Ukraine
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Pro-russische Milizen fahren in einem Panzer durch Donezk.

Ukraine-Krise

USA legt Beweisfotos für russische Attacken vor

Donezk - Das US-Außenministerium hat vier Fotos veröffentlicht, die beweisen sollen: An dem Beschuss der Ostukraine sind russische Artilleriegeschütze beteiligt.

Die US-Regierung hat am Sonntag angebliche Beweise dafür vorgelegt, dass russische Soldaten über die Grenze hinweg ukrainische Streitkräfte beschossen haben. Das Büro des Nationalen Geheimdienstdirektors veröffentlichte Satellitenaufnahmen, die zwischen dem 21. und 26. Juli entstanden seien. Den US-Angaben zufolge belegen die Fotos auch, dass prorussische Separatisten in der Ostukraine von Russland gelieferte schwere Artillerie gegen ukrainische Soldaten eingesetzt haben.

Die Aufnahmen zeigen demnach unter anderem Abschussspuren an einer Raketenstellung auf russischer Seite, die auf ukrainische Einheiten in der Ostukraine gerichtet sind. Weiträumige Einschläge nahe dieser Einheiten deuteten auf den Einsatz von Mehrfach-Raketenwerfern hin, heißt es weiter.

Am Donnerstag hatten die USA Moskau unter Verweis auf Geheimdienstangaben vorgeworfen, auf ukrainischen Gebiet militärisch aktiv zu sein sowie weitere Waffenlieferungen an die Rebellen zu planen. Die russische Regierung wies die Vorwürfe umgehend zurück und warf den USA Verleumdung vor.

Separatisten holen sich Panzer aus Museum

Prorussische Separatisten in der Ostukraine haben sich im Museum mit Nachschub versorgt. In ihrer Hochburg Donezk nutzten sie einen Besuch des dortigen Weltkriegsmuseums, um sich mit einem sowjetischen Panzer und zwei Haubitzen auszustatten.

"Sie hatten eine schriftliche Erlaubnis", sagte ein Wachposten am Eingang des Museums einem AFP-Reporter. "Sie nahmen den am wenigsten beschädigten Panzer und luden alles auf einen großen Lastwagen".

Nach Angaben des Wachmanns liegt der ungewöhnliche Besuch rund zwei Wochen zurück. Auf dem Boden des Museums waren am Freitag noch immer die Spuren der fehlenden Exponate zu sehen. "Glaubst Du das, jetzt stehlen sie sogar Museumsstücke", sagte ein Vater, der gemeinsam mit seinem Sohn die Ausstellung besuchte.

Es scheint nicht das erste Mal zu sein, dass sich die prorussischen Separatisten in ihrem Kampf gegen Kiew alter Waffen bedienen. Anfang des Monats tauchten auf YouTube Aufnahmen aus dem Ort Kostjantiniwka auf, auf denen Kämpfer versuchen, einen Stalin-Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg wieder in Gang zu bringen, der dort jahrzehntelang als Denkmal diente.

Mindestens 13 Zivilisten bei Kämpfen in Ostukraine getötet

Bei Kämpfen im Osten der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen getötet worden. Unter den Opfern in der umkämpften Stadt Gorliwka nördlich von Donezk seien zwei Kleinkinder, erklärte die Regionalverwaltung am Sonntag. Die Bemühungen zur Versorgung der Verletzten würden durch "andauernde Feuergefechte" behindert. Ein ukrainischer Militärsprecher hatte zuvor berichtet, die prorussischen Separatisten würden Wohnviertel in der 250.000-Einwohner-Stadt mit Raketenwerfern vom Typ Grad beschießen.

Gorliwka liegt 45 Kilometer nördlich der Großstadt Donezk. Die Region ist seit Wochen heftig umkämpft zwischen den Regierungstruppen und den prorussischen Rebellen, die in den Regionen Donezk und Lugansk "Volksrepubliken" ausgerufen haben. Die Kämpfe werden von beiden Seiten mit großer Härte geführt. Trotz der Mobilisierung großer Kampfverbände mit schweren Waffen macht die Offensive der Regierung nur geringe Fortschritte. Kiew wirft Russland vor, die Rebellen mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen, was Moskau bestreitet.

AFP

Kämpfe in der Ostukraine: Offensive gegen Separatisten

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