Kampf gegen IS

US-Luftwaffe fliegt erstmals Angriff nahe Bagdad

Bagdad  - Die US-Luftwaffe hat erstmals einen Angriff auf Dschihadisten der Gruppe Islamischer Staat (IS) nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad geflogen.

Wie das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Montag mitteilte, zielte der Angriff auf eine IS-Stellung südwestlich der irakischen Hauptstadt. IS-Kämpfer hätten von dort aus Schüsse auf irakische Soldaten abgegeben. Der US-Luftangriff sei Teil der "erweiterten Bemühungen, US-Einrichtungen zu schützen, humanitäre Hilfen zu unterstützen und der irakischen Armee im Kampf gegen IS-Terroristen zu helfen".

Ein weiterer US-Luftangriff zielte den Angaben zufolge auf die Region nahe des Sindschar-Gebirges im Nordirak. Dabei seien sechs Fahrzeuge der Dschihadisten zerstört worden. Die US-Luftangriffe hatten sich bislang auf den Norden des Landes konzentriert. Im August waren zehntausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden vor dem Vorstoß der IS-Kämpfer in das nördliche Sindschar-Gebirge geflüchtet.

Die USA fliegen bereits seit Anfang August Luftangriffe gegen IS-Stellungen im Irak. Mit den jüngsten Luftangriffen nahe Bagdad und des Sindschar-Gebirges summiert sich die Zahl der US-Angriffe nach Armeeangaben auf 162.

Die USA, die eine internationale Koalition gegen den IS aufbauen, wollen ihr militärisches Vorgehen auch auf Syrien ausweiten. Der IS hat Teile Syriens und des Irak unter seine Kontrolle gebracht und dort ein "Kalifat" ausgerufen.

Mindestens 22 IS-Kämpfer durch US-Luftangriffe im Nordirak getötet

Bei US-Luftangriffen in der Nähe der nordirakischen Stadt Mossul sind Augenzeugenberichten zufolge mindestens 22 Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ums Leben gekommen. Einwohner berichteten am Dienstag, die US-Jets hätten mehrere IS-Stellungen im Umland von Mossul attackiert. Die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News hatte am Morgen gemeldet, kurdische Einheiten hätten die IS-Kämpfer aus fünf weiteren Dörfern nordöstlich von Mossul vertrieben. Der Terrormiliz seien große Verluste zugefügt worden. Mit Hilfe von US-Luftangriffen hatten kurdische Peschmerga-Einheiten im vergangenen Monat eine Offensive gegen die Extremisten im Nordirak begonnen.

AFP/dpa

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