Donald Trump
+
180-Grad-Wende: Donald Trump hat am Freitag seine Positionen zu Folter und Anti-Terrormaßnahmen korrigiert.

US-Wahlkampf

Rückzieher: Trump revidiert Haltung zu Folter

Washington - Donald Trump korrigiert seine Positionen zu Folter und Anti-Terrormaßnahmen in zentralen Punkten um 180 Grad.

Er verstehe, dass die USA an Recht und Verträge gebunden seien, zitierte das „Wall Street Journal“ am Freitag aus einem Statement Trumps. Er werde das Militär oder andere Offizielle nicht anweisen, dieses Recht zu brechen. Er werde in diesen Fragen ihren Rat suchen.

Noch am Vorabend hatte Trump in der TV-Debatte der Republikaner in Detroit gesagt, er halte an seiner Unterstützung von Waterboarding (bei dieser geächteten Befragungsmethode wird Ertrinken simuliert) und noch härterer Foltertechniken fest. Auch wiederholte er seine Bereitschaft, Familienangehörige von Terroristen zu verfolgen.

Hochrangige Militärs und Geheimdienstler hatten in den vergangenen Tagen öffentlich scharfe Kritik an Trump geäußert. Sie machten deutlich, dass es sich bei den von ihm propagierten Maßnahmen um Kriegsverbrechen handele, die internationales Recht brächen und sich gegen alles wendeten, wofür die USA in der Welt einstünden.

Trump erklärte am Freitag: „Ich werde niemanden aus dem Militär bitten, das Recht zu missachten. Es ist klar, dass ich als Präsident wie alle Amerikaner an diese Gesetze gebunden bin, und ich werde diese Verantwortung wahrnehmen.“

dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Airbus-Chef sieht große Zukunft für Pannen-Projekt A400M

Berlin (dpa) - Die Probleme beim Bundeswehr-Transportflugzeug A400M nehmen kein Ende - dennoch sieht Airbus-Vorstandschef Tom Enders eine große Zukunft für den …
Airbus-Chef sieht große Zukunft für Pannen-Projekt A400M

Zweifel an Ende der Visumpflicht für Türken im Oktober

Berlin (dpa) - Im Streit der EU mit Ankara um Flüchtlingspakt und Aufhebung der Visumpflicht für Türken stellt EU-Parlamentschef Martin Schulz nunmehr den Oktober-Termin …
Zweifel an Ende der Visumpflicht für Türken im Oktober

Schulz zur K-Frage in der SPD: "Mein Platz ist in Brüssel"

Berlin (dpa) - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) steht seiner Partei für eine Kanzlerkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl nicht zur Verfügung. "Mein Platz …
Schulz zur K-Frage in der SPD: "Mein Platz ist in Brüssel"

AfD-Vize Gauland beleidigt Boateng mit rassistischem Spruch

Berlin - Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat mit fremdenfeindlichen Äußerungen den Fußball-Nationalspieler und FC-Bayern-Star Jerome Boateng …
AfD-Vize Gauland beleidigt Boateng mit rassistischem Spruch

Kommentare