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Ermittlungen an dem Ort, wo ein Mann zwei Brüsseler Polizisten mit einem Messer angriff.

Ermittlungen in Brüssel

Messer-Attacke auf Polizisten - Möglicher Terrorangriff

Brüssel - Nach einem Bombenalarm musste in Brüssel der Nordbahnhof evakuiert werden. Eine Bombe fand sich nicht. Einen Messerangriff auf Polizisten nehmen die Ermittler nun aber sehr ernst.

Nach einem Messerangriff auf zwei Polizisten in Brüssel ermitteln die Behörden wegen Terrorverdachts. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hatte die beiden Beamten am Mittwochmorgen attackiert. Weder seine Identität noch sein Motiv seien bisher bekannt. „Die vorläufigen Ermittlungsergebnisse zeigen, dass es sich um einen möglichen Terrorangriff handeln könnte“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. 

Eines der beiden Opfer wurde am Hals verletzt, das andere im Bauchbereich. Eine weitere Polizeipatrouille schoss den Angreifer ins Bein und überwältigte ihn. Weder die Polizisten noch der Angreifer befinden sich in Lebensgefahr. 

Ein Augenzeuge, der nicht namentlich genannt wurde, schilderte dem Fernsehsender RTBF den Tathergang folgendermaßen: "Ich habe den Angreifer gesehen, der den Polizisten niedergeschlagen hat. Er hat sich auf ihn gestürzt und mit der Faust geschlagen und getreten. Der Polizist hat sich ins Gebüsch gerollt, aber er hat ihn verfolgt und weiter geschlagen. Danach hat er die Dame geschlagen, sie weinte und war voller Blut."

Angreifer ist Ex-Soldat der belgischen Armee 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Angreifer um einen 43 Jahre alten Belgier namens Hicham D.. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr aus Ermittlerkreisen, dass es sich bei dem 43-Jährigen um einen ehemaligen Soldaten handelt, der bis 2009 in der belgischen Armee diente. Belgischen Medien zufolge war er der Justiz wegen Kontakten zu Verdächtigen bekannt, die als ausländische Kämpfer ins Bürgerkriegsland Syrien gereist waren. Aus weiteren Medienberichten ließ sich ableiten, dass es sich bei dem Täter um einen Ex-Soldaten, Profi-Boxer und fünffachen Vater handelte, der 2004 bei den Regionalwahlen in Brüssel für eine islamische Partei kandidiert hatte.

Bei der Festnahme wurde ein weiterer Beamter leicht verletzt. a

Ein auf Terrorismus spezialisierter Untersuchungsrichter soll nun entscheiden, ob der Täter in Gewahrsam bleibt. Bei einer Hausdurchsuchung in der Unterkunft des Angreifers wurden weder Waffen noch Sprengstoff gefunden.

Die belgische Hauptstadt wurde am Mittwoch auch durch eine Bombendrohung am Nordbahnhof aufgeschreckt. Das Gebäude wurde vorübergehend gesperrt, ebenso der Sitz der Brüsseler Staatsanwaltschaft, der auch Ziel der Bombendrohung war. In beiden Fällen handelte es sich um falschen Alarm.

dpa/afp

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