Demnach sei der Montenegriner bereits am 5.11. gefasst worden. Es habe Anzeichen gegeben, dass er auf dem Weg nach Paris war. Es wurden demnach Waffen in seinem Auto gefunden. Ein LKA-Sprecher wollte den Aufgriff gegenüber dem BR zunächst nicht bestätigen.

9:35 Uhr: Hier lesen Sie einen Kommentar von Jörg-Stephan Carl, Politikredakteur der HNA.

9:26 Uhr: "Überall war Blut, überall waren Leichen. Die Leute haben geschrien, alle haben versucht zu fliehen", berichtet ein Augenzeuge, der sich mit vier anderen Leuten in einer Toilette verschanzte. Die Berichte von Menschen vor Ort haben wir hier für Sie zusammengefasst.

9:17 Uhr: Die verheerende Terrorserie in Paris hat nach Angaben von Airlines zunächst keine Auswirkungen auf den Flugverkehr von Deutschland in die französische Hauptstadt.

9:13 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft auf Heimweg nach Frankfurt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach den Terroranschlägen in Paris jetzt auf dem Heimweg. Am Samstagmorgen um kurz nach neun Uhr startete die Sondermaschine LH 343 mit der deutschen Delegation nach Frankfurt/Main. Das Flugzeug war extra aus Frankfurt gekommen und stand auf dem Flughafen Charles de Gaulle auf einer Außenposition weit weg vom Terminal.

Weltweite Bestürzung nach Terroranschlägen von Paris

9:08 Uhr: Angela Merkel äußert sich derzeit und spricht Frankreich ihr Mitgefühl und ihre Solidarirät aus. Sie spricht von einem "Albtraum", den die Franzosen. "Wir weinen mit Ihnen", sagt sie in Richtung der Franzosen. "Deutschland fühlt mit Ihnen, in Ihrem Schmerz und Ihrer Trauer."

8:52 Uhr: Die verheerenden Anschläge haben weltweit Bestürzung und Trauer ausgelöst. US-Präsident Barack Obama war einer der ersten, der sich nach der Angriffsserie vom Freitagabend äußerte: "Das ist nicht nur ein Angriff auf die Menschen in Frankreich. Sondern dies ist ein Angriff auf die ganze Menschheit und unsere universellen Werte", sagte er in Washington. Zugleich bot er die Hilfe der USA an, um "die Terroristen vor Gericht zu bringen". Auch Show-Prominente haben sich geäußert, viele über die Sozialen Netzwerke, ebenso verschiedene Sportklubs.

8:34 Uhr: Öffentliche Krankenhäuser in Paris leiten „Plan blanc“ ein

Die öffentlichen Krankenhäuser in Paris haben nach den Terrorattacken vom Freitagabend nach Medienberichten den sogenannten „Plan blanc“ eingeleitet. Wie die Zeitung „Le Monde“ auf ihrer Homepage am Samstagmorgen schrieb, wurden alle Hospitäler in Alarmbereitschaft versetzt. Dasselbe gelte für Notfalldienste und alle weiteren öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Den „weißen Plan“ gibt es seit 2004, er tritt nur in Ausnahmesituationen in Kraft.

8:23 Uhr: Nach den Terroranschlägen von Paris reist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vorzeitig aus der französischen Hauptstadt ab. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf Anfrage. Die Mannschaft habe nach dem Länderspiel gegen Frankreich (0:2) in St. Denis bis zum Morgen im Stade de France ausgeharrt und sei von dort direkt zum Flughafen gebracht worden. „Ich kann bestätigen, dass die Mannschaft jetzt gerade in den Flieger steigt und nach Frankfurt fliegt“, sagte der DFB-Sicherheitsbeauftrate Hendrik Große Lefert dem SID um kurz nach acht Uhr am Morgen: „Alles andere wird im Laufe des Tages entschieden. Wir sind froh, dass wir heute Morgen die Abreise organisieren konnten.“

8:20 Uhr: Auf Twitter laufen im Sekundentakt Tweets unter dem Hashtag #ParisAttacks ein. Das Thema dominiert das soziale Netzwerk. Der Hashtag befindet sich auf Platz 1 der deutschen Twitter-Trends. Eine Auswahl:

8:12 Uhr: Die Chronologie der Ereignisse können Sie hier nachlesen.


8:10 Uhr: Mindestens 120 Menschen sind offenbar bei den Anschlägen getötet worden. Mehr als 200 wurden verletzt. Das DFB-Team soll laut Bild im Stadion übernachtet haben. Staatschef Hollande verhängte noch in der Nacht den Ausnahmezustand.

 

8:03 Uhr: Iran verurteilt Terrorangriffe in Paris - Ruhani sagt Reisen ab

Der Iran hat die Terrorangriffe in Paris scharf verurteilt und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus erklärt. Präsident Hassan Ruhani schrieb am Samstag an seinen französischen Amtskollegen François Hollande: „Im Namen des iranischen Volkes verurteile ich diese unmenschliche Tat.“ Das schreckliche Ereignis habe nur eine Botschaft: Alle Staaten müssen gemeinsam den Terrorismus und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. Seinen für Montag geplanten Besuch in Paris sagte Ruhani ab, genauso wie die für diesen Samstag geplante Reise nach Italien und das Treffen mit dem Papst im Vatikan.

Noch keine Gewissheit über deutsche Opfer bei Terroranschlägen von Paris

7:20 Uhr: Auswärtiges Amt: Noch keine Gewissheit über deutsche Opfer in Paris

Das Außenministerium in Berlin hat noch keine Gewissheit, ob unter den Opfern der Terroranschläge von Paris auch deutsche Opfer sind. „Das Auswärtige Amt hat noch am Abend einen Krisenstab eingerichtet, der mit der Botschaft Paris und den französischen Behörden die ganze Nacht über in Kontakt stand“, sagte ein Sprecher am Samstagmorgen in Berlin. Die nächste Sitzung des Krisenstabes sei für den Vormittag geplant. Bei den Attentaten waren am späten Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden.

6:53 Uhr: Nach den Terroranschlägen hat Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff eine vorzeitige Abreise der deutschen Fußball-Weltmeister angedeutet. „Wir müssen schauen, wie wir weiter vorgehen. Das Wohlbefinden in der Stadt ist nach dem heutigen Tag nicht besonders groß“, sagte der 47-Jährige dem ARD-Hörfunk.

6:17 Uhr: Nach der Anschlagserie in Paris hat die Rockband U2 ein für diesen Samstag geplantes Konzert in der französisches Hauptstadt abgesagt. Das Konzert, das der US-Fernsehsender HBO live übertragen wollte, werde wegen des Ausnahmezustands in Frankreich "nicht wie geplant stattfinden", teilte die Band auf ihrer Internetseite mit. U2, HBO und der Veranstalter Live Nation seien aber "fest entschlossen", das Konzert zu einem "passenden Zeitpunkt" nachzuholen.

Obama telefoniert nach Terroranschlägen mit Hollande

5:34 Uhr: Nach der verheerenden Terrorserie in Paris hat US-Präsident Barack Obama dem französischen Präsidenten François Hollande kondoliert. Wie das Weiße Haus in der Nacht zu Samstag nach einem Telefonat der beiden Politiker mitteilte, sicherte Obama dem französischen Volk erneut die „unerschütterliche und standhafte“ Unterstützung der Vereinigten Staaten zu. Der US-Präsident bekräftigte auch das Angebot, den französischen Behörden bei den Ermittlungen behilflich zu sein. Die beiden Staatsoberhäupter sagten einander zu zusammenzuarbeiten, um die „Geißel des Terrorismus“ zu besiegen. Bei einer beispiellosen Terrorserie waren zuvor in der französischen Hauptstadt mindestens 120 Menschen getötet worden.

5:13 Uhr: One World Trade Center in französischen Nationalfarben erleuchtet

Aus Solidarität mit Frankreich nach der Anschlagserie in Paris ist die gewaltige Antenne des New Yorker One World Trade Center in der Nacht zum Samstag in den französischen Nationalfarben erstrahlt. "Heute und in den kommenden Tagen wird New York das One World Trade Center in blau, weiß und rot erleuchten", sagte Gouverneur Andrew Cuomo. "Wir sind in ernster Solidarität mit dem französischen Volk verbunden."

4:43 Uhr: Ermittler: Mindestens acht tote Terroristen in Paris 

Bei der Terrorserie in Paris sind nach neuen Angaben mindestens acht Attentäter ums Leben gekommen. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf Ermittler. Die meisten Angreifer sollen sich nach dem Überfall auf die Konzerthalle „Bataclan“ oder bei den Anschlägen in der Nähe des Stadions Stade de France selbst in die Luft gesprengt haben.

4:17 Uhr: Bei der Anschlagsserie in Paris sind mindestens 120 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden. 80 Menschen davon seien schwer verletzt worden, verlautete am Samstagmorgen aus Ermittlerkreisen. Angreifer hatten am Freitagabend fast zeitgleich an mindestens sechs Orten in Paris Anschläge verübt, alleine bei einer Geiselnahme in einer Konzerthalle wurden 100 Menschen getötet.

3:43 Uhr: Drei Terroristen im Pariser Konzertsaal „Bataclan“ sollen nach Medienberichten beim Zugriff der Polizei Sprengstoffgürtel gezündet haben. Dies berichteten die Zeitung „Le Figaro“ und weitere französische Medien am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf den Polizeipräfekten. Insgesamt habe es bei dem Konzert vier Angreifer gegeben, alle seien tot.

3:36 Uhr: Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderer extremistischer Gruppen haben die neue Terrorserie in Paris auf Twitter bejubelt. „Nach den französischen Verbrechen in Mali und der Bombardierung in Syrien und im Irak hat der Kampf jetzt begonnen“, hieß es am Samstagmorgen in einem Tweet. Ein anderer Twitterer schrieb auf Englisch: „Nehmt einen Schluck von dem, was Muslime in Syrien und Irak jeden Tag erleben.“

3:08 Uhr: Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat ihre Mitbürger nach der Terrorwelle in der französischen Hauptstadt zur Einheit aufgerufen. „Wir sind aufrecht, wir sind vereint“, schrieb sie am frühen Samstagmorgen auf Twitter. „Angesichts dieser unsäglichen barbarischen Akte, die mehrere Dutzend Tote gefordert haben, ist Paris im Herzen getroffen.“

2:54 Uhr: Frankreich hat am Freitag wieder Grenzkontrollen eingeführt, aber nicht seine Grenze geschlossen. Während der Anschlagsserie hatte Staatspräsident François Hollande zunächst erklärt, er habe die Schließung der Grenzen angeordnet. Das Außenministerium stellte wenig später aber klar, dass es sich um Grenzkontrollen an Straßen, Zuglinien, Häfen und Flughäfen handele. Der Flug- und Zugverbindungen würden gewährleistet.

2:19 Uhr: Wegen der Anschläge in Paris hat Frankreich 1500 zusätzliche Soldaten mobilisiert, um die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt zu verstärken. Überdies berief Staatschef François Hollande für Samstagmorgen 09.00 Uhr einen Sicherheitsrat ein, wie der Elysée-Palast mitteilte.

2:10 Uhr: Angaben zu Opferzahlen bei Terrorangriffen in Paris schwanken

Die genaue Zahl der Opfer bei den verschiedenen Terrorangriffen in Paris ist weiter unklar. Nach Berichten von France Info wurden mindestens 118 Menschen getötet, etwa 90 Opfer gab es demnach im Club "Bataclan". "Le Monde" und der Sender BFMTV melden 112 Tote, 70 davon in dem Konzertsaal. Der stellvertretende Pariser Bürgermeister Patrick Klugman schrieb auf Twitter von 118 Todesopfern.

2:01 Uhr: Anschlagsserie in Paris: Vier Terroristen getötet

Bei der Attentatsserie in Paris sind mindestens vier Terroristen getötet worden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler.

Die katholische Kirche auf Twitter

1:40 Uhr: Hollande und Valls am "Bataclan"

Frankreichs Präsident François Hollande und Regierungschef Manuel Valls sind zu dem am Freitag von Terroristen überfallenen Club "Bataclan" gefahren. Das teilte der Élyséepalast in Paris mit.

1:17 Uhr: Ermittler sprechen von etwa hundert Toten im "Bataclan"

Bei dem Terrorangriff auf die Konzerthalle "Bataclan" in Paris hat es nach neuen Angaben etwa hundert Tote gegeben. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf die Polizei. Beim Versuch der Polizei, die Geiselnahme zu beenden, seien drei der Angreifer getötet worden. Nach Informationen des Radiosender France-Info sind weitere Terroristen noch auf der Flucht.

1:11 Uhr: Attentäter auf der Flucht

Zwei Geiselnehmer sollen getötet worden sein. Über Tote im Konzertsaal gibt es bisher keine gesicherten Informationen. Aber es soll "unendlich viel Verletzte" gegeben haben, meldet ein ARD-Korrespondent. Angeblich sollen zwischen zwei und fünf der Attentäter noch auf der Flucht sein.

Augenzeuge: Terroristen schossen zehn Minuten in Konzertsaal

Die Terroristen haben im Pariser Konzertsaal "Bataclan" laut einem Augenzeugen etwa zehn Minuten mit Kalaschnikows um sich geschossen. Ein Radioreporter, der zufällig im "Bataclan" war, erzählte dem US-Sender CNN, die Männer seien schwarz gekleidet gewesen und hätten wahllos in die Menge geschossen. Sie seien nicht maskiert gewesen. Ein Geiselnehmer, dessen Gesicht er gesehen habe, sei um die 20 bis 25 Jahre gewesen. Er selbst habe fliehen können. Am Ausgang habe er mindestens 20 Leichen und zahlreiche Verletzte gesehen. Ein Freund habe sich im Theater versteckt, er habe im SMS-Kontakt mit ihm gestanden, erzählte der Radioreporter.

Bei dem Terrorangriff im Pariser Club Bataclan haben Terroristen geschossen und "Allah ist groß" gerufen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Augenzeugen.

0:45 Uhr: #porteouverte: Zuflucht für deutsche Fans in Paris 

Nach den Anschlägen mit zahlreichen Toten in Paris organisiert sich im Internet Hilfe für auswärtige Gäste. Unter dem Twitter-Hashtag #porteouverte (offene Tür) boten Pariser in der Nacht zum Samstag unter anderem Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Unterschlupf in ihren Wohnungen an. Die Zeitung "Le Figaro" und zahlreiche weitere Nutzer wiesen auf das Schlagwort hin. Einige Nutzer warnten allerdings, konkrete Adressen könnten Angreifern ein Ziel bieten. Die Bewohner der französischen Hauptstadt waren aufgerufen worden, ihre Häuser nicht zu verlassen und auf Anweisungen der Polizei zu warten.

0:18 Uhr: Eine der Explosionen in der Nähe des Stade de France in Paris ist laut Ermittlerkreisen durch einen Selbstmordattentäter ausgelöst worden. In der Nähe des Fußballstadions im Norden von Paris, in dem zu dem Zeitpunkt die deutsche Nationalmannschaft gegen das französische Team spielte, waren mindestens fünf Menschen getötet worden. Bei der Anschlagsserie am Freitagabend, bei der es auch Schießereien und eine Geiselnahme gab, wurden insgesamt mindestens 39 Menschen getötet.

0:16 Uhr: Moskau verurteilt "unmenschliche Taten" in Paris zutiefst

Russland hat sich schockiert über die Anschläge in der französischen Hauptstadt Paris mit vielen Toten geäußert. "Wir verurteilen diese unmenschlichen Taten zutiefst und sind bereit, jede erdenkliche Hilfe bei der Untersuchung dieser terroristischen Verbrechen zu gewähren", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am späten Freitagabend in Moskau. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach von "furchtbaren Ereignissen" in Paris. Russland teile den Schmerz Frankreichs. Sie sei in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen, betonte Sacharowa russischen Agenturen zufolge.

0:14 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert über die Anschlagsserie in Paris gezeigt. "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris", erklärte Merkel. Die Bundesregierung stehe in Kontakt mit der französischen Regierung und habe ihr die Anteilnahme und Solidarität der Menschen in Deutschland übermittelt.

0:10 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande hat wegen der Anschlagsserie an mehreren Orten in Paris den Ausnahmezustand verhängt. Zugleich kündigte er am Freitagabend die Schließung der Grenzen an. Hollande sprach von „mehreren Dutzend Toten“. Das Militär solle verstärkt werden, um weitere Anschläge zu verhindern. Alle Krankenhäuser der französischen Hauptstadt wurden in den Ausnahmezustand versetzt. Nach Informationen des französischen Fernsehsenders BFM wurden mindestens 60 Menschen getötet.

23:58 Uhr: Mindestens 60 Tote bei Angriffen in Paris

Zehn Monate nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ ist die französische Hauptstadt Paris erneut von einer Reihe von Angriffen erschüttert worden. Der Sender BFMTV berichtete von mindestens 60 Toten. Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte zunächst unter Berufung auf die Polizeipräfektur von mindestens 18 Toten berichtet. Ein Schauplatz war das Fußballstadion Stade de France, wo die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Zudem wurden den Angaben zufolge in einem Konzertsaal Geiseln genommen.

23:41 Uhr: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich erschüttert und entsetzt über die Attacken von Paris geäußert. „Wir stehen an der Seite Frankreichs“, sagte Steinmeier am Freitagabend in der französischen Hauptstadt.

23:20 Uhr: Bundestrainer Löw: "Alle erschüttert und schockiert" 

Bundestrainer Joachim Löw hat mit großer Bestürzung und Betroffenheit auf die Ereignisse in Paris reagiert. "Wir sind alle erschüttert und schockiert", sagte Löw am Freitag in der ARD nach der 0:2-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich. "Für mich tritt der Sport oder die Gegentore in den Hintergrund." Teammanager Oliver Bierhoff sprach von "großer Unsicherheit, großer Angst und großer Betroffenheit" auch in der deutschen Kabine.

23:00 Uhr: Bei Schießereien und einer Geiselnahme in einer Pariser Konzerthalle und bei Explosionen nahe des Fußballstadions in der französischen Hauptstadt sind am Freitagabend 18 Menschen getötet worden. Das gab die Polizei bekannt. Bei dem Angriff auf die Konzerthalle Bataclan habe es 15 Todesopfer gegeben. Drei Menschen seien bei den Explosionen in der Nähe des Stade de France getötet worden.

22:53 Uhr: Agentur: Geiselnahme in Konzertsaal

In einem Konzertsaal in Paris sollen Unbekannte Geiseln genommen haben. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend unter Berufung auf die Polizeipräfektur. Eine Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten.

22:48 Uhr: Bei mehreren Attacken in Paris sind nach ersten Angaben mindestens 18 Menschen getötet worden. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend unter Berufung auf die Polizeipräfektur. Ein Polizeisprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur Schüsse im 10. Arrondissement, nannte aber zunächst keine Details. Auch zur Zahl der Opfer wollte er sich nicht äußern.

22:26 Uhr: Schießereien und Explosionen in Paris

Während des Fußball-Länderspiels zwischen Frankreich und Weltmeister Deutschland sind in Paris offenbar mehrere Menschen ermordet worden. Die genauen Umstände der Taten sind noch nicht bekannt. Nach mehreren Medienberichten soll es in der Nähe des Stadions drei Explosionen, bei einer Schießerei in der Stadt soll es mindestens vier Tote gegeben haben. Während des ersten Halbzeit des Spiels im Stade de France war ein lauter Knall zu hören gewesen, der zunächst nicht zuzuordnen war. Schnell machte die Nachricht die Runde, Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande verließ zur Halbzeit das Stadion. Die Arena wurde ansonsten abgeriegelt, niemand durfte sie betreten oder verlassen, über dem Stadion kreisten Hubschrauber.

Länderspiel: Der Moment der Detonation

Video

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Schießereien, Explosionen: Nacht des Schreckens in Paris

- Safetycheck von Facebook: Finde heraus, ob deine Freunde sich in der Nähe der Anschlagsorte aufhalten

dpa/afp

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