Erneuerbare Energien haben in Deutschland im vergangenen Jahr bei Erzeugung und Verbrauch den Spitzenplatz vor der Braunkohle übernommen. Foto: Patrick Pleul
+
Erneuerbare Energien haben in Deutschland im vergangenen Jahr bei Erzeugung und Verbrauch den Spitzenplatz vor der Braunkohle übernommen. Foto: Patrick Pleul

Trendwende im deutschen Strommarkt

Berlin (dpa) - Im deutschen Strommarkt hat es 2014 gleich mehrere Trendwenden gegeben. Zum einen haben erneuerbare Energien sowohl bei Erzeugung als auch beim Verbrauch den Spitzenplatz vor der Braunkohle übernommen.

Steinkohle und Erdgas werden hingegen immer stärker zurückgedrängt, zugleich sanken nach mehreren Jahren mit Steigerungen die Treibhausgasemissionen. Und trotz Wirtschaftswachstums sank der Stromverbrauch um 3,8 Prozent, der zweitstärkste Rückgang seit 1990. Das ergaben Datenauswertungen der renommierten Denkfabrik Agora Energiewende, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen.

Zugleich gab es erhebliche Schwankungen, je nach Wetter: Während Solar-, Wind-, Wasser- und Biomasseenergie am 11. Mai 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs sichern konnten, waren es am 12. November nur zehn Prozent. Daher sind weiter erhebliche Kraftwerkskapazitäten notwendig, viele Anlagen rechnen sich aber wegen zu weniger Betriebsstunden kaum noch. Im Frühjahr wird das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld (Bayern) vom Netz gehen, zugleich werden bis zu 2280 Megawatt an neuen Kapazitäten bei der Windkraft im Meer erwartet.

Der Stromexport stieg erneut auf ein Rekordniveau, das Überangebot hielt die Einkaufspreise auf niedrigem Niveau, auch die Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien ist erstmalig gesunken. Agora-Direktor Patrick Graichen betonte: "Wenn man will, könnte man die Strompreise um einen halben Cent je Kilowattstunde senken."

Erste Auswertungen des BDEW

Status Quo bei Gesetzen zur Energiewende

Informationen zur EEG-Umlage

Aktuelle Stromproduktion in Deutschland

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tausende wollen gegen rechtspopulistische Demo protestieren

Berlin (dpa) - Das rechtspopulistische Bündnis "Wir für Berlin & Wir für Deutschland" will am Samstag in Berlin gegen die Aufnahme von Flüchtlingen demonstrieren. Es …
Tausende wollen gegen rechtspopulistische Demo protestieren

Erdogan kündigt Rücknahme aller Klagen wegen Beleidigung an

Ankara - Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei sinnt Präsident Erdogan offenbar auf Rache und ist bereit, die Todesstrafe wieder einzuführen. Auch Deutschland soll …
Erdogan kündigt Rücknahme aller Klagen wegen Beleidigung an

Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

München – Nach dem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Hauptstadtpresse fordert  Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer schärfere Grenzkontrollen.
Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

30 000 Menschen zur Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

Der Putschversuch in der Türkei belastet auch das Klima unter den in Deutschland lebenden Türken. Erdogan-Anhänger planen eine Großkundgebung in Köln. Zudem sorgen …
30 000 Menschen zur Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

Kommentare