Beim Besuch von Angela Merkel im sächsischen Heidenau skandierten Demonstranten "Volksverräter" - ein politischer Kampfbegriff aus der NS-Zeit. Foto: Jan Woitas
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Beim Besuch von Angela Merkel im sächsischen Heidenau skandierten Demonstranten "Volksverräter" - ein politischer Kampfbegriff aus der NS-Zeit. Foto: Jan Woitas
Angela Merkel in Greifswald: Das Thema Flüchtlinge verändert die politische Stimmung in Deutschland. Foto: Stefan Sauer/Archiv
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Angela Merkel in Greifswald: Das Thema Flüchtlinge verändert die politische Stimmung in Deutschland. Foto: Stefan Sauer/Archiv
"Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost": Die Bundesregierung sieht den Aufbau der neuen Bundesländer insgesamt als gelungen an. Foto: Jens Wolf/Archiv
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"Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost": Die Bundesregierung sieht den Aufbau der neuen Bundesländer insgesamt als gelungen an. Foto: Jens Wolf/Archiv
Braunkohleabbau bei Leipzig: Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder lasteten Merkel im vergangenen Jahr eine Benachteiligung der Braunkohle im Vergleich zur Steinkohle an. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv
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Braunkohleabbau bei Leipzig: Die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Länder lasteten Merkel im vergangenen Jahr eine Benachteiligung der Braunkohle im Vergleich zur Steinkohle an. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv
Selfie mit Angela Merkel in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber: Unter Flüchtlingen dürfte die Kanzlerin derzeit populärer sein als bei ihren ostdeutschen Wählern. Foto: Bernd von Jutrczenka
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Selfie mit Angela Merkel in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber: Unter Flüchtlingen dürfte die Kanzlerin derzeit populärer sein als bei ihren ostdeutschen Wählern. Foto: Bernd von Jutrczenka
"Volksverräterin" - Demonstranten empfangen Bundeskanzlerin Merkel in Heidenau mit Schmähungen. Foto: Arno Burgi
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"Volksverräterin" - Demonstranten empfangen Bundeskanzlerin Merkel in Heidenau mit Schmähungen. Foto: Arno Burgi

Vertrauen der Ostdeutschen in Merkel schwindet

Weimar (dpa) - In Ostdeutschland sinkt laut einer Umfrage das Vertrauen in Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auf die Frage, welchen Politikern sie derzeit am meisten vertrauen, nannten nach einem Bericht der "Thüringischen Landeszeitung" im aktuellen INSA-Meinungstrend 24 Prozent Merkel.

Im August waren es noch 32 Prozent. Bei den Westdeutschen legte Merkel dagegen leicht zu, von 31 auf 33 Prozent. Das Erfurter INSA Institut befragte vom 18. bis 21. September in ganz Deutschland 2187 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Bundesweit sprachen 32 Prozent Merkel ihr Vertrauen aus und damit etwas mehr als vor einem Monat (31 Prozent).

"Das Thema Flüchtlinge verändert die politische Stimmung in Deutschland mit signifikanten Unterschieden zwischen Ost und West", sagte INSA-Chef Hermann Binkert der Zeitung.

Im aktuellen, vom Forsa-Institut für "Stern" und RTL ermittelten Wahltrend war Merkels Popularität auf den niedrigsten Wert dieses Jahres gefallen.

Auch im neuen ZDF-"Politbarometer" rutsche Merkel ab, bis auf Platz vier. Auf einer Skala von plus 5 bis minus 5 kommt sie nur noch auf einen Durchschnittswert von 1,9 - das ist ihr schlechtester Wert in dieser Legislaturperiode. Vor zwei Wochen hatte sie noch 2,4 erreicht.

Im aktuellen Wahltrend von "Stern" und RTL hatte Merkel bei ihrer Popularität gleich drei Punkte auf jetzt nur noch 49 Prozent eingebüßt, ihr niedrigster Wert in diesem Jahr.

Ein Grund für die sinkende Beliebtheit der Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden dürfte ihre Flüchtlingspolitik sein. 50 Prozent der Bundesbürger zeigen sich im ZDF-"Politbarometer" mit der großzügigen Aufnahme von Flüchtlingen einverstanden, 43 Prozent sind in puncto Asyl mit Merkel nicht zufrieden.

Beliebtester Politiker in der Umfrage ist weiterhin Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 2,1 Punkten (September: 2,4). Auf Platz zwei ist Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) aufgerückt (2,0; Sept.: 2,1). Neu ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach auf dem dritten Platz (1,9). Er ist einer der entschiedensten Gegner der Rettungspakete für Griechenland.

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