Flüchtlinge in Griechenland (Archivbild).
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Flüchtlinge in Griechenland (Archivbild).

Laut Ministerium in Athen

Terror in Paris: Täter war als Flüchtling registriert

Athen - Nach Erkenntnissen der griechischen Regierung wurde einer der Täter der Anschläge von Paris im Oktober in Griechenland als Flüchtling registriert.

Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse nach dem Terror in Paris in unserem News-Ticker.

Einer der mutmaßlichen Terroristen von Paris könnte Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein. „Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden“, teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit. Das Ministerium wisse nicht, durch welche andere Länder der Inhaber des Passes weitergereist sei, hieß es.

Die französischen Behörden hatten in der Nähe der Leiche eines der mutmaßlichen Terroristen einen syrischen Pass gefunden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise berichtete. Laut Polizeikreisen gehen die Ermittler zusammen mit ausländischen Geheimdiensten derzeit einer "syrischen Spur" nach.

Zu der Anschlagsserie am Freitagabend im Zentrum von Paris und dem nördlichen Vorort St. Denis mit 128 Toten bekannte sich am Samstag die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Frankreich beteiligt sich seit Herbst 2014 am US-geführten Militäreinsatz gegen die Extremisten im Irak und fliegt seit September 2015 auch Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien.

Bislang noch keine Belege für Islamisten unter Flüchtlingen in Deutschland

Belege für Dschihadisten unter den Flüchtlingen gibt es für Deutschland bislang nicht. Trotzdem macht sich Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) keine Illusionen: „Wir müssen zumindest davon ausgehen, dass unter den vielen Flüchtlingen auch solche sein können, die Kampferfahrung haben“, sagt er dem Magazin „Stern“ und warnt: „Wir sehen das schon als abstrakte Gefahr.“

Spanische Sicherheitsbehörden warnten im September, dass Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat als Flüchtlinge getarnt in die EU einreisen könnten. Nach den Informationen der Spanier gibt es Hinweise dafür, dass in Syrien gestohlene Blankoreisepässe an Mitglieder des IS verkauft worden sein könnten.

Terror in Paris: News-Ticker und die wichtigsten Fakten

Das Wichtigste im Überblick: Wir haben bereits einen Artikel mit den wichtigsten Fakten zum Terror in Paris.

dpa/AFP

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Kommentare

DerPreiss
(0)(0)

Die wohl unpassenste Aussage hat wohl wieder die Anmaaßung in Person gemacht: während im Livebericht auf ntv/n24 usw bekannt gegeben wurde, das einer der Attentäter wohl über die Balkanroute gekommen sei, sprach ER davon, das es keinerlei Zusammenhang mit Syrienflüchtlinge gäbe.
Ich gehe auch davon aus, dass es kein Flüchtling war, er schon vorher in Brüssel lebte wie alle anderen, aber den "Pass" muss er ja irgendwo her gehabt haben, bzw die Daten, denn den Pass haben die sicher auch selber gemacht.

Libella
(0)(0)

Und Merkel verhandelt mit der Türkei, ein Land das immer undemokratischer wird, will Geld - unser Geld - geben damit die Flüchtlinge da bleiben dürfen und nur noch kontrolliert ausreisen. Warum erst jetzt und warum helfen die Muslime nicht selber ihren Glaubensbrüdern und Schwestern. Die Türkei unterstützt den IS und Deutschland will in dieses Land Geld pumpen, Deutschland? Merkel denkt im realitätsfernen Größenwahn, SIE ist Deutschland. Afrika soll Geld bekommen, dieses Land bekommt seit Jahrzehnten Geld, stützt vor allem die korrupten Regierungen, aber nun damit sie ihre eigenen Leute wieder zurücknehmen.Wie krank ist diese Politik und jeder der sie unterstützt? Nun ist der islamische Krieg nach Europa gekommen, nicht erst seit vorgestern, wann ist er in Deutschland. Ich hoffe auf Massenanzeigen gegen die Personen die die Sicherheit des eigenen Volkes und Europas wissentlich und schändlich gefährdet haben und weiterhin gefährden. Aber da man deutschenfeindliche Politik betreibt und weiterhin Waffen verkaufen will, Willkommen im Chaos!

GailtalerAntwort
(2)(0)

... aber dass unkontrollierte Masseneinwanderung ein Sicherheitsrisiko darstellt, wird man wohl noch feststellen dürfen.