Im Osten des Landes

Poroschenko kündigt Kampfpause an

Kiew - Die Führung der Ukraine will ihre Kampfhandlungen im Osten des Landes am 9. Dezember stoppen. Das geht aus einer Mitteilung der Präsidenten hervor. 

Mit einem „Tag der Stille“ für die Armee will der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einen neuen Anlauf für eine Feuerpause im Konfliktgebiet Ostukraine einleiten. Am kommenden Dienstag sollen die Waffen in der Unruheregion schweigen, wie Poroschenko am Donnerstag nach einem Treffen mit den Chefs seiner Sicherheitskräfte in Kiew ankündigte.

Die prorussischen Separatisten hatten zuvor eine Einigung auf eine neue Kampfpause ab Freitag mitgeteilt, die die Behörden in Kiew aber nicht bestätigt hatten.

Mehr als 1000 Menschen seit September bei Gefechten getötet

Die Aufständischen in Donezk teilten mit, sie seien bereit, die Waffenruhe einzuhalten. Verteidigungsminister Stepan Poltorak sagte in Kiew, Hauptsache sei, dass Frieden herrsche.

Bereits seit Anfang September gilt zwischen der ukrainischen Regierung und den Separatisten eine Feuerpause, die aber brüchig ist. Mehr als 1000 Menschen wurden seitdem bei Gefechten getötet.

Nach Darstellung der Behörden stehen dem Militär in der Ostukraine mehr als 32.000 prorussische Kämpfer gegenüber. Darunter seien bis zu 10.000 russische Soldaten, behauptete Alexander Rosmasnin vom Generalstab. Moskau weist solche Vorwürfe zurück. Kremlchef Wladimir Putin verteidigte seine Ukraine-Politik bei einer Rede in Moskau.

AFP/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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