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Sollte Donald Trump auch am 15. März gewinnen, wäre seine Kandidatur schwerlich zu verhindern.

Sendung nimmt unerwartetes Ende 

TV-Debatte: Alle Republikaner gegen Trump, aber dann... 

Washington - Die anderen US-Republikaner-Kandidaten wollen Donald Trump verhindern. Kommt ihr Versuch zu spät? Eine aggressive TV-Debatte hat am Ende für Irritationen gesorgt. 

Im wichtigsten Monat der US-Vorwahlen versuchen die US-Republikaner mit aller Macht, einen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump noch zu verhindern (lesen Sie unseren Live-Ticker zur US-Wahl 2016 vom Freitag).

In einem viel beachteten Auftritt rief der Republikaner-Kandidat des Jahres 2012, Mitt Romney, am Donnerstag dazu auf, keinesfalls Trump für die Kandidatur zu nominieren. Der Immobilien-Milliardär aus New York sei "ein Trugbild", sagte Romney an der Universität von Utah.

Der 69 Jahre alte Seiteneinsteiger Trump hat zehn der bisher 15 US-Vorwahlen gewonnen. Große Teile des Parteiführung lehnen den schrillen New Yorker ab. Trump liegt in vielen Umfragen für die nächsten Wahlen vorn.

Sollte Trump am 15. März auch die großen Bundesstaat Florida und Ohio gewinnen, wäre seine Kandidatur schwerlich zu verhindern. In Florida, wo dem Wahlsieger laut Statuten alle Delegiertenstimmen gehören, liegt Trump in Umfragen weit vorn.

An diesem Samstag geht die Kandidatenkür bei den Republikanern zunächst in den Bundesstaaten Kansas, Kentucky, Louisiana und Maine weiter.

"Seine Versprechen sind so wertlos wie ein Abschluss an der Trump University", sagte Romney mit Blick auf die Vorwürfe, Trump habe an seiner "Universität" bis zu 5000 Studenten betrogen. "Seine Innenpolitik würde in die Rezession führen. Und seine Außenpolitik würde Amerika und die Welt unsicherer machen", sagte Romney und fügte hinzu: "Er hat weder die Veranlagung noch das Urteilsvermögen, um Präsident sein zu können."

Trump nennt Romney nutzlos, überflüssig, und irrelevant

Trump reagierte prompt, nannte Romney nutzlos, überflüssig, und irrelevant. "Romney hat sich gedrückt, er hätte sehr schwer verloren", sagte Trump in Maine. Romney habe 2012 den Druck nicht ausgehalten.

2012 hatte Trump den Kandidaten Romney noch unterstützt. "Er wäre dafür auch vor mir auf die Knie gegangen", sagte Trump.

Zuvor hatten sich weitere prominente Republikaner dafür ausgesprochen, mit Macht einen Kandidaten Trump zu verhindern. Der Ruf nach einer "brokered convention", also nach einer Art Kampfabstimmung mit mehreren Wahlgängen auf dem Parteitag in Cleveland, wird lauter. Bisher haben alle anderen Kandidaten gemeinsam deutlich mehr Delegierte gewonnen als Trump.

Einige Experten sind allerdings der Ansicht, es könnte dafür bereits zu spät sein. Eine "brokered convention" würde zu einem Aufruhr unter den vielen Trump-Anhängern führen. Medienmogul Rupert Murdoch schrieb am Donnerstag auf Twitter: "Wenn er unvermeidbar ist, dann müsste die Parteiführung verrückt sein, wenn sie sich nicht hinter ihm schart."

Problem für die Parteispitze ist auch, dass mit Ted Cruz und Marco Rubio noch zwei Kandidaten im Rennen sind, die sich ernsthafte Hoffnungen auf die Kandidatur und damit gegenseitig Stimmen streitig machen. Auch John Kasich, der Gouverneur in dem großen Staat Ohio ist und dort gewinnen könnte, splittet die Stimmanteile weiter.

Trump hält die Argumente gegen seine Kandidatur für nicht stichhaltig

Trump sagt: "Ich habe Millionen Menschen in die Republikanische Partei gebracht, während die Demokraten runtergehen." Auf Twitter fragte er: "Will das Partei-Establishment diese Bewegung abwürgen?" Romney sei ein "gescheiterter Kandidat".

Ted Cruz' Wahlkampfteam nannte Romneys Auftritt dagegen wichtig und hilfreich.

dpa

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