+
Das Atomkraftwerk Tihange in Belgien: Hier soll am Donnerstagabend nach einem Medienbericht ein Wachmann erschossen worden sein.

Nach Terror-Anschlägen in Brüssel

Wachmann vor AKW erschossen: Das sagt die Staatsanwaltschaft

Brüssel - Vor dem Atomkraftwerk Tihange in Belgien ist am Donnerstagabend nach einem Medienbericht ein Wachmann erschossen worden. Einen Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Brüssel gibt es offenbar nicht.

Die Staatsanwaltschaft in Belgien hat im Zusammenhang mit den Terrorattacken von Brüssel einen Bericht über eine mögliche Sicherheitslücke in einem Atomkraftwerk dementiert. Im Fall des am Donnerstag durch mehrere Schüsse getöteten Sicherheitsmannes gebe es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Charleroi südlich von Brüssel. Auch die Information, der Dienstausweis des Toten sei gestohlen, wurde dementiert.

Der Mann habe zudem nicht in einem Atomkraftwerk gearbeitet, sondern an einem Institut (Institut national des radioéléments) in Fleurus bei Charleroi, das sich mit medizinischen Anwendungen von Radioaktivität befasst. Die belgische Zeitung „La Dernière Heure“ hatte gemeldet, der Wachmann sei vor einem Atomkraftwerk erschossen worden. Zudem sei ihm sein Zugangsausweis gestohlen worden.

Belga schriebt, der Mann sei in seinem Haus in Froidchapelle getötet worden. Die Polizei ermittele in zwei Richtungen: Der Tod könne mit einem Einbruch zusammenhängen oder einen privaten Hintergrund haben.

Alle Entwicklungen zum Terror in Brüssel finden Sie in unserem Live-Ticker.

mm/tz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

TV-Duell gegen Clinton: So oft log Trump in der Debatte

München - Das erste TV-Duell zwischen Trump und Clinton ist vorbei. Was am Tag danach wichtig ist? Das lesen Sie in unserem Ticker - hier verpassen Sie nichts.
TV-Duell gegen Clinton: So oft log Trump in der Debatte

Sprengsätze explodieren vor Moschee und Kongressgebäude

Dresden - Kurz vor den Feiern zum Einheitstag explodieren in Dresden zwei Sprengsätze. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus.
Sprengsätze explodieren vor Moschee und Kongressgebäude

Suding zu Sexismus-Debatte: Sensibilität in FDP jetzt größer

Berlin (dpa) - In der Debatte um Sexismus in Parteien sieht FDP-Bundesvize Katja Suding den Handlungsbedarf nicht nur bei der Politik. "Es muss insgesamt ein Bewusstsein …
Suding zu Sexismus-Debatte: Sensibilität in FDP jetzt größer

Trump vs. Clinton: "Totaler Irrsinn, ihn auf die Welt loszulassen"

Hempstead - Das erste TV-Duell zwischen Trump und Clinton ist vorbei. Die Reaktionen sind eindeutig: Clinton trumpfte auf, Trump machte kein gutes Bild. Die ersten …
Trump vs. Clinton: "Totaler Irrsinn, ihn auf die Welt loszulassen"

Kommentare