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Angela Merkel neben Volker Kauder (r), und Max Straubinger.

Keine Gegenkandidaten

Kauder im Amt bestätigt - Dämpfer für Vorstand

Berlin - Unionsfraktionschef Kauder und sein Geschäftsführer Grosse-Brömer bekommen nach einem Jahr großer Koalition einen leichten Dämpfer. Gegenkandidaten gab es nicht.

Die Unionsfraktion im Bundestag hat ihren Vorsitzenden Volker Kauder (CDU) mit einem leichten Dämpfer für den Rest der Legislaturperiode im Amt bestätigt. Bei der Wahl am Dienstag in Berlin erhielt der 65-Jährige 93,9 Prozent der Stimmen. Vor einem Jahr hatte er mit 97,4 Prozent sein bisher bestes Ergebnis erzielt. Bei seiner ersten Wahl 2005 hatte er sein bisher schlechtestes Ergebnis von 92,1 Prozent bekommen. Der erste Parlamentarische Geschäftsführer, Michael Grosse-Brömer, wurde mit 93,2 Prozent wiedergewählt. 2013 stimmten 95,2 Prozent für den heute 53-Jährigen.

Spannendste Personalie bei den Fachsprecherposten war Philipp Mißfelder als außenpolitischen Sprecher. Er wurde mit 74,2 Prozent wiedergewählt. Bei der letzten Wahl hatte er noch 91 Prozent bekommen. Der 35-Jährige hatte sich im April den Ärger Merkels und Kauders zugezogen, weil er während der Ukraine-Krise an einer Geburtstagsfeier von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in St. Petersburg teilgenommen hatte, zu der auch Russlands Präsident Wladimir Putin kam.

Gegenkandidaten gab es bei keiner der Wahlen. Nun sind alle Führungsposten bis Ende der Wahlperiode 2017 bestimmt. CDU und CSU werten die Enthaltungen bei den Wahlergebnissen als ungültig. Dadurch fallen die Ergebnisse besser aus.

Auch die neun Stellvertreter der CDU wurden wiedergewählt. Die CSU stellt zwei. Sie hatte ihr Spitzenpersonal bereits vorher bestimmt. Von den CDU-Stellvertretern bekam Ralph Brinkhaus für den Bereich Haushalt, Finanzen, Kommunen mit 97 Prozent das beste Ergebnis.

Kauder ist Jurist und sitzt seit 24 Jahren im Bundestag, sein Wahlkreis ist Rottweil-Tuttlingen in Baden-Württemberg. Seit 39 Jahren ist er in der CDU. Kauder zählt zu den engen Vertrauten von CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Grosse-Brömer übernahm sein Amt 2012 von dem heutigen Kanzleramtsminister Peter Altmaier, der damals Nachfolger des entlassenen Umweltministers Norbert Röttgen (CDU) geworden war.

dpa

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