George W. Bush, US-Wahl 2016, Jeb Bush
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Der ehemalige US-Präsident George W. Bush (links) hat erstmals in den Vorwahlkampf seines Bruders Jeb eingegriffen.

Ex-US-Präsident macht Werbung für Bruder Jeb

George W. Bush attackiert Trump: "Lauteste ist nicht der Stärkste"

Columbia - Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat erstmals in den Wahlkampf um das mächtigste Amt der Welt eingegriffen. Und dabei den republikanischen Kandidaten Donald Trump scharf attackiert.

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hat den ersten Wahlkampfauftritt für seinen Bruder Jeb absolviert. "Er wird eine starke und ruhige Hand haben, wenn er mit dem Unerwarteten konfrontiert wird", sagte George W. Bush am Montag im US-Bundesstaat South Carolina über seinen jüngeren Bruder, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewirbt.

Niemand brauche jemanden im Weißen Haus, der lediglich die Wut und die Frustration der US-Bürger auf Washington widerspiegele, sagte Bush unter Anspielung auf den Geschäftsmann Donald Trump, der das Rennen bei den Republikanern bislang dominiert. Der 43. US-Präsident fügte hinzu, dass die "lauteste Person nicht immer die stärkste" sei. Sein Bruder sei jemand, der die Wahlen im November gewinnen könne, zeigte sich George W. Bush überzeugt.

Jeb Bush konnte im Vorwahlkampf der Republikaner um die Präsidentschaft bislang nicht punkten. Der ehemalige Gouverneur von Florida steht im Schatten des rechtspopulistischen Trump, der die Debatten dominiert und bereits eine von zwei Vorwahlen gewinnen konnte. In South Carolina findet am Samstag die dritte Vorwahl statt. Dort hatte George W. Bush bei Vorwahlen im Jahr 2000 53 Prozent der Stimmen geholt.

George W. Bush hatte sich nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des US-Präsidenten 2009 weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seither stieg sein Ansehen bei der US-Bevölkerung. Während 2009 in Umfragen nur 30 Prozent der Bürger einen guten Eindruck von ihm hatten, waren dies Ende Juni 2015 schon 52 Prozent.

Hier geht's zu unserem News-Ticker zur US-Wahl 2016.

AFP

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