Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und sein CDU-Herausforderer Guido Wolf. Fotos: Bernd Weißbrod Foto: Bernd Weissbrod
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Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und sein CDU-Herausforderer Guido Wolf. Fotos: Bernd Weißbrod Foto: Bernd Weissbrod

Eine Woche vor der Wahl

Wahlumfragen: Kretschmann in Führung

Stuttgart/Mainz/Magdeburg - Baden-Württembergs Grüne dürfen bei der Landtagswahl in einer Woche auf einen großen Triumph hoffen. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz ist hingegen relativ offen, wer am Ende die Nase vorn hat.

Die Grünen könnten erstmals stärkste Kraft in einem deutschen Landtag werden. Eine Woche vor der Wahl in Baden-Württemberg sehen neueste Umfragen die Partei von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32 Prozent an der Spitze.

Die CDU kommt in ihrem Stammland nach dem ZDF-"Politbarometer" vom Freitag nur auf 30 Prozent. Der am Vorabend veröffentlichte "Deutschlandtrend" der ARD sieht die Christdemokraten sogar nur bei 28 Prozent. Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich unterdessen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ab. In Sachsen-Anhalt steuert Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf einen klaren Wahlsieg zu.

Kretschmanns Grüne liegen in Baden-Württemberg zwar in Führung, doch für eine Fortsetzung der grün-roten Koalition würde es derzeit nicht reichen. Beide Wahlumfragen sehen die SPD im Südwesten nämlich nur bei 13 Prozent - und damit auf Augenhöhe mit der AfD, die je nach Umfrage mit 11 bis 13 Prozent rechnen darf. "Grün-Rot ist die erste Präferenz", betonte die Grünen-Vorsitzende Simone Peter, die im BR-Interview aber auch einem Bündnis mit der CDU keine Absage erteilen wollte: "Ausschließen wäre die falscheste Option."

In Rheinland-Pfalz liegt die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer nur noch knapp hinter der CDU von Herausfordererin Julia Klöckner. Die Sozialdemokraten kommen in beiden Umfragen auf 34 Prozent, die CDU liegt im ZDF bei 35, in der ARD bei 36 Prozent. Das aktuelle rot-grüne Regierungsbündnis ist in Mainz aber derzeit ebenso ohne Mehrheit wie eine schwarz-gelbe Koalition.

Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff muss um die Fortsetzung seiner Koalition mit der SPD bangen. Haseloffs CDU kommt zwar im ZDF-"Politbarometer" auf 32 und im ARD-"Deutschlandtrend" auf 31 Prozent, doch die Sozialdemokraten liegen in beiden Umfragen lediglich bei 15 Prozent und damit hinter der Linken (20-21 Prozent) und der AfD, die im ZDF auf 17, bei der ARD sogar auf 19 Prozent kommt. In allen drei Bundesländern wird am 13. März gewählt.

Nicht nur in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg steht die AfD vor dem Einzug in den Landtag - auch in Rheinland-Pfalz kommt die Partei nach den neuen Wahlumfragen auf 9 bis 10 Prozent. Die Grünen sind zwar nirgendwo so stark wie in Baden-Württemberg, scheinen aber sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Sachsen-Anhalt die Fünf-Prozent-Hürde überspringen zu können.

Die FDP kommt zwar in Baden-Württemberg auf 7 bis 8 Prozent muss ansonsten aber zittern: In Rheinland-Pfalz liegen die Freidemokraten zwischen 5 und 6 Prozent, in Sachsen-Anhalt sind es hingegen nur 4,0 bis 4,5 Prozent. Dafür liegt die Linke in den beiden westdeutschen Bundesländern unter der Marke von 5 Prozent.

dpa

ZDF-Politbarometer

ARD-Deutschlandtrend

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