Warschau Aufstand Leszek Zukowski
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Leszek Zukowski (M.), Präsident der World Association of the Home Army, legt einen Kranz an einem Monument nieder.

Mit Untergrundkämpfern und Veteranen

Warschau erinnert an Aufstand vor 70 Jahren

Warschau - Mit Schilderungen von Zeitzeugen hat Polen an den Warschauer Aufstand gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg erinnert. Untergrundkämpfer und Veteranen versammelten sich zum 70. Jahrestag.

Zum 70. Jahrestag versammelten sich ehemalige Untergrundkämpfer, Pfadfinder und Veteranen am Freitag im Stadtteil Mokotow. „Es ist heute schwer, sich die Hölle von damals vorzustellen“, sagte Jan Ciechanowski vom Amt für Veteranen und Kriegsopfer. „Es ist schwer, sich die Zerstörung vorzustellen, die Opfer unter den Soldaten, aber vor allem unter der Zivilbevölkerung.“

Auch in anderen Warschauer Stadtteilen gab es am Freitag Gedenkveranstaltungen. Überall in der Stadt waren Fahnen in den Nationalfarben weiß-rot zu sehen, nicht nur vor staatlichen Gebäuden, sondern auch an Wohnhäusern. Die Hauptfeier war am späten Nachmittag auf dem Warschauer Militärfriedhof geplant.

Präsident Bronislaw Komorowski würdigte den 63 Tage andauernden Kampf, der am 1. August 1944 begonnen hatte, während eines Gedenkgottesdienstes am Donnerstagabend als „Kampf um die Einheit der Nation“. Angesichts der Diskussion über das tragische Scheitern des Aufstands und der bis zu 180 000 getöteten Zivilisten sagte er: „Freiheit ist keine Ware, die man im Geschäft kauft. Freiheit ist keine mehr oder weniger rentable Investition. Manchmal muss man für Freiheit bezahlen, und kann nicht nur von ihr profitieren.“

Die Aufständischen hatten vergeblich auf militärische Unterstützung der Roten Armee gewartet, die bereits das östliche Weichselufer Warschaus erreicht hatte. Nach der blutigen Niederschlagung des Aufstands zerstörten die deutschen Truppen die Stadt systematisch, die Bevölkerung wurde vertrieben, zur Zwangsarbeit deportiert oder in Konzentrationslagern inhaftiert.

dpa

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