Rebellen
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Rebellen bekämpfen Krieger der Terrorgruppe "Islamischer Staat".

"Islamischer Staat"

Terrorgruppe erobert wichtige syrische Stadt

Dair as-Saur - Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) hat ihre Kontrolle im Osten Syriens weiter ausgebaut und große Teile der strategisch wichtigen Provinzhauptstadt Dair as-Saur eingenommen.

Andere islamistische Gruppen wie die Al-Nusra-Front hatten sich zuvor aus den Gebieten zurückgezogen, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag berichtete.

Laut den syrischen Menschenrechtlern beherrschen die Kämpfer der sunnitischen Extremisten nun mehr als 95 Prozent der Provinz Dair as-Saur. Anfang des Monats hatte sie dort bereits das wichtige Ölfeld Al-Omar kampflos von der Al-Nusra-Front übernommen. Die Terrorgruppe kontrolliert in Syrien mittlerweile ein Gebiet, das fünfmal so groß ist wie der Nachbarstaat Libanon. Es reicht von der türkischen Grenze bis zur Grenze des Irak, wo IS-Kämpfer ebenfalls große Teile im Norden und Westen des Landes übernommen haben.

Einige Teile von Dair as-Saur werden noch von Truppen der syrischen Regierung kontrolliert, darunter ein Militärflughafen im Süden der Stadt. Die Regierungseinheiten hätten nach dem IS-Vormarsch ihre Kontrollpunkte verstärkt und neue errichtet, berichtete die syrische Beobachtungsstelle.

Sicherheitsrat erlaubt direkte Hilfslieferungen

Gute Nachrichten gibt es derweil von Seiten des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen: Er erlaubte am Montag Hilfsorganisationen, vier neue Grenzübergänge und weitere Routen innerhalb Syriens zu nutzen. Damit sollen drei Millionen Menschen vor allem in belagerten Regionen mit Nahrung und Medizin erreicht werden. Das mächtigste UN-Gremium beklagt in der einstimmig angenommenen Resolution zugleich, dass der Ruf nach Schutz der Zivilisten und Zugang für Helfer nicht gehört worden sei.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Resolution. Mindestens 10,8 Millionen Menschen bräuchten Hilfe, jetzt könne viel direkter geholfen werden. Die UN-Hilfsorganisationen würden die Resolution sofort umsetzen.

„Diese Resolution wird Millionen Leben retten“, hieß es von der britischen Mission. Endlich könnten Menschen erreicht werden, zu denen es seit zum Teil Jahren keinen Zugang gab. Auch die französische Vertretung sprach von der „Hoffnung, die schlimmste humanitäre Katastrophe seit 1945 lindern zu können“. Seit März 2011 seien 170.000 Menschen getötet worden.

Auch internationale Hilfsorganisationen begrüßten die Resolution. Das sei ein diplomatischer Durchbruch, der jetzt von den Helfern mit Leben erfüllt werden müsse, hieß es aus einer Koalition von 34 Organisationen, darunter Oxfam, World Vision und Human Rights Watch. Die humanitäre Situation werde von Tag zu Tag schlechter - auch wegen der Blockade des Sicherheitsrates. „Untätigkeit hat so viele Menschenleben gekostet. Es ist Zeit, die Ideale einer internationalen Gemeinschaft endlich umzusetzen“, sagte der Vorsitzende des Verbundes, Großbritanniens Ex-Außenminister David Miliband.

dpa

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