Auch in den USA geht die Terrorangst um. Besonders gefürchtet werden "lone-wolf-attacks" - unberechenbare Angriffe von Einzelgängern. Nun hatte es ein junger Mann auf das Kapitol in Washington abgesehen. Foto: Allison Shelley/Archiv
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Auch in den USA geht die Terrorangst um. Besonders gefürchtet werden "lone-wolf-attacks" - unberechenbare Angriffe von Einzelgängern. Nun hatte es ein junger Mann auf das Kapitol in Washington abgesehen. Foto: Allison Shelley/Archiv

FBI vereitelt Anschlag auf Kapitol in Washington

Washington (dpa) - Die US-Bundespolizei FBI hat einen 20-Jährigen festgenommen, der ein Attentat auf das Kapitol in Washington geplant haben soll.

Der Amerikaner aus Ohio habe ausgesagt, er habe Rohrbomben in der Nähe des Kapitols zur Explosion bringen und dann auf Fliehende schießen wollen. Er habe sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und andere ausländische Extremisten zum Vorbild genommen. Das Gebäude ist Sitz der beiden Parlamentskammern des Landes.

Der junge Mann sei am Mittwoch gefasst worden, nachdem Informanten der Bundespolizei FBI mit ihm Kontakt aufgenommen hätten, teilte das Justizministerium mit. Der mutmaßliche Täter sei den Behörden aufgefallen, nachdem er auf Twitter Mitglieder des Kongresses bedroht habe, berichtete die "New York Times" am Donnerstag unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Nach Angaben des Justizministeriums hatte der Mann zudem in sozialen Netzwerken Videos zur Unterstützung des IS veröffentlicht.

Laut Justizministerium wurde der Beschuldigte festgenommen, nachdem er bereits Waffen und Munition gekauft hatte. Er habe einem ermittelnden FBI-Agenten erzählt, dass er mit ausländischen Terrorgruppen in Verbindung stehe. Aber er wollte nicht auf ihre Zustimmung warten, um seinen Plan umzusetzen, wie die "New York Times" unter Berufung auf das FBI berichtete. Anschlagspläne wurden demnach auf seinem Computer gefunden.

Präsident Barack Obama warnt seit langem davor, die größte Terrorgefahr gehe von Einzeltätern aus, die ohne enge Beziehungen zu internationalen Terrororganisationen wie Al-Kaida zuschlagen - meist auf eigene Faust und mit selbst gebastelten Bomben. Erst am Vortag war die Anklage eines Mannes wegen Morddrohungen gegen den Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, John Boehner, publik geworden. Er stammte ebenfalls aus Ohio. Boehner gilt als einer der einflussreichsten Republikaner in den USA.

Bereits in der Vergangenheit hatten die US-Behörden Anschlagspläne durchkreuzt, indem Agenten mit potenziellen Tätern Kontakt aufnahmen und diese so in die Falle lockten.

New York Times

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