Bloomberg, Wahlkampf
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US-Milliardär Michael Bloomberg plant, in den Wahlkampf um das Präsidentenamt einzusteigen.

Ehemaliger New Yorker Bürgermeister

Wegen Trump: Bloomberg will in US-Wahlkampf einsteigen

New York - Der langjährige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erwägt laut einem Zeitungsbericht eine Kandidatur für das US-Präsidentenamt.

Der 73-jährige Milliardär und ehemalige Republikaner arbeite an einem Plan für eine Kandidatur ohne Parteiticket, hieß es in der "New York Times" unter Berufung auf Insider. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump erklärte dazu am Sonntag, er würde "liebend gern" gegen Bloomberg antreten.

Der Zeitung zufolge ist Bloomberg bereit, eine Milliarde Dollar (rund 920 Millionen Euro) aus seinem Privatvermögen für die Wahlkampagne auszugeben. New Yorks ehemaliger Bürgermeister rechne sich Chancen aus, falls bei den Republikanern der umstrittene Trump ins Rennen geht - und bei den Demokraten der linke Bernie Sanders. Dieser hatte zuletzt in Umfragen gegenüber der Partei-Favoritin Hillary Clinton aufholen können. Bloomberg will sich dem Bericht zufolge spätestens Anfang März festlegen, wenn die Lage klarer sei.

Bloomberg war zwölf Jahre lang bis Januar 2014 Bürgermeister der Ostküstenmetropole. Er machte unter anderem als energischer Vorkämpfer für Umweltschutz und Gesundheitsinitiativen von sich reden, beispielsweise durch die Einführung von Rauchverboten in Bars und Restaurants sowie die Mengenbegrenzung von Limo-Getränken. Zudem macht er sich für schärfere Waffengesetze stark. Im Jahr 2000 war er aus dem Lager der Demokraten in das der Republikaner gewechselt.

Der Immobilien-Milliardär Trump sagte im Programm "Face the Nation" des Senders CBS News per Telefon, seine Positionen seien denen Bloombergs in der Frage Waffen oder Abtreibung entgegensetzt. Er sei mit Bloomberg über Jahre befreundet gewesen, mittlerweile seien sie "vielleicht keine Freunde mehr".

Sanders, Senator für Vermont, sagte dem Programm "This Week" des Senders ABC, die mögliche Bewerbung eines weiteren Milliardärs bestätige das, was er schon lange erklärt habe: "Dieses Land bewegt sich von einer Demokratie weg zu einer Oligarchie."

Die USA wählen im November ein neues Staatsoberhaupt, die innerparteilichen Vorwahlen beginnen bereits am 1. Februar. Der demokratische Amtsinhaber Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

Bloomberg war ursprünglich ein Politiker der Demokraten, ließ sich 2001 aber für die Republikaner zum New Yorker Stadtoberhaupt wählen. Seit 2007 ist er parteilos. Sein persönliches Vermögen wurde vom Magazin "Forbes" auf 35,5 Milliarden Dollar geschätzt.

AFP

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